
Chemie-Tarifrunde 2026: Arbeitgeber fordern Atempause
Die chemisch-pharmazeutische Industrie startet die Tarifrunde 2026 in einer wirtschaftlich ernsten Lage. Der heutige Auftakt der regionalen Tarifverhandlungen in Hessen blieb ohne Ergebnis.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie startet die Tarifrunde 2026 in einer wirtschaftlich ernsten Lage. Der heutige Auftakt der regionalen Tarifverhandlungen in Hessen blieb ohne Ergebnis.

Die Chemie- und Pharmaindustrie in Hessen steckt weiterhin in der Krise. Nach drei Rezessionsjahren verzeichnet die Branche erneut rückläufige Produktionszahlen und Umsätze. Von einer wirtschaftlichen Trendwende keine Spur.

Zahl der Ausbildungsplätze in Hessen sinkt um 12%.

Der Arbeitgeberverband Hessenchemie und der VCI Hessen haben im Rahmen des Frühjahrspressegesprächs Bilanz gezogen und einen Ausblick gegeben. Von der künftigen Bundesregierung fordern sie eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik und umfassende Reformen.

„Experimentieren macht Zukunft“ – mit diesem Motto feiern der Arbeitgeberverband HessenChemie, der VCI Hessen und die Agentur Two4Science in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen ihrer Bildungspartnerschaft. Gemeinsam mit Unternehmen aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie setzen sie sich dafür ein, außerschulische Lernwelten zu schaffen, die die MINT-Bildung stärken und junge Menschen frühzeitig für naturwissenschaftliche Berufe begeistern.

Welche Transformationen sind notwendig, damit Deutschland wieder auf den Wachstumspfad kommt? Interview mit Michael Hüther, Direktor des IW Köln.

Die regionalen Verhandlungen für die Beschäftigten der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden Württemberg sind zuletzt ergebnislos vertagt worden. Sie sollen am 14. Mai in Teistungen auf Bundesebene fortgesetzt werden.

Der Arbeitgeberverband HessenChemie hat auf die von der Tarifkommission der IGBCE Hessen-Thüringen beschlossene Forderung für die regionale Chemie-Tarifrunde reagiert. Die IGBCE Hessen-Thüringen fordert mindestens 7% höhere Entgelte. Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen sehe sich vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise mit einer Forderung konfrontiert, die nicht in die Zeit passe, so der AGV HessenChemie.

Die Mehrheit der Unternehmen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Hessen sind mit ihrer Geschäftslage unzufrieden und sehen auch für das laufende Jahr noch keine Verbesserung. Dies ergab eine aktuelle Verbandsumfrage im Februar 2024. Vor allem die energieintensive Chemiesparte musste im vergangenen Jahr einen drastischen Produktionseinbruch verkraften.

Der Arbeitgeberverband HessenChemie und die IGBCE Hessen-Thüringen haben sich in der vierten Verhandlungsrunde nach intensiven Gesprächen auf einen Tarifabschluss für die 5.500 Beschäftigten der hessischen Kunststoffverarbeiter verständigt.

Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Globalisierung, Finanzkrise, Corona und Energiekostenexplosion: Die Geschichte des Arbeitgeberverbandes HessenChemie ist eng verbunden mit der Industriegeschichte Deutschlands und gibt einen Einblick in die gewaltigen politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Veränderungen. Am Dienstag feierte HessenChemie sein 75-jähriges Bestehen im Kurhaus Wiesbaden.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen blickt mit Sorge auf das kommende Jahr. „Die durch den Überfall Russlands auf die Ukraine ausgelöste Energiekrise hat unsere Branche mit voller Wucht getroffen“, sagt Jochen Reutter, Vorstandsvorsitzender des VCI Hessen beim heutigen Herbst-Pressegespräch der Chemieverbände Hessen.

Von der regionalen Tarifpolitik zur ganzheitlichen Gestaltung der Arbeitswelt

Seit über 50 Jahren gab es keinen Streik mehr in der Chemieindustrie, stattdessen wurden zukunftsfähige Tarifverträge ausgehandelt.

Heute haben die Tarifverhandlungen für die rund 580.000 Beschäftigten in etwa 1.900 Betrieben der Chemie- und Pharmaindustrie mit den Verhandlungen auf regionaler Ebene in Hessen begonnen. Die Verhandlungspartner zeigten sich betroffen über den Krieg in der Ukraine.

Die IG BCE Hessen-Thüringen hat heute ihre Forderung für die am 2. März in Wiesbaden beginnende Chemie-Tarifrunde beschlossen. HessenChemie hat dazu die arbeitgeberseitige Erwiderung veröffentlicht. Hauptgeschäftsführer Dirk Meyer bezeichnet die Forderung als „teures Überraschungspaket ohne notwendige Weitsicht".

Die hessische Chemie- und Pharmaindustrie hat sich noch nicht vollständig aus der Corona-Krise befreit. Zudem befindet sie sich in einem weitreichenden Strukturwandel. Dieser ist durch mehr Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, EU-Chemikalienpolitik, Digitalisierung und den demografischen Wandel geprägt.

Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die betriebliche Aus- und Weiterbildung und wie kann man sie erfolgreich in Unternehmen nutzen? Das Netzwerk für digitale Qualifizierung in der Chemie (DQC_Net) hat sich seit 2018 mit viel Engagement diesen Fragen gewidmet.

Im Rahmen der virtuell durchgeführten Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes HessenChemie wurde der amtierende Vorstandsvorsitzende Oliver Coenenberg (Sanofi-Aventis Deutschland) in seinem Amt bestätigt.

Die hessische Chemie- und Pharmaindustrie ist 2020 durch die Coronavirus-Krise in Mitleidenschaft gezogen worden.

In einer virtuellen Preisverleihung hat Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung die Gewinner des diesjährigen Azubi-Wettbewerb des Arbeitgeberverbandes Hessenchemie ausgezeichnet.

Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium gibt Startschuss für Pilotprojekt #Hessenbildung.digital. Die Kooperation zwischen Berufsschulen und Betrieben soll digitales Lernen verbessern.

Die hessische Chemie- und Pharmaindustrie rechnet aufgrund der Corona-Krise mit einem insgesamt schlechten Geschäftsjahr. Dabei ist der Verlauf in der klassischen Chemie schwächer als in der pharmazeutischen Industrie, die im Hinblick auf die Impfstoffentwicklung derzeit eine „Front-Runner-Position“ einnimmt.

Seit 2019 liegt ein strategischer Schwerpunkt von Provadis, dem Fachkräfteentwickler der Industrie, auf dem Ausbau und der praktischen Erprobung digitaler Lern- und Lehrmethoden.

„Auch in der Corona-Krise suchen unsere Mitgliedsunternehmen Auszubildende, allerdings ist es viel schwieriger mit Schülerinnen und Schülern zusammen zu kommen“, erklärt Dirk Meyer, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Hessenchemie. Wie eine Blitzumfrage unter den Ausbildungsunternehmen der hessischen Chemie-Branche im Mai gezeigt hat, ist derzeit nicht mit einem gravierenden Rückgang des Ausbildungsangebots zu rechnen.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes Hessenchemie ist Oliver Coenenberg heute zum neuen Vorsitzenden gewählt worden.

Um Mitgliedsunternehmen bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen, ist der Arbeitgeberverband Hessenchemie eine Kooperation mit dem hessischen Startup Praktikumsjahr eingegangen.


Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen rechnet nach einer schwachen ersten Jahreshälfte für das laufende Geschäftsjahr 2019 insgesamt mit Rückgängen bei Produktion (- 4%) und Umsatz (- 3%).

Aus Sicht des Arbeitgeberverbandes Hessenchemie blendet die Tarif-Forderung der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Hessen-Thüringen die ausgeprägte Schwächephase in der Chemie-Konjunktur und die anstehenden Herausforderungen für die chemisch-pharmazeutische Industrie aus.

Der amtierende Vorstandsvorsitzende des Arbeitgeberverbandes Hessenchemie, Heinz-Walter Große, ist auf der heutigen Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt worden.


Die Umsätze in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Hessen sind im Jahr 2018 um 3,6% gestiegen, wobei sich die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte spürbar eintrübte.

Die hessischen Chemie-Sozialpartner, der Arbeitgeberverband HessenChemie und die IG BCE Hessen-Thüringen, haben sich auf einen gemeinsamen Wahlaufruf zur Europawahl verständigt, der die Bedeutung Europas für die chemisch-pharmazeutische Industrie und ihre Beschäftigten ausdrückt.


