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Wacker erweitert Keten-Verbund in Burghausen

25.04.2017 -

Wacker Biosolutions, die Life Science- und Biotechnologie-Sparte des Konzerns, stärkt ihre Keten-Verbundproduktion am Standort Burghausen in Deutschland. Der Münchner Chemiekonzern errichtet dazu einen weiteren Reaktor zur Herstellung von Isopropenylacetat (IPA) mit einer Kapazität von 2.500 t/a. IPA ist ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Acetylaceton (AcAc), das in zahlreichen Anwendungen zum Einsatz kommt, von Life-Science-Produkten bis hin zu Bau- und Automobil-Anwendungen. Für den Ausbau der Produktion sind Investitionen von knapp 2 Mio. EUR vorgesehen. Die Anlage soll voraussichtlich im 2. Halbjahr 2017 fertiggestellt werden. Darüber hinaus übernimmt der Konzern im April von Acetonate den Vertrieb für die Feinchemikalie Calcium-Acetylacetonat, einem Folgeprodukt von AcAc, und rundet damit den bestehenden Keten-Verbund in Burghausen ab.

„Der neue IPA-Reaktor ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung unseres Keten-Verbunds in Burghausen“, begründete Vorstandsmitglied Auguste Willems die Investition. „Die Erweiterung ist Teil unserer Strategie, den Anteil von Spezialitäten an unserem Gesamtgeschäft zu steigern und so weiter profitabel zu wachsen. Diese Ausbaumaßnahme und die Vertriebspartnerschaft mit Acetonate stärken unsere Position als ein führender Hersteller von Feinchemikalien für unterschiedlichste Branchen – von Pharmaprodukten bis hin zu industriellen Anwendungen im Kunststoffbereich.“

Die neue Anlage ist eine wichtige Ergänzung in der Wertschöpfungskette am Standort Burghausen. In der ineinandergreifenden Verbundproduktion entstehen so aus Essigsäure zuerst Keten, im nächsten Schritt Isopropenylacetat und daraus dann Acetylaceton. IPA und AcAc finden beide als Synthesebausteine in zahlreichen Industrien Verwendung, von Pharmawirkstoffen bis hin zu Speziallacken für Automobile.

Zur weiteren Stärkung der Verbundproduktion und Vorwärtsintegration übernimmt der Konzern zudem im April das Geschäft mit der Feinchemikalie Calcium-Acetylacetonat (Ca-AcAc) von Acetonate in Greiz. Das Unternehmen wird weiter im Auftrag Ca-AcAc produzieren, der Münchner Chemiekonzern übernimmt jedoch den Vertrieb der gesamten Produktionsmenge von rund 900 t/a.