Zentrum für Industrie und Nachhaltigkeit

Neues Institut an der Provadis Hochschule fördert Innovationen in der Chemie- und Pharmabranche

Die Provadis Hochschule bündelt ihre Projektgruppen auf den Themenfeldern Klima, Nachhaltigkeit, Energie und Industrie 4.0 im neuen „Zentrum für Industrie und Nachhaltigkeit“ (ZIN). Die Mitarbeiter der Hochschule mit Sitz im Industriepark Höchst widmen sich dort in Zukunft zentralen Fragen aus der Chemie- und Pharmabranche mit wissenschaftlichen Methoden. Die entwickelten praxistauglichen Konzepte können an Chemie- und Pharmastandorten in Deutschland, selbstverständlich auch im Industriepark Höchst, umgesetzt werden. Damit sind die Projekte des ZIN ein Standortvorteil für die Unternehmen. „Unsere zentrale Forschungsfrage lautet: Wie begegnet die Industrie den Herausforderungen Nachhaltigkeit und Digitalisierung“, sagt Prof. Hannes Utikal, der das Zentrum an der Provadis Hochschule leitet. „Wir untersuchen konkrete Umsetzungsbeispiele aus der Chemie- und Pharmabranche und kooperieren mit nationalen und inter-nationalen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand“, erläutert Utikal.

„Unternehmen sind ausdrücklich eingeladen, auch eigene Themen an das ZIN heranzutragen, damit diese dort zu Innovationen vorangetrieben werden können“, so Utikal. Gegenwärtig arbeiten zehn wissenschaftliche Mitarbeiter in den Projektgruppen, die sich mit dem Verhältnis von Chemie zu Umwelt, Mensch und Gesellschaft befassen. Insbesondere geht es darum, wie Veränderungsprozesse in der Chemieindustrie gestaltet werden können.

Die akademische Aufarbeitung von Managementfragen in der Chemieindustrie bildet die wichtigste Säule im „Zentrum für Industrie und Nachhaltigkeit“. „Andere Branchen wie die Automobil- oder Elektroindustrie sind weitaus stärker akademisch und empirisch durchdrungen“, erläutert Hannes Utikal. Doch gerade das Management in der Chemiebranche weist typische Herausforderungen auf, die das unternehmerische Denken und Handeln bestimmen. Eine wissenschaftliche Untersuchung dieser Herausforderungen fördere Lösungsansätze, um die Chemieindustrie auch weiterhin als innovative Branche zu etablieren, die als Antreiber von zentralen Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung wahrgenommen wird.

Verschiedene Initiativen unter dem Dach des ZIN
Unter dem Dach des ZIN sind das Climate-KIC-Netzwerk, das „Rhein-Main-Cluster Chemie & Pharma“, die Veranstaltungsreihe „Industrie 2030“ und die Mitherausgeberschaft des „Journal of Business Chemistry“ zusammengefasst.

Das ZIN koordiniert das „Climate-KIC-Netzwerk“ (Knowledge & Innovation Community) in der Region Hessen. Das Climate-KIC ist die größte europäische Innovationsinitiative für klimafreundliche Technologien und geht auf ein Programm der Europäischen Union zurück. 200 europäische Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichem Sektor und Zivilgesellschaft entwickeln gemeinsam Innovationen für den Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels. Das Climate-KIC hat Anfang November nach Frankfurt zum „Climate Innovation Summit“ eingeladen. Die Tagung war eine offizielle Partnerveranstaltung der UN-Klimakonferenz in Marrakesch. Zu den Aktivitäten des Climate-KIC gehören auch praxisorientierte Bildungsprogramme sowie die Förderung von „grünen“ Start-ups. „Frankfurt wird ein Cleantech-Standort werden“, ist Hannes Utikal, der auch im Industrie- und Nachhaltigkeitsbeirat der Stadt Frankfurt sitzt, überzeugt. Die Chemieindustrie könne auf diesem Weg einen entscheidenden Beitrag leisten.

In der Metropolregion Frankfurt vernetzt zudem das „Rhein-Main-Cluster Chemie & Pharma“ Unternehmen aus der Branche und verbessert durch den Austausch und die Zusammenarbeit im Netzwerk deren Wettbewerbsposition. Die Veranstaltungsreihe „Industrie 2030“ dient dem Wissensaustausch im Cluster. An mehreren Abenden im Jahr werden wichtige Branchenthemen mit ausgewiesenen Experten diskutiert.

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