Verband des Industrieservice (WVIS) sieht positiven Trend zu neuen Arbeitsplatzmodellen

Personaldienstleistungen werden im Servicebereich stärker gefragt sein

  • 1. Die Digitalisierung verändert die Arbeitsplätze in den Bereichen vorausschauende Wartung, intelligente Steuerprozesse, zentrale Anlagenüberwachung oder Datenmanagement und Cloud-Technologien.1. Die Digitalisierung verändert die Arbeitsplätze in den Bereichen vorausschauende Wartung, intelligente Steuerprozesse, zentrale Anlagenüberwachung oder Datenmanagement und Cloud-Technologien.
  • 1. Die Digitalisierung verändert die Arbeitsplätze in den Bereichen vorausschauende Wartung, intelligente Steuerprozesse, zentrale Anlagenüberwachung oder Datenmanagement und Cloud-Technologien.
  • 2. Themen wie Datenschutz und -sicherheit müssen vom motivierten Nachwuchs besetzt werden.

Die Branche Industrieservice rechnet mit weiterem Wachstum im Jahr 2018. Dieses Ergebnis erzielte eine Blitzumfrage zum Jahresende 2017 im Kreis der Industrieserviceanbieter, im Auftrag des Wirtschaftsverbands für Industrieservice (WVIS). Damit bestätigte die Branche einmal mehr den bereits anlässlich des Branchenmonitors 2017 prognostizierten Trend zu erheblichen Wachstumspotenzialen bei klassischen Dienstleistungen.

Neben Technischer Reinigung, Instandhaltung und Montagen, werden auch die Personaldienstleistungen im Servicebereich stärker gefragt sein. Größter Treiber des Wachstums bleiben jedoch Aktivitäten im Bereich Industrie 4.0 und Themen wie Datenschutz und Datensicherheit. Grund dafür sind innovative Dienstleistungen und die voranschreitende Digitalisierung. Diese Entwicklung stellt die ohnehin schon sehr personalintensive Branche vor besondere Herausforderungen. Um dem überall grassierenden Fachkräftemangel zu begegnen, den demografischen Wandel zu kompensieren und fehlenden Nachwuchs zu rekrutieren und zu binden, ist ein Wandel in der bisher klar strukturierten und organisierten Arbeitswelt des Industrieservice unvermeidlich.

Industrie und Industrieservice befinden sich bereits mitten in einem ersten Prozess der Veränderung. Mittelfristig wird es zunächst eine Verschiebung beim Bedarf von gewerblichen Kräften hin zu mehr Fachkräften geben. Die voranschreitende Digitalisierung verändert die Arbeitsplätze zudem kontinuierlich, insbesondere in den Bereichen vorausschauende Wartung, intelligente Steuerprozesse, zentrale Anlagenüberwachung oder Datenmanagement und Cloud-Technologien. Nur durch die enge Vernetzung von Dienstleister und Anwender kann den neuen Ansprüchen digitalisierter Arbeitswelten entsprochen werden. Gemeinsames Planen und Handeln, harmonisierte Kontrollen und gegenseitiges Vertrauen sind die neuen Qualitäten, die bei der Zusammenarbeit künftig zugrunde gelegt werden müssen.

Das Thema Fachkräftemangel ist gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich in aller Munde. Auch rund 80% der Branchenunternehmen des Industrieservice schließen sich dem Ruf nach mehr Fachkräften an.

Zuverlässige Mitarbeiter fehlen in allen Bereichen und die Rekrutierung erfahrener Mitarbeiter wird immer schwieriger. Industrie und Industrieservice stehen hier noch in direkter Konkurrenz.
Für den Industrieservice bedeutet dies, eigene Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter anzubieten und so die Konkurrenz- und Mangelsituation mittelfristig zu entspannen. Wer bereits in der Industrie arbeitet, kann sich für den Industrieservice qualifizieren lassen. Daher nimmt der Industrieservice bereits seit längerem eine Vorreiterrolle in Sachen Qualifikation und Weiterbildung ein. Offene Stellen im Service können so schneller besetzt werden, auch auf die Gefahr hin, die für den Eigenbedarf ausgebildeten Fachkräfte später wieder an die Industrie zu verlieren. Trotzdem wird 2018 für den Industrieservice ein weiteres Jahr des Engpasses im Hinblick auf die Beschäftigtenzahlen sein. Der Innovationstreiber muss deshalb an seiner Strategie zur nachhaltigen Ausbildung von Personal für den Eigenbedarf festhalten.

Für die Zukunft mehr selber ausbilden

Tatsächlich bietet der Industrieservice mit mehr als 40 Ausbildungsberufen auch künftigen Fachkräften nachhaltige Karrierechancen und bleibt in der Branche der Beschäftigungsmotor Nr. 1. Der Anreiz für eine Ausbildung in dieser Branche ist für Schulabgänger daher besonders groß. Durch die arbeitsbegleitenden Nach- und Weiterqualifikationen ist eine langandauernde Zukunft in diesem Markt möglich. Die Bindung potentieller Mitarbeiter beginnt bereits in der Berufsorientierungsphase. Maßnahmen wie themenspezifische Unterrichtsmaterialien über Anbieter wie Kiknet.org, die Unterstützung von MINT-Förderprojekten oder die gezielte Ansprache von Auszubildenden bei Recruiting Messen gehören zum Alltag im Personalwesen der Industrieserviceunternehmen.

Für die speziellen Anforderungen im Industrieservice sind Flexibilität sowie Verlässlichkeit beim Einsatz von Arbeitskräften essentiell. Gerade bei digitalisierten Prozessen sind die Einsatzgebiete in großen Unternehmen vielfältig. Die kleinen und mittleren Unternehmen ziehen jedoch rasch nach, um wettbewerbsfähig und für Bewerber interessant zu bleiben. Alle Unternehmen sehen sich dabei mit einer neuen Generation von Mitarbeitern konfrontiert, die nicht Geld und Erfolg als treibende Kräfte haben, sondern eine bisher nicht gekannte Leidenschaft, Probleme des Alltags mit technischen Optionen lösen zu wollen. Im Industrieservice wird daher stark auf Themen wie Life-Work-Balance, Qualitätszeit, Flexible Arbeitszeitmodelle und Arbeitszeiten, die zum Leben passen, gesetzt. Intelligente Personalentwicklung für Menschen ist wichtiger Bestandteil der neuen Strategie.

Von dem Fachwissen und der Motivation dieser neuen Mitarbeitergeneration hängen die spätere Qualität der Auftragserfüllung, die Zufriedenheit des Kunden und damit auch der nachhaltige Erfolg des Unternehmens in erheblichem Maße ab. Flexibilität und Verlässlichkeit in der Arbeitswelt beruhen jedoch auf dem Gegenseitigkeitsprinzip. Das erfordert auch ein Umdenken im Management. Zukunftsverantwortung und der Wille zum kontinuierlichen Wiederholen von Erneuerungsprozessen ist vonnöten, um den Digitalisierungsprozess erfolgreich in bestehenden Systemen zu etablieren und den Wandel zu vollziehen. Hier ist Geld nicht mehr der Zweck des Handelns, sondern nur ein Mittel. Die neue Generation will mitgestalten, anstatt sich auf andere zu verlassen.

Die Vertreter des Industrieservice bewerten den Trend zu neuen Arbeitsplatzmodellen positiv. Mit einem offenen Blick auf zukünftige Herausforderungen und den allgemeinen Fachkräftemangel sollten die Industrieunternehmen daher künftig noch stärker auf Outsourcing setzen. Themen wie Industrie 4.0, Datenschutz und Datensicherheit für die Zukunft müssen nicht aus den eigenen Reihen, sondern vom qualifizierten und motivierten Nachwuchs aus den Dienstleistungsunternehmen besetzt werden. Wer dem Wandel offen gegenübersteht, wird auch weiterhin auf seinen Erfolg in der Industrie bauen können.

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