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BASF und Sinopec weihen Anlagen in Nanjing ein

Neue Anlagen für superabsorbierende Polymere, Acrylsäure und Butylacrylat bedienen die wachsende Nachfrage in China

05.06.2014 -

BASF und Sinopec haben Anfang  April zwei Anlagen für Acrylsäure und superabsorbierende Polymere (SAP) an ihrem Verbundstandort in Nanjing/China eingeweiht. Zusätzlich wird eine neue Butylacrylat-Anlage im Laufe dieses Jahres die Produktion aufnehmen. Die neuen Anlagen des deutsch-chinesischen Joint Venture BASF-YPC stärken die C3-Wertschöpfungskette (Propylen) und bedienen die wachsende Nachfrage aus den Kundenindustrien. Mit einer Jahreskapazität von 60.000 t wird die neue SAP-Anlage dem steigenden Bedarf an Babywindeln, Inkontinenzprodukten für Erwachsene sowie Artikeln für die Damenhygiene in China gerecht.

 „Wir investieren in Asien-Pazifik mit dem Ziel, 75 % aller Produkte, die in der Region verkauft werden, auch vor Ort herzustellen. Dadurch können wir unsere Kunden schneller, energieeffizienter und zuverlässiger beliefern. Mit dem Produktionsstart der Anlagen  stärken wir unser Engagement für die Hygieneindustrie in China, Asien und der Welt", sagt Albert Heuser, President Greater China and Functions Asia Pacific bei BASF.  

 „Durch die Inbetriebnahme dieser Projekte können wir die Bedürfnisse unserer Kunden noch besser erfüllen. Wir schaffen damit neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Entwicklung, unterstützen umweltfreundliche Produktionsverfahren und treiben die industrielle Entwicklung voran", sagt Chang Zhenyong, Vice Chief Engineer und Director of Chemical Department bei Sinopec.

Integrierter Produktionsprozess ermöglicht Ressourceneffizienz und Energieeinsparungen

Das Verbundsystem des Ludwigshafener Chemieunternehmens basiert auf effizienten Wertschöpfungsketten für die Produktion von Grundchemikalien bis hin zu hochveredelten Produkten. Dabei können die Nebenprodukte aus einer Fabrik als Einsatzstoff für eine andere Anlage genutzt werden. Am Verbundstandort BASF-YPC in Nanjing werden SAP, Butylacrylat sowie Acrylsäure als nachgelagerte Produktionsschritte in die C3-Wertschöpfungskette integriert. Das erhöht die Versorgungssicherheit, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit der Produktion, reduziert gleichzeitig den Energieverbrauch und schont die Umwelt.

Über BASF-YPC

BASF-YPC ist ein 50:50 Joint Venture zwischen BASF und Sinopec, das im Jahr 2000 gegründet wurde. Die Gesamtinvestition betrug 4,5 Mrd. US-$. Der Standort produziert jährlich 3 Mio. t Chemikalien und Polymere für den rasch wachsenden chinesischen Markt, insbesondere für die Bereiche Landwirtschaft, Bau und Elektronik sowie für die Pharma- und Automobilindustrie und die chemische Produktion. 

Im Juni 2005 nahm das Joint Venture in einer ersten Phase erfolgreich die Produktion auf. Im Jahr 2012 wurde die zweite Phase eingeleitet, in der zusätzliche nachgelagerte Produktionsanlagen in Betrieb genommen wurden. Damit konnten die Wertschöpfungsketten erweitert und die Herstellung von Feinchemikalien erhöht werden. Durch neue Acrylsäure- und Butylacrylat-Anlagen wurde die Acrylsäure-Wertschöpfungskette erweitert. Zusammen mit der Anlage für superabsorbierende Polymere, die im Dezember 2013 in Betrieb genommen wurde, wurde die Produktion für die Home Care Industrie und Hygieneindustrie sowie für die Lack-, Textil- und Bauindustrie verstärkt. Diese Anlagen sind so miteinander verbunden, dass Produkte, Nebenprodukte und Energie höchst effizient genutzt werden können, um Kosten zu sparen und Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering zu halten. Ein Gaskraftwerk versorgt den Standort mit Energie, ein internationaler Hafen an einem Nebenarm des Flusses Jangtse ermöglicht die optimale logistische Versorgung. BASF-YPC erzielte 2013 einen Umsatz von 2,84 Mrd. € und beschäftigte am Jahresende 1.993 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Über Sinopec

Sinopec ist eines der größten integrierten Energie- und Chemieunternehmen Chinas mit Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Geschäft umfasst die Exploration, Herstellung sowie den Transport und den Handel mit Öl und Gas sowie den Handel, die Lagerung und den Transport von Mineralölerzeugnissen, petrochemischen Produkten, synthetischen Fasern, Dünger und anderen chemischen Produkten. Außerdem zählen der Export und Import von Öl und Gas, Mineralölerzeugnissen, petrochemischen  und chemischen Produkten sowie anderen Grundprodukten und Technologien sowie Forschung, Entwicklung und Anwendung von Technologien und Informationen zu den wesentlichen Geschäftsaktivitäten.

 

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