Industrie 4.0: Wichtige Impulse für den Industrieservice

Mit Industrie 4.0 hat weltweit die nächste industrielle Revolution begonnen. Für die gesamte Industrie sind Chancen und Auswirkungen der Digitalisierung. So wird Industrie 4.0 allein in Deutschland die Prozesslandschaft, aber auch die Geschäftsmodelle grundlegend verändern und zu einer deutlichen Effizienzverbesserung führen. Vor diesem Hintergrund wird sich auch die Rolle des Industrieserviceanbieters wandeln – vom externen Instandhalter hin zum fachübergreifenden Serviceprovider.

Insgesamt wird der Industrieservice im Zuge der Industrie der Zukunft weltweit wichtige Impulse erhalten. Laut dem jetzt vorliegenden WVIS-Branchenmonitor 2016, der erstmals Entwicklungsstand und Handlungsbedarfe des Industrieservice für Industrie 4.0 untersucht hat, sehen die Anbieter von industriellen Dienstleistungen die digitale Industrie als eine Möglichkeit, die Wertschöpfung ihrer Services zu erhöhen – etwa durch vorausschauende Instandhaltung oder durch eine verstärkte Implementierung und Nutzung digitaler Sensorik. „Gerade das vorbeugende Instandhalten sowie Veränderungen der Prozesse beim Kunden unterstützen den Trend, Industrieservice in Kernprozesse einzubinden“, stellt WVIS-Geschäftsführer Dr. Reinhard Maaß fest. „Gleichzeitig führen Vernetzung und Flexibilisierung der Wertschöpfungsketten zu einer engeren Bindung der Kunden an die industriellen Dienstleister.“

Herausforderungen sind groß
Tatsächlich sind Industrieserviceanbieter in puncto vorausschauende Instandhaltung mit innovativen Services bereits am Markt oder entwickeln diese weiter. Ähnlich verhält es sich bei den Themen KPI-Transparenz, Fernwartung, zentrale Anlagenüberwachung, Datenerfassung und Lager/Logistik. Dennoch besteht bei vielen Branchenunternehmen Handlungsbedarf. So räumen fast 60% der vom WVIS befragten Industriedienstleister ein, Industrie 4.0 nur zum Teil mit der richtigen Priorität zu behandeln – oder gar nicht. Marktreife Produkte oder Services entstehen eher projektbezogen oder in Zusammenarbeit mit dem Kunden. Auch wird eine Vielzahl neuer Produkte nicht als eigenständige Dienstleistung angeboten.

Zugleich sind sich die Industrieserviceunternehmen bewusst, dass sich mit der wachsenden Digitalisierung in der Industrie die Ansprüche an ihre Leistungserbringung wandeln.

So ist für 65 Prozent der Teilnehmer des aktuellen WVIS-Branchenmonitors methodische Kompetenz künftig wichtiger als heute. „Industrie 4.0 stellt unsere Branche vor große Herausforderungen“, betont Maaß.

„Neue Geschäftsmodelle sind ebenso erforderlich wie innovative Dienstleistungen. Auch müssen Entwicklungspartnerschaften zwischen Kunden und Industrieserviceanbietern zügig umgesetzt werden. Nicht zuletzt sind die Mitarbeiter bedarfsgerecht zu qualifizieren, da sich ihre Anforderungsprofile nachhaltig verändern.“ Und er fügt hinzu: „Rasches Handeln tut not, um von den Chancen, die die Digitalisierung der Industrie weltweit bietet, nachhaltig zu profitieren.“

Der WVIS hat auf den Megatrend Industrie 4.0 reagiert und Industrieservice 4.0 als eines der zentralen Handlungsfelder der künftigen Verbandsarbeit festgelegt.
 

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