Trends und Entwicklungen in der Elektronikindustrie sind entscheidend für den Batterien- und Akkumulatorenmarkt. Die Vielfalt mobiler und digitaler Geräte wird immer größer und viele Kleingeräte wie Handys, Smartphones oder auch Notebooks tendieren zur Miniaturisierung. Da die Geräte bei geringem Gewicht einen hohen Energiebedarf abdecken müssen, stellen diese Entwicklungen neue Anforderungen an die Energiezufuhr. Um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, werden Batterien und Akkumulatoren deshalb kontinuierlich verbessert und an den neuesten Stand der Technik angepasst. Im Hinblick auf das neue EU-Batteriegesetz ist es außerdem besonders wichtig, dass die Energiebereitstellung schadstoffarm und umweltverträglich erfolgt.
Primärzellen: Beliebte Energiespeicher
In Deutschland sind etwa zwei Drittel aller Batterien Alkali-Mangan (ZnMnO2)-Batterien. Diese gehören zu den wichtigsten elektrochemischen Energiespeichern. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, da die Batterien in den unterschiedlichsten Baugrößen erhältlich sind. Essentiell sind ZnMnO2-Batterien Zink-Braunstein-Zellen mit alkalischem Elektrolyt. Der elektrochemisch aktive Stoff in der negativen Elektrode ist Zink und in der positiven Elektrode Braunstein bzw. Mangandioxid. Als Elektrolyt wird eine Kaliumhydroxid-Lösung eingesetzt. Die elektrische Energie wird durch die Oxidation von Zink und die Reduktion von Mangandioxid geliefert.
Besonders für Geräte, die viel Energie benötigen, sind heutzutage optimierte ZnMnO2-Batterien erhältlich. Im Prinzip gibt es zwei Wege, die Leistungsfähigkeit von ZnMnO2-Batterien zu erhöhen und ihre Lebensdauer zu verlängern. Zum einen durch den vermehrten Einsatz von aktiver Masse in einer dickeren Kathode in einem größeren Zellinnen-Volumen; zum anderen durch die Nutzung verbesserter Elektrolyten mit höherer Leitfähigkeit. Batteriehersteller wie Duracell setzen beispielsweise eine Hochleistungskathode (HPC, High Performance Cathode) ein. Die Kathode setzt sich aus Graphit (SCG, Single Crystal Graphite) und Mangandioxid zusammen. Da das Graphit aus besonders kleinen Partikeln, die eine verbesserte Leitfähigkeit bieten, besteht, muss insgesamt weniger davon verwendet werden.
Als aktiver Bestandteil wird reines, aktives Mangandioxid genutzt. Verglichen mit einer herkömmlichen Kathode kann dies in einer größeren Menge eingesetzt werden. Somit kann eine längere Lebensdauer und höhere Energieabgabe der Batterie erzielt werden.
Sekundärzellen: Immer leistungsfähiger
In den letzten Jahren sind Akkumulatoren durch den intelligenten Einsatz von Materialien leistungsfähiger geworden und lassen sich präzise auf individuelle Anforderungen zuschneiden.
Die Zukunft - ein Ausblick
Besonders bei Akkumulatoren schreitet die weitere Entwicklung in großen Schritten voran. Durch den Einsatz von Nanotechnologie verspricht nun eine neue Generation von Li-Ion-Akkus einen Quantensprung in Bezug auf Leistung, Lebensdauer und Sicherheit. In den nächsten Generationen ersetzen Forscher der Stanford Universität die bisherige Lithiumcobaltdioxid- gegen eine Lithiumsulfid/Karbon-Kathode, wodurch man mobile Geräte, die bislang auf Lithium-Ion-Akkus setzen wie die MacBooks, iPhones und iPads deutlich länger betreiben können soll. Allerdings lassen sich die ersten Prototypen bislang nur 40- bis 50-mal wieder aufladen, während aktuelle Akkus 300 bis 500 Ladezyklen unterstützen.
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