Merck wächst im 1. Quartal weiter profitabel

Merck hat im 1. Quartal 2017 Umsatz und EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich gesteigert. Zudem hat das Unternehmen seinen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt und zugleich präzisiert.

„2017 ist für Merck erneut ein Jahr mit vielen Herausforderungen, aber auch mit großen Chancen. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Chancen nutzen werden, indem wir unsere klare Wachstumsstrategie für die drei Unternehmensbereiche weiter vorantreiben“, sagte CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung, Stefan Oschmann. „Im ersten Quartal sind wir erneut profitabel gewachsen. Zwei Zulassungen für unser Immunonkologie-Medikament Bavencio in den USA innerhalb kurzer Zeit sind ein großer Erfolg nach langer, harter Arbeit. Auch unsere Bereiche Life Science und Performance Materials entwickeln wir gezielt mit dem Fokus auf innovative Technologien weiter. Das eröffnet uns langfristige Wachstumspotenziale“, so Oschmann.

Das Unternehmen steigerte seine Umsatzerlöse im 1. Quartal 2017 um 5,3% auf 3,9 Mrd. EUR (Q1 2016: 3,7 Mrd. EUR). Dabei wuchs Merck in allen drei Unternehmensbereichen. Organisch stieg der Umsatz des Konzerns um 3,1%, getragen von den Unternehmensbereichen Healthcare und Life Science. Währungseffekte wirkten sich mit 2,6% positiv auf den Umsatz aus, während Portfolioveränderungen einen leicht negativen Effekt hatten. Größte Berichtsregion war mit einem Anteil von 32% am Konzernumsatz Asien-Pazifik.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen, die wichtigste Steuerungskennzahl des Konzerns, stieg angesichts der guten operativen Entwicklung bei Healthcare und Life Science um 14,5% auf 1,2 Mrd. EUR (Q1 2016: 1,1 Mrd. EUR). Das EBIT des Konzerns sank um -11,1% auf 755 Mio. EUR (Q1 2016: 849 Mio. EUR). Dieser Rückgang ist auf einen Sondereinfluss im Vorjahresquartal zurückzuführen, als Merck seine Rechte an Kuvan verkauft und einen Veräußerungsgewinn von 324 Mio. EUR realisiert hat.

Das Konzernergebnis sank aufgrund des rückläufigen EBIT in den ersten drei Monaten des Jahres auf 521 Mio. EUR (Q1 2016: 591 Mio. EUR), das Ergebnis je Aktie ging von 1,36 EUR auf 1,20 EUR zurück. Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg im 1.

Quartal 2017 um 16,9% auf 1,80 EUR (Q1 2016: 1,54 EUR).

Die aus dem Sigma-Aldrich-Kauf resultierenden Nettofinanzverbindlichkeiten hat Merck im 1. Quartal gegenüber dem Jahresende 2016 um weitere 400 Mio. EUR auf 11,1 Mrd. EUR gesenkt (31.12.2016: 11,5 Mrd. EUR). Wie bei den großen Akquisitionen der Vergangenheit strebt Merck eine rasche und durchgreifende Entschuldung an. Zum 31. März 2017 beschäftigte der Konzern weltweit 51.480 Mitarbeiter.

Ausblick für 2017 bestätigt
Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2016 hatte Merck eine erste Prognose für die Entwicklung der Umsatzerlöse, des EBITDA vor Sondereinflüssen und des Business Free Cash Flow des Konzerns sowie der einzelnen Unternehmensbereiche für 2017 abgegeben. Nach einem soliden ersten Quartal erwartet man im Geschäftsjahr 2017 einen Anstieg der Umsatzerlöse auf 15,5 bis 16,0 Mrd. EUR. Organisch rechnet man weiterhin mit einem leichten bis moderaten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, geht allerdings nunmehr davon aus, dass Wechselkursveränderungen einen leicht positiven Effekt von voraussichtlich 1 bis 2% auf die Umsatzerlöse haben werden. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns wird im Jahr 2017 voraussichtlich in einem Korridor zwischen 4,4 und 4,6 Mrd. EUR liegen.

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