Logistik & Supply Chain

Neues Gefahrstofflager - ein wichtiger Meilenstein

Infraserv Logistics steigert Effizienz und Kundenservice durch Prozess-Digitalisierung

14.07.2021 - Das neue Gefahrstofflager im Industriepark Höchst wächst.

Nachdem die Arbeiten im ersten Quartal 2021 begonnen hatten und im April der symbolische erste Spatenstich für dieses Großprojekt erfolgte, hat das Gebäude in den letzten Wochen Formen angenommen. Die Montage der Stahlbeton-Fertigteile ist nahezu beendet, die Anbringung der Fassadenelemente hat auch bereits begonnen. Wenn das Dach geschlossen wurde, kann der Innenausbau beginnen. Die Fertigstellung ist im Sommer nächsten Jahres vorgesehen.

„Wir liegen voll im Zeitplan“, berichtet Klaus Alberti, Geschäftsführer der Infraserv Logistics. Mit dem Lagerneubau erweitert das Unternehmen für die Kunden das Angebot zur Lagerung von Gefahrstoffen. Dem Industriepark Höchst, Forschungs- und Produktionsstandort von mehr als 90 Unternehmen mit rund 22.000 Mitarbeitern, aber auch dem Wirtschaftsraum Rhein-Main, steht künftig über eines der größten und modernsten Gefahrstofflager der Region mit einem breiten Genehmigungsspektrum zur Verfügung.

Bauherr ist die Standortbetreibergesellschaft Infraserv Höchst, die rund 35 Mio. EUR in das Projekt investiert. Für den Betrieb und die Vermarktung des neuen Gefahrstofflagers ist Infraserv Logistics verantwortlich. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft von Infraserv Höchst bietet eine breite Palette an Logistikdienstleistungen an, von Lagerung und Transport über Schulungs- und Beratungsleistungen bis hin zu Services aus dem Zollbereich. Der Lagerneubau ersetzt und erweitert die bestehenden Gefahrstofflagerkapazitäten im Industriepark Höchst.

 

„Im neuen Lager wollen wir manuelle Prozesse vollständig eliminieren.“

Klaus Alberti, Geschäftsführer, Infraserv Logistics

 

Technologisch auf dem neuesten Stand

Mit der Inbetriebnahme des neuen Lagers, das technologisch auf dem neuesten Stand sein wird, kommt auch ein neues Lagerverwaltungsprogramm zum Einsatz, das erhebliche Chancen für eine weitreichende Digitalisierung von Prozessen bietet. „Wenn wir das neue Lager in Betrieb nehmen, wollen wir manuelle Prozesse vollständig eliminieren. Außerdem können wir die Schnittstellen zu den Kunden sowie die Prozesse zwischen Produktion, Lager und Distribution noch transparenter, kundenorientierter, wettbewerbsfähiger gestalten“, erklärt Alberti.

Abläufe werden durchgängig digitalisiert, das System übernimmt selbstständig Priorisierungen. Durch systemlesbare Informationen entfallen verschiedene Zwischenschritte, Kunden können noch schneller den aktuellen Status von Warenbewegungen nachverfolgen und die Mitarbeiter im Lager erhalten über die mobilen Endgeräte, die bereits im Einsatz sind, künftig noch mehr Informationen wie bspw. produktspezifische Sicherheitsdaten.

„Wir nutzen die mit dem Neubau des Lagers verbundenen Möglichkeiten, unsere Prozesse noch weiter zu digitalisieren, damit auch zu optimieren und den Kunden über neue technologische Möglichkeiten zusätzliche Services zu bieten, beispielsweise einen weltweit digitalisierten Musterversand“, sagt Andreas Brockmeyer, gemeinsam mit Klaus Alberti Geschäftsführer der Infraserv Logistics.

Das Unternehmen erbringt im Industriepark Höchst und an zwei weiteren Standorten viele wertschöpfende Logistikservices für Kunden, die überwiegend aus der Chemie-, Pharma- und Health Care-­Branche kommen. Das neue Lagerverwaltungsprogramm wird an allen Standorten eingeführt, so dass die Prozesse nicht nur im Industriepark Höchst effizienter werden.

 

Mehr Sicherheit für die Kunden

Auch in Bezug auf die Sicherheits­technik setzt das neue Gefahrstofflager im Industriepark Höchst neue Maßstäbe. So wird u.a. eine Schaumlöschanlage mit Schwerschaum für die Bodenbeschäumung und Leichtschaum für die Ausschäumung weiterer Lagerabschnitte eingebaut. Im Ernstfall kann so innerhalb weniger Minuten ein kompletter Brandabschnitt geschäumt werden, um einen Brand schnellstmöglich zu löschen.

Zur Erkennung von Bränden werden eine Rauchansauganlage in Kombination mit Punkt/Wärmemeldern installiert. Eine Alarmierung geht automatisch auch in der Gefahrenabwehrmeldezentrale des Industrieparks Höchst ein, die rund um die Uhr besetzt ist. Natürlich ist auch die mit verschiedenen Spezialfahrzeugen ausgestattete und speziell qualifizierte Werkfeuerwehr von Infraserv Höchst 365 Tage im Jahr und 24 Stunden pro Tag einsatzbereit. Eine der beiden Feuerwehrwachen des Industrieparks befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Standort des neuen Gefahrstofflagers – mehr Sicherheit geht nicht.

„Der Industriepark Höchst ist mit der vorhandenen Sicherheitsin­frastruktur, dem Trimodalport, den ausgezeichneten Verkehrsanbindungen und der zentralen Lage ein optimaler Standort für ein europäisches Zentrallager für Gefahrstoffe“, sagt Brockmeyer.

 

„Lagerneubau ist ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung des Standortes.“

Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung, Infraserv Höchst

 

Wichtiger Bestandteil der logistischen Infrastruktur

Der Neubau wird 240 m lang, 75 m breit, und 15 m hoch. Auf einer Grundfläche von 16.500 m² bietet das neue Lager insgesamt rund 21.500 Palettenlagerplätze. Mehrere Lagerabschnitte sind speziell für eine temperaturgeführte Lagerung von Chemie-, Pharma- und Health Care-Produkten vorgesehen. Hier können zukünftig Gefahrstoffe, pharmazeutische oder andere Produkte im Temperaturbereich von 2° bis 8 °C bzw. im Bereich zwischen 15 °C und 25 °C gelagert werden. Die Genehmigung für den Neubau im Industriepark Höchst erstreckt sich auf ein sehr breites Spektrum von Gefahrstoffen (Lagerklasse 2 – 6, 8 – 13 mit WGK 1 – 3).  

Auch Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst, freut sich auf die Inbetriebnahme des neuen Lagergebäudes: „Ein großer dynamischer Standort wie der Industriepark Höchst braucht ein leistungsfähiges Gefahrstofflager. Der Lagerneubau ist ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung des Standorts, durch den auch die Wettbewerbsposition von Infraserv Logistics nachhaltig gestärkt wird.“

 

„Ein Optimaler Standort für ein europäisches Zentrallager für Gefahrstoffe.“

Andreas Brockmeyer, Geschäftsführer, Infraserv Logistics

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