Standorte & Services

Die wertvollste Energie ist die gesparte Energie

Energieeffizientes Facility Management stärkt Wettbewerbsfähigkeit und schont Ressourcen

13.04.2010 -

Energiekosten stellen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie einen wesentlichen Kostenfaktor dar und sind in einem globalisierten Wettbewerbsumfeld ein erfolgskritisches Element. Angesichts steigender Energiepreise, endlicher Ressourcen und der Notwendigkeit eines nachhaltigen Klimaschutzes gewinnt der sparsame Umgang mit Energie deshalb mehr und mehr an Bedeutung.
„Energieeffizienz ist für produzierende Unternehmen und Standorte heute ein bedeutender Erfolgsfaktor", erläutert Dr. Roland Mohr, Geschäftsführer von Infraserv Höchst. „Durch energieeffizientes Facility Management lassen sich erhebliche Energieeinsparpotenziale heben und somit Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz gleichermaßen optimieren."
Im industriellen Bereich beschränkt sich Facility Management (FM) nicht allein auf das Gebäudemanagement, sondern ist vielmehr als ganzheitlicher strategischer Ansatz zu verstehen, der eine professionelle Abwicklung weiterer Sekundärprozesse eines Unternehmens einschließt. Fokussiert auf das Thema Energieeffizienz erstreckt sich die Betrachtung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg - von der effizienten, ressourcenschonenden Energieerzeugung bis hin zu energiesparenden FM-Prozessen und intelligenten Energiemanagementsystemen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie ein gewünschtes Ergebnis - z.B. die Herstellung eines bestimmten Produkts - mit einem möglichst geringen Energieeinsatz erzielt werden kann.

Energieerzeugung

Ein erster wichtiger Ansatzpunkt zur Verbesserung der Energieeffizienz ist die Energieerzeugung. Von Vorteil ist hier eine möglichst hohe Eigenerzeugungsquote, um unabhängig von den Entwicklungen der Energiemärkte zu sein. Idealerweise werden hierfür verschiedene Energieträger genutzt, um auch flexibel auf Markt- und Preisentwicklungen reagieren zu können. Darüber hinaus lassen sich durch die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten, die einen hoch effizienten Einsatz von Energie gewährleisten, Kosten reduzieren. Infraserv Höchst setzt dabei konsequent auf die Vorteile der Kraft-Wärme-Kopplung: Durch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom können mehr als 90 % des eingesetzten Brennstoffs genutzt werden. Dass heißt: Mehr Strom und Wärme bei einem relativ niedrigen Verbrauch von Kohle und Gas. Gegenüber der getrennten Erzeugung von Wärme und Strom wird hier deutlich weniger CO2 ausgestoßen.
Weitere Vorteile bringen die konsequente Nutzung der Abwärme von Produktionsanlagen und die Verwertung von Abfällen zur Energieerzeugung. „Diese Möglichkeiten zur Optimierung der Energieeffizienz können in vollem Umfang allerdings nur an solchen Industriestandorten realisiert und genutzt werden, an denen es eine relativ große Zahl an Unternehmen und somit einen großen Bedarf an Strom und Wärme gibt und die Energieversorgung von einer Betreibergesellschaft gemanagt wird", betont Dr. Mohr.

Energiebereitstellung

Nach der Erzeugung ist die Bereitstellung und der Einsatz von Energien ein weiterer Hebel zur Optimierung der Energieeffizienz, gerade in der chemischen und pharmazeutischen Industrie: Eine bessere Wärme- und Kältedämmung von Produktionsrohrleitungen, eine energieoptimierte Abstimmung von Prozessschritten oder verbesserte Prozessüberwachungssysteme sind Maßnahmen, mit deren Hilfe der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden kann. Weitere Möglichkeiten bietet der Einsatz energieeffizienter Technologien im Bereich der Gebäudehülle und Haustechnik. Zum Beispiel können durch eine energetische Gebäudesanierung oder durch Wärmerückgewinnungsanlagen 20 bis 30 % Heiz- und Kühlenergie gespart werden. „Einsparpotenziale sind hier allerdings stark abhängig von der jeweiligen Ausgangssituation und dem Zustand der Anlagen", weiß Lothar Bornemann, bei Infraserv Höchst verantwortlich für das Thema Energieeffizienz. „Bauherren, Gebäude- und Anlagenplaner müssen den Anlagenzustand und die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen ganz genau kennen. Nur dann können Einsparpotenziale optimal ausgeschöpft werden." Infraserv Höchst bietet in diesem Zusammenhang nicht nur umfassende FM-Services an, sondern bewirtschaftet selbst strategisch wie operativ einen umfangreichen Immobilienbestand. „Von diesem Know-how profitieren letztlich auch unsere Kunden", erklärt Bornemann, „Denn auf Basis unserer Erfahrungen optimieren wir permanent unsere FM-Services."

Energiebewusstsein

Schließlich spielt bei dem Thema Energieeffizienz neben dem Einsatz moderner Technologien auch das individuelle Verhalten der Nutzer eine Schlüsselrolle. Hier gilt es, Mitarbeiter zu einem sparsamen Umgang mit Energie zu motivieren - z.B. durch entsprechende Kommunikationskampagnen und praxisbezogene Handlungsempfehlungen. Sind die Mitarbeiter für das Thema sensibilisiert, lassen sich auch im eigenen Arbeitsumfeld leicht weitere Effizienzsteigerungspotenziale identifizieren.
In Summe bietet ein professionelles Facility Management eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Energieeffizienz von Unternehmen und Standorten zu optimieren. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist es notwendig, die einzelnen Schritte zu verzahnen und im Rahmen eines gesamthaften, individuellen Energiemanagementsystems zu betrachten. „Den Anfang macht dabei zunächst eine detaillierte Erhebung des Ist-Zustandes und eine umfassende Aufnahme der Energiebedarfe eines Unternehmens oder Standorts", erklärt Bornemann. „Diese Daten bilden gemeinsam mit gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen die Basis für die Definition verbindlicher Energiesparziele und die Ausarbeitung konkreter Maßnahmen." Ihre Umsetzung wird durch eine kontinuierliche Erfolgskontrolle begleitet. Eine Auswertung der dabei erhobenen verbrauchs- und betriebsrelevanten Messgrößen erlaubt es, bestehende Maßnahmen weiter zu optimieren und neue Potenziale zu erkennen.
Auf diese Weise lässt sich ein möglichst sparsamer und effizienter Umgang mit Energie realisieren, der zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beiträgt.

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