12.10.2017
ThemenLogistik

Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa (2/17)

Sommerauswertung 2017: Frachtraten im Bulk Tank-Segment deutlich gestiegen

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  • Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa
  • Florian Mägerlein, Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS

Die Sommerauswertung 2017 des Frachtraten-Benchmarkings der Fraunhofer SCS zeigt für den europäischen Straßengüterverkehr im Transportsegment Bulk Tank und für die verpackte Ware im Komplettladungsbereich (FTL) eine klare Steigerung der Frachtraten, für den Teilladungsbereich (LTL) sieht das Bild gemischter aus.

Während das Bulk Tank-Segment in der letzten Auswertung noch der Bereich mit dem größten Preisrückgang (-0,6 %) war, ziehen die Frachtraten hier diesmal besonders deutlich an. Die durchschnittliche Steigerung von +1,3 % wird vor allem von Touren, die in den Benelux-Ländern starten, nach oben getrieben: So ergibt sich für die Verbindungen Benelux-Frankreich und Benelux-Italien ein Anstieg von über +3 %. Doch auch alle anderen betrachteten Länderrelationen weisen ein Wachstum der Raten auf.

Für das FTL-Segment (-0,1 % im vorherigen Halbjahr) erhöhen sich die Frachtraten durchschnittlich um +1,1 %. Diese Entwicklung wird (wie die der anderen Segmente auch) u.a. durch den gestiegenen Dieselpreis getrieben. War die vorherige Periode noch Wendepunkt des Dieselpreisverlaufs (+2 % nach mehreren Perioden des Rückgangs), nimmt dessen Entwicklung nun deutlich an Fahrt auf: +7,8 % innerhalb der aktuellen Auswertungsperiode. Zusätzlich ist der Index der relevanten Erzeugerpreise mit +3,6 % überdurchschnittlich stark gestiegen. Dennoch können für das FTL-Segment auch Länderrelationen ausgemacht werden, für die sich die Frachtraten reduziert haben (z.B. DE-CH und FR-DE).

Im Teilladungsbereich gibt es mit dem LTL(2,0 t)-Segment einen Bereich, für den die Frachtraten insgesamt gefallen sind. In der letzten Auswertung noch das Segment mit der größten Steigerung (+1,2 %), ist es nun der einzige Index, der – die Verläufe der Frachtraten über alle betrachteten europäischen Länder aggregiert – mit -0,2 % eine rückläufige Entwicklung ausweist. Für die anderen Teilladungssegmente ergibt sich jeweils eine ähnliche Steigerung wie in der Vorperiode, mit +0,6 % für LTL(7,5 t) bzw. +0,4 % für LTL(0,5 t).

In der CHEManager-Ausgabe 5/2018 erwarten Sie die aktuellen Benchmarking-Ergebnisse der nächsten Auswertung.


Frachten-Benchmarking Chemie

Das Fraunhofer SCS Frachten-Benchmarking besteht seit 2005 und ermöglicht seinen Teilnehmern einen detaillierten und anonymen Vergleich ihrer Frachtraten für den Lkw-Transport chemischer Güter in Europa.

Hierdurch werden Marktentwicklungen und durchschnittliche Frachtraten auf nationaler wie auch regionaler Basis transparent gemacht und können im Unternehmenscontrolling sowie in Verhandlungen genutzt werden. In der vorliegenden Kolumne werden halbjährlich aggregierte Entwicklungstrends verschiedener Transportsegmente für die CHEManager-Leser veröffentlicht.

Das SCS Frachten-Benchmarking Chemie wird als offener Arbeitskreis geführt und kann durch geeignete Unternehmen erweitert werden.

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