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SKW Piesteritz hat in diesem Jahr seine Lagerkapazitäten erweitert. Im Mai wurde einem 24 m hohen, neu errichteten Flüssigdünger-Tank mit einem riesigen Kran der 100 t schwere Deckel mit einem Durchmesser von 40 m aufgesetzt. Der Tank hat ein Fassungsvermögen von 30.000 m³ und ist 660 t schwer. Er ist sowohl mit einem doppelten Mantel als auch mit einem doppelten Boden ausgestattet. Der Großtank gehört zu einer Investitionsmaßnahme des Düngemittel- und Chemieproduzenten mit einem Umfang von insgesamt 10,6 Mio. €.
Im Zuge dieser Investition erhöht das Unternehmen seine Lagerkapazitäten für Flüssigdünger von 62.500 auf 100.000 t, um am Markt logistisch flexibler reagieren zu können. Zwei zusätzliche Verladestationen für Flüssigdünger, die derzeit im Bau sind, sollen zudem eine schnellere LKW-Abfertigung ermöglichen.
2010 wurden im Rahmen dieses Investitionsprojektes bereits drei kleinere Flüssigdüngertanks mit je 500 m³ Fassungsvermögen fertig gestellt. Seit Anfang 2011 ist zusätzlich ein 17 m hoher und 2.000 m³ fassender Tank im Bau. In diesen Tanks werden vor allem die neu entwickelten schwefelhaltigen Flüssigdüngerspezialitäten gelagert. Auch im Bereich der festen Düngemittel baut das Unternehmen derzeit seine Lagerkapazitäten aus, um sich an die aktuelle Marktsituation anzupassen. SKW Piesteritz als größter Ammoniak- und Harnstoffproduzent Deutschlands wird seine Jahresproduktion 2011 voraussichtlich auf 4,3 Mio. t Ware steigern.
Weitere Investitionen
Die Errichtung des Großtanks ist Teil der Einzelmaßnahme „Erweiterung der Lagerkapazitäten für Flüssigdünger", für die im Jahr 2011 der größte Finanzanteil des Jahresbudgets aufgewendet wird, das sich insgesamt auf 36 Mio. € beläuft. Mit diesem Budget sind 2011 mehr als 80 Investmaßnahmen zu bearbeiten, davon 15 Maßnahmen mit einem Jahresbudget von 1 Mio. € und mehr.
Ein Großteil der Maßnahmen sind Ersatzinvestitionen und werden während der Anlagenstillstände im Zeitraum der Generalreparatur von Mitte August bis Ende September abschließend realisiert. Hierzu zählt u.a. die Erneuerung der Prozessleitsysteme für die Ammoniak- und die Säureanlagen.
Es werden aber auch neue Maßnahmen begonnen.
Die größte Investition, hinsichtlich ihrer baulichen Ausmaße und ihrer Kosten, ist dabei die „Herstellung und Lagerung des Produktes Piazur" mit einer Lagerhalle, die die zukünftige Silhouette des Unternehmens maßgeblich verändern wird. Zudem soll die Salpetersäureproduktion erweitert werden.
Agro-Chemie Park Piesteritz
Ansässig ist das Unternehmen auf dem Gelände des Agro-Chemie Parks im Bundesland Sachsen-Anhalt. Bereits über 30 Unternehmen haben sich hier angesiedelt. Darunter Borealis Agrolinz Melamine International Deutschland mit der bundesweit größten Melaminanlage, Louis Dreyfus Commodities Wittenberg mit der weltweit größten kombinierten Biodieselanlage mit Ölmühle und das Biomasseheizkraftwerk der Stadtwerke Leipzig. Bis 2012 entsteht am Standort das größte Gemüsegewächshaus Deutschlands, die SKW Stickstoffwerke Piesteritz liefern Wärme und Kohlendioxid aus der Ammoniakproduktion für die Tomatenzucht. Mit der deutschen Tochter des französischen Konzerns Air Liquide konnte letzten Monat der Vertrag zum Bau einer CO2-Verflüssigungsanlage unterzeichnet werden. Das mit Abstand größte Unternehmen am Standort sind die SKW Stickstoffwerke Piesteritz, die in ihrer heutigen Form die inzwischen fast 100jährige Chemietradition in Piesteritz fortsetzen und als Flächeneigentümer den Agro-Chemie Park weiterentwickeln.
Lückenlose Infrastruktur
Investoren, die weitere Anlagen errichten möchten, sind auf dem traditionsreichen Chemie-Areal an der Elbe jederzeit willkommen. Auf 220 ha Werksgelände gibt es ausreichend Platz für neue Ideen. Der südliche Teil des Werksgeländes wurde Anfang der 90er Jahre fast völlig beräumt. Auf dem Werksgelände stehen nun insgesamt noch Investitionsflächen von etwa 30 ha zur Verfügung. Zum Standort zählen auch ein leistungsfähiger Industrieservice, u.a. in den Bereichen Sicherheit, Analytik oder Instandhaltung, sowie Möglichkeiten des Stoffverbundes. Alle Medien sind vorhanden: von Erdgas über Elektroenergie, Dampf, Stickstoff bis hin zum Wasserstoff. Die Infrastruktur, vom Klärwerk bis zur Schlammdeponie, ist ebenfalls auf dem neuesten Stand. Eine bereits vorliegende standortbezogene Vorprüfung bringt einen erheblichen Zeitvorteil bei notwendigen Umwelt-Genehmigungsverfahren. Zudem ist Piesteritz als Regionales Güterverkehrszentrum anerkannt.
Optimales Verkehrsnetz
Der Industriestandort Piesteritz liegt an der Schnittstelle von West- und Osteuropa. Die beiden bedeutendsten Bahnmagistralen Ost- und Mitteldeutschlands kreuzen sich in der Lutherstadt Wittenberg. Eine von ihnen sowie eine wichtige Bundesstraße durchqueren sogar das Firmengelände. Neue Zufahrts- und Umgehungsstraßen garantieren einen schnellen Zugang zur nahen Autobahn. Über 30 km Gleisnetz auf dem Chemiegelände ermöglichen einen guten Zugang zur Schiene. Und im werkseigenen Hafen an der Elbe können große Binnenfrachtschiffe mit festen oder flüssigen Produkten beladen werden. Ein besonders wichtiges Argument für Ansiedler ist außerdem die Möglichkeit auf eine maximale Förderquote durch den Staat.
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