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Siemens und Evonik vereinbaren eine Technologiepartnerschaft zum Datenmanagement in Comos

13.06.2018 -

Siemens und Evonik schließen eine Technologiepartnerschaft. Ziel ist die Entwicklung und Integration eines Asset-Lifecycle-Datenmodells in die Siemens-Softwarelösung Comos. Das Asset-Lifecycle-Datenmodell wurde von Evonik auf Basis des internationalen Standards DEXPI, ISO 15956 und weiterer international gültiger Normen definiert. Es deckt dabei die für Chemieindustrieanlagen relevanten Elemente und Strukturen in einem durchgängigen Datenmodell über den gesamten Lebenszyklus ab – von der Produktentwicklung über Anlagenplanung und -betrieb bis schließlich zur Stilllegung. Siemens und Evonik entwickeln die Anwendung zur softwareseitigen Unterstützung des gesamten Engineering- und Operation-Prozesses. Die Ergebnisse dieser Kooperation werden dabei Bestandteil desComos Software-Portfolios.

„Ich freue mich, dass wir unsere langjährige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehung nun weiter vertiefen und zu einer technologischen Partnerschaft ausbauen“, so Eckard Eberle, CEO der Business Unit Process Automation (PD PA) und Leiter des Siemens-Messestandes auf der Achema 2018. „Diese Partnerschaft unterstützt auch die Digitalisierungsstrategie rund um das Digital Enterprise von Siemens für die Prozessindustrie.“ Wilhelm Otten, Head of Process Technology & Engineering, Evonik Technology & Infrastructure, ist sicher: „Siemens ist für uns der geeignete Partner, um uns weltweit technologisch und applikativ bei der Abbildung unseres Datenmodells zu unterstützen.“

Die von beiden Unternehmen gemeinsam zu entwickelnde Anwendung basiert auf der Engineering-Plattform Comos und nutzt dabei das gesamte Evonik-Datenmodell, das die erforderlichen Funktionalitäten und den entsprechenden Datenumfang abdeckt. Dazu zählen auch die Eingangsschnittstellen für die Daten, die durch vorgelagerte Prozess-Simulationen oder andere Schritte der Verfahrensentwicklung generiert werden. Das heißt, Comos bietet als Engineering-Plattform alle Möglichkeiten, um die für das Datenmodell benötige Durchgängigkeit, Flexibilität und Funktionalität erfolgreich abzubilden. Dabei wird die Durchgängigkeit in Comos durch die Objektorientierung der Software sichergestellt. Als Objekte gelten alle grafischen und datentechischen Darstellungen eines Anlagenbauteils. Zugehörige Datenblätter, Listen und andere Dokumente sind direkt mit den entsprechenden Objekten verknüpft. Die Flexibilität von Comos basiert auf der offenen Systemarchitektur, wordurch Comos sich an kundenspezifische Anforderungen anpassen und an Fremdsysteme anbinden lässt.