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Maricruz Sanchez-Sanchez erhält Jochen-Block-Preis 2017

Erfolgreiche Grundlagenforschung mit industrieller Wirkung

22.03.2017 -

Der Jochen-Block-Preis der Deutschen Gesellschaft für Katalyse 2017 geht an Dr. Maricruz Sanchez-Sanchez von der Technischen Universität München. Damit werden ihre herausragenden Beiträge zum Verständnis der katalytischen Umsetzung von kurzkettigen Kohlenwasserstoffen zu Wertprodukten ausgezeichnet.

Der Jochen-Block-Preis, mit dem Leistungen von Nachwuchswissenschaftlern gewürdigt werden, ist mit 3.000 EUR dotiert und wurde im Rahmen des 50. Jahrestreffens Deutscher Katalytiker im März 2017 in Weimar verliehen.

Maricruz Sanchez-Sanchez beschäftigt sich vor allem mit der oxidativen Aktivierung leichter Alkane einschließlich Methan, deren Umsetzung in nanoporösen Festkörpern und der Synthese leichter Alkene aus Methanol. Dabei verknüpft sie verschiedene Analysemethoden, um die Mechanismen katalytischer Umsetzungen zu erforschen; dadurch wird unter anderem die gezielte Synthese besonders leistungsfähiger Katalysatoren möglich. So gelang ihr unter anderem, den Zusammenhang zwischen der Morphologie der Katalysatoroberfläche und der Konzentration aktiver Zentren bei der selektiven oxidativen Dehydrierung von Ethan aufzuklären. Diese Erkenntnisse lassen sich in der Synthese von Katalysatoren einsetzen, um deren Aktivität gezielt zu erhöhen.

Weitere Arbeiten von Maricruz Sanchez-Sanchez zielen darauf, katalytisch aktive Zentren von Enzymen in heterogenen Katalysatoren nachzuempfinden, um Methan selektiv zu Methanol umzuwandeln. Dabei schlägt sie den Bogen von der Grundlagenforschung zur Anwendung; eine ganze Reihe von Industriepartnerschaften belegt die praktische Relevanz ihrer Forschungsarbeiten. Die Jury-Entscheidung berücksichtigte nicht nur die außerordentliche Kreativität der jungen Forscherin, sondern auch ihre Fähigkeit, unterschiedliche Forschungskulturen aus Universität und Industrie miteinander in Einklang zu bringen.

Maricruz Sanchez-Sanchez, geboren 1979, studierte Chemieingenieurwesen an der Universität Granada (Spanien) und schloss 2008 ihre Promotion an der Universidad Autonoma de Madrid ab. Nach einem zweijährigen Post-Doc-Aufenthalt am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin wechselte sie 2012 an die TU München, wo sie derzeit an ihrer Habilitation arbeitet.