13.10.2016
ThemenLogistik

Pharmalogistik-Expertise kommt im Pharmamarkt an

Pharmaserv Logistics positioniert sich mit spezialisierten Pharmalogistik-Dienstleistungen für temperatursensible und hochpreisi

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  • Nach nur fünf Monaten der Inbetriebnahme des dritten Lagerabschnittes war im August 2016 bereits ein Lagerfüllgrad von gut 60% erreicht. ©Pharmaserv Logistics

In einem gesättigten Markt Wachstum zu erreichen, ist eine besondere Herausforderung. Um spezialisierte Pharmalogistik-Dienstleistungen für temperatursensible und hochpreisige Fertigarzneimittel noch klarer am Markt positionieren zu können, hatte Pharmaserv die Kategoriemarke „Pharmaserv Logistics“ eingeführt.

Zunächst galt es, unterschiedliche Zielkunden – von Biotech-Startups bis zu Weltmarken - flexibel zu bedienen. Hierzu richtete das junge Unternehmen die sogenannte „Biotech Distribution Platform“ ein, die modulare Logistiklösungen wie „temperaturgeführte Exporte“, „European Distribution“ oder „Pre-Wholesale-Lösungen“ bietet. Hand in Hand damit gingen Investitionen in die eigene Infrastruktur: die wichtigste hierunter war die Errichtung des „Central Pharma Distribution Center“ im Rahmen eines dritten Bauabschnitts.

Im ambienten Bereich des zweiten Bauabschnittes des Centers erlauben z.B. Rollenbettbahnen, alle gängigen aktiven Luftfrachtcontainer direkt aus dem Lager heraus zu packen, sichern und zu verschicken. Mit der Abwicklung über das „Central Pharma Distribution Center“ reduzieren sich die Schnittstellen in der Luftfrachtkette und unterstützen effizient die Luftfrachtabwicklung. Diese macht mittlerweile ca. 45% der Outbound-Sendungen aus.

Im August 2016, nach nur fünf Monaten der Inbetriebnahme des dritten Lagerabschnittes, hatte dieser neue Bauabschnitt bereits einen Lagerfüllgrad von gut 60% erreicht. Ebenso mussten aufgrund der hohen Marktnachfrage Teile des alten 15°-25°C-Lagers auf eine Lagerung bei 2°-8°C umgerüstet werden. Diese zusätzlichen Kaltplätze erhöhten das Gesamtangebot im 2°-8°C-Bereich auf knapp 2.200 Stellplätze.

Pharmalogistikleistungen sind gefragt

Kürzlich ließ sich erfolgreich ein Impfstoffhersteller aus Großbritannien als Neukunde gewinnen. Er ruft nun ein breites Spektrum an Logistikleistungen ab, wie beispielweise die Vorholung der Ware vom Lohnhersteller, die Zentrallagerung, die auftragsspezifische Kommissionierung und Verpackung sowie den internationalen Versand der Ware, ausschließlich aktiv-gekühlt per LKW oder Luftfracht.

Weitere, teils kleinere Kunden konnten ebenfalls implementiert werden. Pharmaserv Logistics ermöglicht seinen unterschiedlichen Neukunden u.a. die Lagerung von klinischen Prüfpräparaten oder Rückstellmustern, die Lagerung von pharmazeutischen Produkten bei 2°-8°C und 15°-25°C oder die luftfrachtabwicklungsbedingte Zwischenlagerung inklusive Luftfrachtverpackung und Versand.

Doch der Erfolg kam nicht von alleine. Neben der Anbahnung persönlicher Kontakte war die marketingseitige bzw. mediale Unterstützung wichtig. Heute verfügt der Pharmalogistiker bereits über ein beachtliches Kunden-Portfolio. „In nur 18 Monaten konnten wir rund 100 Anfragen mit einem geschätzten Gesamtvolumen von über 15 Mio. Euro generieren“, so Manuel Papstein, zuständig für das Business Development bei Pharmaserv Logistics. Jedoch hat nicht jede Anfrage zum Leistungsportfolio oder zur aktuellen Ausrichtung gepasst. Die „lessons learned“ aus diesem Marktspiegel wurden aktiv analysiert und in die Anpassung der Wachstums- bzw. Markenstrategie integriert.

Künftig soll nach außen noch klarerer kommuniziert werden, dass Pharmaserv Logistics derzeit Pharmatransporte nur für Lagerkunden aus dem Central Pharma Distribution Center heraus anbietet. Mit dem eigenen GDP-konformen Transport-Netzwerk dedizierter Partner wird die europäische Distribution per LKW vorgenommen. Dies erfolgt vom Paket über Stückgut bis zum Full-Truck.

Internationalisierung beherrscht den Markt

Neben den Vorbehalten gegenüber einem neuen Marktteilnehmer musste sich der Pharmalogistiker auch den Herausforderungen einer zunehmenden Internationalisierung stellen. Regulatorische, rechtliche aber auch kulturelle Aspekte galt es zu bewältigen. Je nach Ursprungsland des potentiellen Auftraggebers bzw. Neukunden stellten sich andere, neue Anforderungen. Durch die gute Zusammenarbeit mit den Zentralfunktionen Recht, Quality, Technik und IT konnten diese zielführend gelöst werden. „Die Herausforderungen im internationalen Geschäft hatten und haben es in sich. Vielleicht sogar etwas mehr als wir es erwartet hatten. Aber ich denke, es spricht für uns, dass wir in diesem schwierigen Marktumfeld erfolgreich angekommen sind“, äußert sich Dr. Martin Egger, Leiter der Pharmaserv Logistics.

Dank der guten Marktnachfrage kann sich das Unternehmen bereits mit weiteren Wachstumsprojekten beschäftigen. So stehen der Neubau eines weiteren Kühllagers bei 2°-8°C sowie der Bau eines GMP-konformen Gefahrstofflagers für Roh-, Hilfs- oder Wirkstoffe zur Debatte.

„Wir sind gespannt, wo uns die Marktnachfrage in den nächsten Jahren hinführt. Auf jeden Fall freuen wir uns auf das gemeinsame Wachstum und die gemeinsame Weiterentwicklung mit unseren Bestands- und weiteren Neukunden“, bringt es Dr. Egger abschließend auf den Punkt. (sa)

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