11.01.2018
ThemenLogistik

Pharmatransporte mit 24/7-Monitoring für effektive Gefahrenabwehr

Pharmaspediteur Transco arbeitet in Transportüberwachung mit Monitoringspezialist TCS

  • Echtzeit-Monitoring der Transco-Transporte in der Überwachungszentrale von TCS; © Bruno LukasEchtzeit-Monitoring der Transco-Transporte in der Überwachungszentrale von TCS; © Bruno Lukas
  • Echtzeit-Monitoring der Transco-Transporte in der Überwachungszentrale von TCS; © Bruno Lukas
  • Echtzeit-Überwachung der Temperatur im Laderaum; © tcs thermo control services GmbH

Temperierte Pharmatransporte im Lkw-Fernverkehr gehören seit der 2013 novellierten GDP-Richtlinie zum Branchenstandard – nicht jedoch die Thematik Transportsicherheit . Dabei können durch ein konsequentes Live-Monitoring nicht nur die Anzahl von Problemen reduziert, sondern auch die Reaktionszeit um ein Vielfaches beschleunigt werden. Auch der zunehmenden Gefahr durch Diebstahl lässt sich dadurch begegnen.

Zu den ersten deutschen Pharmaspeditionen, die ihre Trailer durchgehend überwachen lassen, gehört Transco Berlin Brandenburg. Der Logistiker setzt schon seit 2012 auf den Monitoring-Spezialisten TCS thermo control services. Transco hat seine Logistik-Prozesse früh digitalisiert, in Telematik sowie Sicherheits-Equipment investiert und damit die technische Basis für eine Echtzeit-Überwachung gelegt.

Sichere Überwachung der Route Berlin-Moskau
Eine 365-Tage-Fernüberwachung rd. um die Uhr hat Transco u.a. auf der Relation Berlin-Moskau eingeführt. Die Fünf-Jahres-Bilanz der überwachten Pharmatransporte kann sich laut Transco-Geschäftsführer Thomas Schleife sehen lassen: „Bis auf einige wenige Fälle mit geringfügigen Technik-Problemen sind die Transporte reibungslos verlaufen. Entscheidend ist jedoch, dass wir die Fahrzeuge zu jedem Zeitpunkt auf dem Schirm haben. Dadurch können wir gerade bei größeren möglichen Problemen während des Transportes, wo der Faktor Zeit eine große Rolle spielt, sofort handeln.“
Eine Einschätzung, die auch Fabian Schug, der zuständige Projektleiter bei TCS bestätigt. „Das Monitoring sorgt für den nötigen Überblick. Dies gilt gerade bei schwierigen Relationen wie Berlin-Moskau mit teils extremen Witterungsverhältnissen und langen Fahrphasen durch entlegene Gebiete ohne Infrastruktur.

In Kombination mit einem Interventionsplan und definierten Service-Points wie Werkstätten und Kühlhäusern erhöht die Überwachung die Transportsicherheit maßgeblich.“
Durch die minutengenaue Echtzeit-Überwachung der Laderaum-Temperatur, des Tür-Status und der genauen GPS-Position des Sattelzuges werden Abweichungen von Temperatur und Route sowie ungeplante Türöffnungen von der Sensorik umgehend registriert. Das System löst Alarm aus.

Gute Vorbereitung und Maßnahmenplanung
Aufgrund der sehr anspruchsvollen Route betrug die Vorbereitungsphase für dieses Pilot-Projekt lt. Schug mehrere Monate. Beide Partner definierten in einem 30-seitigen Interventionsplan exakt mögliche Schadens-Szenarien und vereinbarten ein strukturiertes Vorgehen mit klaren Maßnahmen. Die Fahrer wurden gemäß GDP-Richtlinie umfangreich geschult, das Equipment gemäß GDP qualifiziert und die Logistik-Prozesse genau dokumentiert.
Der Status der Kühlmaschine und Türkontakt-Sensorik, die Laderaum-Temperatur und die GPS-Position werden über die Telematik in Echtzeit an die Überwachungs-Software von TCS übermittelt. Nur die konsequente Nutzung der Vorteile und technischen Möglichkeiten der digitalisierten Logistik machen die Realtime-Gefahrenabwehr möglich.
Hierzu Schleife: „Digitalisierung, Apps und Startups sind zwar in aller Munde und gelten als Mega-Trend. Logistiker können jedoch nur dann davon profitieren, wenn sie die vorhandene Technik überlegt, wirtschaftlich und nutzbringend in ihre Prozesse integrieren.“
Das Transco-Team ist überzeugt davon, dass nur die Kombination von High-Tech-Fahrzeug-Equipment, einer aktiven Fernüberwachung mit gewissenhafter Prozess-Führung und Dokumentation die von der GDP geforderte Transportqualität und -sicherheit gewährleisten – und damit auch den physischen Schutz der Pharmaprodukte. Der Logistiker bindet deshalb auch externe Dienstleister, etwa Fuhrunternehmer, in das Qualitätsmanagement ein. Diese werden im Rahmen regelmäßiger Lieferantenqualifizierung vor Ort beim Unternehmer auditiert.
 

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