AlzChem an Frankfurter Wertpapierbörse gelistet

Halbjahreszahlen 2017 bei Umsatz und EBITDA über Vorjahresniveau

AlzChem hat nach dem Anfang dieses Jahres abgesagten Börsengang nun im zweiten Anlauf den Schritt an die Börse vollzogen, allerdings nicht durch einen klassischen Börsengang mit Erstnotiz. Vielmehr wurde der Börsengang durch die Einbringung der AlzChem in die ehemals als Softmatic AG börsennotierte AlzChem Group realisiert. Seit dem 9. Oktober sind die Aktien des Spezialchemieunternehmens nun im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Zusätzlich zur Einbringung der AlzChem in die neue Konzernobergesellschaft AlzChem Group fand eine Barkapitalerhöhung statt, durch die der Gesellschaft ein Bruttoemissionserlös in Höhe von rund 2,6 Mio. EUR zugeflossen ist.

Ulli Seibel, Vorstandsvorsitzender der AlzChem Group, erklärte den Schritt: „Wir sind überzeugt, dass der Schritt an den Kapitalmarkt für eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung sehr hilfreich ist. Wir eröffnen uns damit eine weitere Option, um unser zukünftiges Wachstum zu finanzieren. Darüber hinaus werden wir als börsennotiertes Unternehmen auch im operativen Geschäft von der zusätzlichen Aufmerksamkeit profitieren und unsere Attraktivität am Arbeitsmarkt erhöhen."

Im ersten Halbjahr 2017 erzielte AlzChem Umsatzerlöse von ca. 182,8 Mio. EUR (Vorjahr: 173,5 Mio. EUR). Das EBITDA konnte überproportional um 14,8% auf 27,9 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten des Jahres gesteigert werden (Vorjahr: 24,3 Mio. EUR). Finanzvorstand Andreas Niedermaier: „Wir haben uns im ersten Halbjahr operativ gut entwickelt und sehen zuversichtlich in die Zukunft. Unsere Belegschaft wird am Unternehmenserfolg durch Zahlung einer Prämie für den Börsengang in Höhe eines Monatsgehaltes beteiligt". Die AlzChem Group wird die Zahlen über die ersten neun Monate 2017 am 14. November 2017 vorlegen.

Als vertikal integriertes Chemieunternehmen mit knapp 1.500 Mitarbeitern produziert und vermarktet AlzChem chemische Erzeugnisse der Calciumcarbid-/Calciumcyanamid-Wertschöpfungskette (NCN-Kette) für diversifizierte Märkte. Dabei handelt es sich um Produkte mit typischer Stickstoff-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung, die in einer Vielzahl von Branchen wie bspw.

in der Feinchemie oder der Landwirtschaft Anwendung finden. AlzChem unterhält vier Produktionsstätten in Deutschland, eine Carbid-Fabrik in Schweden, eine Vertriebstochter in den USA sowie eine chinesische Tochtergesellschaft für den Einkauf von Rohstoffen und den Vertrieb in Asien.

Das operative Geschäft der AlzChem-Gruppe lässt sich entlang der kompletten Wertschöpfungskette in drei Segmente unterteilen. Das mit mehr als 50 % Umsatzanteil größte Segment Specialty Chemicals umfasst die Herstellung und den Vertrieb hochwertiger chemischer Erzeugnisse. Das Geschäftssegment Basics & Intermediates bündelt die Erzeugung chemischer Zwischenprodukte, die auf den Ausgangsstoffen Calciumcarbid und Calciumcyanamid basieren. Diese Zwischenprodukte werden entweder direkt an Dritte verkauft oder zu Spezialchemieprodukten weiterverarbeitet. Das dritte operative Segment Other & Holding fasst sämtliche sonstige Tätigkeiten zusammen. Im Wesentlichen handelt es sich um Dienstleistungen rund um die Chemieparks Trostberg und Hart, die von AlzChem (auch für Dritte) betrieben werden.

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