19.09.2016
ThemenLogistik

Chemielieferketten zeit- und kostenoptimieren

Logistikdienstleister Talke mit spezieller Expertise für die chemische und petrochemische Industrie hat sein Lager am Hauptsitz in Hürth mit Datenfunk ausgestattet. In einer weiteren Qualitäts- und Prozessoptimierung wurden kürzlich mehrere Tausend Stellplätze mit auf die neue Technik abgestimmten Etiketten und Schildern von ONK gekennzeichnet.

Eine besondere Herausforderung im Chemiebereich ist die durch die große Vielfalt unterschiedlicher Güter, Sicherheitsrichtlinien, Ladungsträger und Handling-Anforderungen komplexe Lieferkette. Auf insgesamt mehr als 750.000 m² Fläche lagert Talke zahlreiche chemische Stoffe und Produkte. Daten vom WMS zum Lagermitarbeiter und umgekehrt werden mittels Datenfunk in Echtzeit erfasst und übertragen. Für eine schnelle und fehlerfreie Identifikation von mehr als 4.000 Stellplätzen nutzt der Logistikdienstleister barcodierte Schilder und Etiketten von ONK.

Barcodes auch unter schwierigen Bedingungen lesbar
Im Blocklagerbereich z.B. kennzeichnen an der Decke befestigte und dennoch frei hängende Schilder die unterschiedlichen Stellplätze. Damit die witterungs- und abriebfesten Schilder, die in bis zu 6 m Höhe angebracht sind, vom Boden aus besser lesbar sind, hat sie der Schilderhersteller mit einem spitzen Neigungswinkel von 135 Grad gefertigt. Zur Identifikation der auf Freilagerflächen gelagerten festen und flüssigen Stoffe kommen retroreflektierende Etiketten zum Einsatz. Die Reflexfolie wirft auftreffendes Licht weitgehend unabhängig von der Ausrichtung des Reflektors in Richtung Strahlungsquelle zurück und verstärkt das Lichtsignal des Scanners.
Für die stellplatzverwaltete, teilchaotische Lagerstruktur im Regalbereich schließlich nutzt Talke Man-Down-Etiketten zur Kennzeichnung der einzelnen Stellplätze – vor allem in hohen Regalebenen. Die Man-down-Etiketten bestehen aus zwei Etiketten mit jeweils identischer Farbgebung und Barcodes.

Eines der beiden Etiketten ist in der nicht scanbaren Höhe am Lagerplatz angebracht, das andere an der für den Kommissionierer gut erreichbaren Stelle in Sichthöhe. Anders als das obere ist das untere Etikett jedoch kein Einzel-, sondern ein Mehrfachetikett. Es bildet alle Lagerplätze eines Feldes ab, wobei Farbkennzeichnung und Barcode dem jeweiligen Regalfach entsprechen. Damit sich die auf dem Mehrfachetikett direkt nebeneinander abgebildeten Barcodes optimal scannen lassen, sind sie nicht vertikal ausgerichtet, sondern gedreht.
Die mobile Datenerfassung im Zusammenspiel mit den ONK-Kennzeichnungslösungen sollen die Fehlerquote bei der Ein- und Auslagerung zusätzlich reduzieren sowie die Wege im Lager und damit auch die Durchlaufzeiten weiter optimieren und beschleunigen.

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