Staffelstab-Übergabe bei TÜV SÜD Chemie Service

Gespräch mit Dr. Hans-Nicolaus Rindfleisch, Thomas Walkenhorst und Hans Joachim Machetanz

  • TÜV Süd Chemie Service ist 2005 aus den Eigenüberwachungen von Bayer, Hoechst und Dow hervorgegangen und ist in den vergangenen knapp 12 Jahren weiter gewachsenTÜV Süd Chemie Service ist 2005 aus den Eigenüberwachungen von Bayer, Hoechst und Dow hervorgegangen und ist in den vergangenen knapp 12 Jahren weiter gewachsen
  • TÜV Süd Chemie Service ist 2005 aus den Eigenüberwachungen von Bayer, Hoechst und Dow hervorgegangen und ist in den vergangenen knapp 12 Jahren weiter gewachsen
  • Dr. Hans-Nicolaus Rindfleisch, TÜV SÜD Chemie Service
  • Thomas Walkenhorst, TÜV SÜD Chemie Service
  • Hans Joachim Machetanz, TÜV SÜD Chemie Service

TÜV Süd Chemie Service ist 2005 aus den Eigenüberwachungen von Bayer, Hoechst und Dow hervorgegangen und ist in den vergangenen knapp 12 Jahren weiter gewachsen. Nun hat der bisherige Geschäftsführer Dr. Hans-Nicolaus Rindfleisch den Staffelstab an Thomas Walkenhorst übergeben. Seit dem 1. März führt Walkenhorst den Industriedienstleister und kann dabei auf die Unterstützung von Hans Joachim Machetanz zählen, der zum gleichen Zeitpunkt zum COO berufen wurde. Mit dem CHEManager sprachen sie über den Führungswechsel und die künftige strategische Ausrichtung des Unternehmens. Die Fragen stellte Dr. Michael Reubold.

CHEManager: Herr Dr. Rindfleisch, wie würden Sie rückblickend die Entstehung und Entwicklung von TÜV Süd Chemie Service zusammenfassen?

Dr. H.-N. Rindfleisch: Aus den Fachabteilungen von Bayer, Hoechst und Dow konnten wir ein Unternehmen schaffen, das am Markt für Testing, Inspection und Certification fest etabliert ist. Wir sind tief verwurzelt in der Branche Chemie. Mit 75 Prozent kommt auch heute noch der Großteil unserer Mitarbeiter aus der chemischen Industrie. Wir sprechen die Sprache unserer Kunden und begleiten diese auch in neue Märkte. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt das ganz deutlich: Wir haben unseren Mitarbeiterstamm von 80 auf über 200 ausgebaut und uns in der chemischen Industrie nicht nur in Deutschland, sondern weltweit erfolgreich positioniert.

In welcher Verfassung und unter welchen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen übergeben Sie nun das Unternehmen an Ihren Nachfolger?

Als Full-Service-Provider für die Chemische Industrie sowie die Öl-, Gas- und Prozessindustrie sind wir natürlich eng an die jeweilige Branche gekoppelt. Für die kommenden Jahre gehe ich von einer stabilen Entwicklung aus – sowohl was die Investitionen, als auch was die Verfahren und Technologien betrifft. Heute stehen wir insgesamt gesund da und blicken optimistisch in die Zukunft.

Ein Unternehmen sollte sich alle zehn Jahre erneuern, insofern ist der Zeitpunkt für die Übergabe und den Wechsel günstig und birgt sicher viele Gelegenheiten und Chancen für meine Nachfolger.

Herr Walkenhorst, wie beurteilen Sie die gegenwärtigen Standortbedingungen in Deutschland und wo sehen Sie ggf. Verbesserungsbedarf?

T. Walkenhorst: Im internationalen Vergleich profitieren wir hierzulande natürlich von der Rechts- und Planungssicherheit sowie der Verfügbarkeit hochqualifizierter Mitarbeiter, aber auch von einer sehr guten Infrastruktur – insbesondere in den Chemieparks. Auf der anderen Seite stehen mitunter hohe Rohstoff- und Energiekosten. Diese lassen sich nur teilweise durch eine effizientere Produktion ausgleichen.

Sie bieten das Dienstleistungsportfolio aber nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern an. Wo erwarten Sie die größten Wachstumschancen?

T. Walkenhorst: Asien und hier insbesondere China und Singapur stehen bei uns im Fokus, daneben aber auch Emerging Markets wie Malaysia, Indonesien und Vietnam. Dort verfügen wir über ein enges Netzwerk an Inspektoren und Auditoren, die nach internationalen Standards ausgebildet sind. Von gleichbleibend hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards profitieren dann nicht nur deutsche Anlagenbauer und Komponentenhersteller, die im Ausland produzieren, sondern auch die dortigen Unternehmen. Ein ebenso wichtiger Markt sind die USA, wo wir über TÜV Süd-Tochterunternehmen die Öl- und Gasindustrie mit Prüfleistungen und hochspezialisiertem Projektmanagement unterstützen.

Wie wollen Sie das Unternehmen künftig aufstellen, um an diesem Wachstum zu partizipieren?

T. Walkenhorst: Die größten Wachstumschancen sehen wir bei der Automatisierung und der elektrotechnischen Sicherheit. Insbesondere in den genannten Bereichen suchen wir ständig weitere hochqualifizierte Mitarbeiter. Ein weiterer Punkt ist die Prozesssicherheit, d.h. nicht das Prüfen einzelner Komponenten, sondern die Betrachtung des gesamten Produktionsprozesses. Die Digitalisierung ist ebenfalls ein großer Wachstumstreiber, wo wir sehr gut aufgestellt sind.

Herr Machetanz, wie beurteilen Sie die aktuellen und künftigen Herausforderungen für die internationale Chemie-, Öl- und Gasindustrie und wie können Sie Ihre Kunden dabei unterstützen?

H. J. Machetanz: Ziel unserer Kunden sind wirtschaftliche und nachhaltige Produktionsprozesse. Diese erfordern zuverlässige und leistungsoptimierte Anlagen mit qualitativ hochwertigen Komponenten. Bei der globalen Beschaffung dieser Komponenten ist TÜV Süd Chemie Service ein kompetenter Partner. Unser globales Netzwerk aus Experten trägt dazu bei Schnittstellenprobleme, Qualitätsmängel und Zusatzkosten zu vermeiden. Wir übernehmen mittlerweile in unserem internationalen Netzwerk die komplette Projektorganisation und -abwicklung im Rahmen des Beschaffungsprozesses. Außerdem stehen Planung und Durchführung von Anlagenstillständen unserer europäischen Kunden in unserem Fokus.

 

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