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Bayer Technology Services (BTS) unterstützt die Bayer-Teilkonzerne sowie externe Kunden bei der Entwicklung von Produktionsprozessen und Produkten, der Planung, dem Bau sowie bei der Optimierung von Anlagen. Der Technologiedienstleister mit Sitz in Leverkusen, der im Jahr 2009 einen Umsatz von rund 380 Mio. € erzielte und weltweit knapp 2.600 Mitarbeiter beschäftigt, hat in den letzten Jahren seine Präsenz mit 22 Büros in 10 Ländern insbesondere in Wachstumsmärkten ausgebaut. Zudem wurde der Fokus auf den Ausbau des Produkt- und Technologieportfolios und des externen Geschäfts verstärkt. Seit Juni 2010 ist Dr. Dirk Van Meirvenne Geschäftsführer von BTS. Dr. Michael Reubold sprach mit ihm über seine Pläne und Visionen für das Unternehmen.
CHEManager: Herr Dr. Van Meirvenne, unter Ihrem Vorgänger hat BTS deutlich expandiert, insbesondere durch neue Auslandsniederlassungen. Wie ist das Unternehmen heute aufgestellt und werden Sie diese Expansionsstrategie fortsetzen?
Dr. D. Van Meirvenne: Wir haben heute eine bemerkenswerte globale Aufstellung und wir werden weiter daran arbeiten. Die Entwicklung der BTS in den letzten Jahren zu einem innovativen, weltweit aufgestellten Unternehmen, ist eine erstklassige Leistung meiner Vorgänger und unserer Kollegen gewesen. BTS unterhält heute Regionalbüros in den USA, Mexiko, Brasilien, Belgien, Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien, China und Singapur. Wir werden darauf aufbauen.
Auf welche Pfeiler stellen Sie Ihre Strategie?
Dr. D. Van Meirvenne: Wir entwickeln unsere Strategie kontinuierlich weiter. Dabei beantworten wir z.B. Fragen nach unseren zukünftigen Stärken. Oder, wo können wir uns vom Wettbewerb weiter differenzieren? Welche Produkte und Services wollen wir landesspezifisch anbieten? Was für eine Art Firma werden wir dann in fünf Jahren sein?
Wir setzen weiter auf - wie wir das nennen - funktionales Wachstum. Ein funktionales Wachstum, das dazu dient, die technologische Leistung von BTS ständig zu verbessern, auch für unsere externen Kunden.
Als Teilkonzern ist BTS zunächst einmal Dienstleister für Bayer. Wie sieht Ihr Mutterkonzern die Expansion und die Erweiterung des externen Geschäfts?
Dr. D. Van Meirvenne: Die Interaktion mit der Außenwelt macht uns ständig besser und damit zum Vorteil des Bayer-Konzerns und aller externen Kunden. Diese Kombination aus Projekten für Bayer und für externe Kunden wollen wir in einer gesunden Balance weiter betreiben. Wir müssen unsere Services und Produkte permanent auf eine wettbewerbsfähige Basis stellen. Davon wird BTS ständig besser, und das ist einer der Gründe, warum wir das so vorantreiben.
In welcher Relation stehen internes und externes Geschäft?
Dr. D. Van Meirvenne: Unser Ziel ist es, etwa ein Viertel unseres Geschäftes außerhalb von Bayer zu machen. Wir wollen im Markt als Firma mit einem vernünftigen Portfolio an Partnern, Kompetenzen und Technologien wahrgenommen werden. Dazu müssen wir uns extern noch weiter entwickeln.
Der neue Bayer-Chef Marijn Dekkers will in reifen Märkten Arbeitsplätze abbauen und in Schwellenländern investieren. Beeinträchtigt das Ihre Wachstumsstrategie?
Dr. D. Van Meirvenne: Nein, im Gegenteil. Der verstärkte Fokus auf Schwellenländer passt zu unserer Strategie. Man muss eine Expansion in neue Märkte mit dem Aufbau von lokalen Talenten unterstützen. Ich halte es für eine wichtige Aufgabe der BTS, dort wo Bayer tätig ist lokale Talente und lokales Know-how aufzubauen. Ein Beispiel hierfür ist China, wo Bayer seit Jahrzehnten präsent ist und in den letzten Jahren über 2 Mrd. € in Produktionsanlagen investiert hat.
Mit unseren rund 750 Mitarbeitern in Shanghai sind wir in der Lage, diese Megainvestitionen „safe and reliable" abzuwickeln. In Indien z.B. ist BTS noch sehr klein, aber Bayer will in Indien stark wachsen. Und auch dabei fällt BTS wieder die Rolle zu, lokale technische Talente zu entwickeln.
Sie haben auch ein Büro im Nahen Osten eröffnet, in Dubai, wo Bayer selbst keine Produktionsanlagen hat. Liegt da der Fokus auf dem Aufbau von externem Geschäft?
Dr. D. Van Meirvenne: Die Region Naher Osten ist relevant, vor allem im Chemiegeschäft und hier insbesondere bei den mehr upstream orientierten Prozessen. Für uns ist es wichtig, vor Ort zu sein, z.B. mit unserer Kompetenz im Bereich Operational Excellence. Andererseits stellt unser Vorstoß, die Region über konkrete Projekte frühzeitig besser kennen zu lernen, langfristig auch für den Bayer-Konzern einen Wert dar. Ähnliches gilt für unser Büro in Singapur, wo wir auch viel mit externen Kunden arbeiten. Wenn wir dort technische Kompetenzen aufbauen und mit lokalen Mitarbeitern wettbewerbsfähig sein können, ist das auch für Bayer auf Dauer sinnvoll.
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