Chemspec Europe 2017: Spezialprodukte mit großem Zukunftspotenzial

Interview mit der Messedirektorin Liljana Goszdziewski

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  • Liljana Goszdziewski, Mack Brooks Exhibitions

Am 31. Mai und 1. Juni 2017 wird die Chemspec Europe, eine internationale Fachmesse für Fein- und Spezialchemie, zum 32. Mal ihre Pforten öffnen. Hersteller, Händler und Distributoren von Fein- und Spezialchemikalien werden dann in München ihre neusten Produkte, Dienstleistungen und Forschungsergebnisse einem Fachpublikum, das ausschließlich aus Industrievertretern der Fein- und Spezialchemie besteht, präsentieren. CHEManager befragte Liljana Goszdziewski, Messedirektorin beim Messeveranstalter Mack Brooks Exhibitions, zur Vorbereitung und den Inhalten der diesjährigen Veranstaltung. Die Fragen stellte Dr. Birgit Megges.

CHEManager: Der Begriff Spezialchemie wurde Anfang der 1990er Jahre definiert und

hat sich seitdem weiterentwickelt. Wofür steht er heute?

L. Goszdziewski: Seit die Spezialchemie vor rund 25 Jahren als weiteres Chemiefeld neben Großchemie und Life Sciences entstanden ist, hat sie sich dynamisch weiterentwickelt. In Deutschland beispielsweise steigt die Chemieproduktion im Bereich der Spezialchemie verglichen mit der Basischemie stetig an. Die wachsende Nachfrage nach Spezialchemikalien ist natürlich bedingt durch den Boom in innovationsgetriebenen Technologiebereichen, wie Elektronik, IT, intelligente Kunststoffe oder alternative Energien, die nach forschungsintensiven chemischen Spezialprodukten verlangen. Für die Chemieindustrie liegt also in den Spezialchemikalien ein großes Zukunftspotenzial.

Wie definiert sich die Chemspec Europe als Leitmesse für Spezialchemikalien?

L. Goszdziewski: Die Chemspec Europe ist rein auf die Fein- und Spezialchemie ausgerichtet. Sie ist ein in Europa einzigartiger Branchentreffpunkt für Industrievertreter speziell aus diesem Chemiefeld. Die Messe bietet eine Vielzahl an Networking-Möglichkeiten zum Austausch unter Branchenexperten und zum Aufbau von internationalen Vertriebsnetzwerken; sie umfasst aber auch die Forschung durch ihr Konferenzprogramm zu ausgewählten Bereichen, wie zum Beispiel Agro und Pharma.

Schwerpunkt der Chemspec ist aber die Messe, auf der Aussteller auf der Chemspec Europe sind Hersteller, Distributoren, Anbieter von Ausrüstung, Anbieter von Rohmaterialien, Händler, Agenten, Regulierungsbehörden und Beratungsunternehmen aus folgenden Bereichen: Aussteller auf der Chemspec Europe sind Hersteller, Distributoren, Anbieter von Ausrüstung, Anbieter von Rohmaterialien, Händler, Agenten, Regulierungsbehörden und Beratungsunternehmen aus folgenden Bereichen: Hersteller, Distributeure, Anbieter, Händler, Agenten, Regulierungsbehörden und Beratungsunternehmen ein Produktportfolio anbieten, das die gesamte Bandbreite an Fein- und Spezialchemikalien für diverse Industriebereiche umschließt.

Spezialchemikalien werden in unzähligen Anwendungen eingesetzt, für die es selbst einzelne Fachmessen gibt. Wie differenziert sich die Chemspec Europe davon?

L. Goszdziewski: Die Besonderheit der Chemspec Europe liegt eben gerade darin, dass sie nicht ausschließlich auf einen Anwendungsbereich fokussiert ist, sondern die Gesamtheit der Fein- und Spezialchemikalien umfasst. Für Anbieter bedeutet dies, dass sie mit einer Messe ein Publikum erreichen, das eine größtmögliche Bandbreite von Industriezweigen abdeckt. Für Besucher bietet dieses Profil vor allem die Möglichkeit, ganz gezielt Produkte und Lieferanten zu finden, aber es bietet auch ein enormes Potenzial für Innovation und Synergien und damit für neue Geschäftsmöglichkeiten.

Was dürfen die Besucher von einer so breit angelegten Veranstaltung erwarten?

L. Goszdziewski: Auf der Chemspec Europe können Besucher konzentriert an zwei Tagen eine umfassende Bandbreite an internationalen Herstellern, Anbietern und Distributeuren treffen, sich gleichzeitig über Branchentrends und Produktinnovationen informieren und natürlich auch nach neuen Geschäftsmöglichkeiten Ausschau halten. Gerade für KMUs ergeben sich interessante Geschäftsmöglichkeiten durch die vielen Marktnischen, die dadurch entstehen, dass sich die meisten großen Unternehmen immer mehr auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Das für Messebesucher kostenlose Konferenzprogramm bietet Besuchern darüber hinaus wertvolle Information zu aktuellen Markttrends und neueste Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung.

Welche Zielgruppen – Aussteller und Besucher – spricht die Chemspec Europe an?

L. Goszdziewski: Zurzeit haben bereits 320 Aussteller aus 24 Ländern ihre Standfläche auf der diesjährigen Chemspec gebucht. Es sind Hersteller, Händler und Distributeure von Fein- und Spezialchemikalien, die ihre neusten Produkte und Dienstleistungen anbieten, und zwar aus so unterschiedlichen Bereichen wie Pharma, Agro, Lebensmittel und Getränke, Kosmetik, Reinigungsmittel, Wasseraufbereitung, Kleb- und Dichtstoffe, Farben und Lacke, Beschichtungen, Petrochemie, Kunststoffe und Polymere, elektronische und reprografische Chemikalien.

Besucher sind Unternehmensleiter, Produktionsleiter, Prozessspezialisten, Vertreter aus Forschung und Entwicklung, technische Leiter, Produktentwickler, Einkaufsleiter, Chemiker und Berater. Auch sie kommen aus einer Vielzahl von Industriebereichen. Laut der Messeumfragen der letztjährigen Veranstaltung waren die Messebesucher insbesondere an der Beschaffung von chemischen Zwischenprodukten, Pharmazeutika, Industriechemikalien, Agrochemikalien, allgemeinen Chemikalien, Beschichtungen, Katalysatoren, Polymeren, Kleb- und Dichtstoffen, biobasierten Chemikalien und an Dienstleistungen, wie Auftrags- und Lohnfertigung, interessiert. Die Umfrage hat weiter ergeben, dass sie diese Produkte auf der Messe auch gefunden haben.

Mit welchen etablierten und mit welchen neuen Messe-Features wollen Sie den Erwartungen der Besucher gerecht werden?

L. Goszdziewski: Die Chemspec Europe ist, was die Ausstellerzahlen und die Fläche anbelangt, über die vergangenen Jahre weiter gewachsen; immer mehr Unternehmen aus dem Bereich Fein- und Spezialchemie sehen es als wichtig an, sich auf dieser spezialisierten Branchenplattform zu präsentieren und die Veranstaltung als Marktplatz für internationale Geschäfte zu nutzen. Der Besucher kann sich also darauf freuen, dieses Jahr eine noch größere Auswahl an Anbietern und Produkten vorzufinden. Darüber hinaus vermittelt das Konferenzprogramm aktuellste Forschungsergebnisse und Branchenfachwissen. Neu in diesem Jahr ist eine Präsentation von Start-ups in der Fein- und Spezialchemie. Acht  innovative Unternehmen aus der klassischen Chemie und der industriellen Biotechnologie stellen ihre neuen Substanzen und Verfahren vor, eingebettet in eine Gesprächsrunde über Finanzierungs-, Kooperations- und Akquisitionsmöglichkeiten. Dieses neue Feature entstand in Zusammenarbeit mit BCNP Consultants.

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