23.10.2014
Events

Technische Akademie Esslingen: Gefährdungsbeurteilungen für Anlagen, in denen Biozide eingesetzt werden

Der Legionellen-Fall „Warstein" hat deutlich gemacht, dass in breiten Anwenderkreisen in Gewerbe und Industrie unbekannt ist, welche Gefährdung von einer Anlage ausgehen kann (zwei Tote in Warstein 2013, neun Tote in Ulm 2010), in der eigentlich nur Wasser gekühlt wird. Legionellen, Pseudomaden und Schimmelpilze und viele andere humanpathogene Mikroorganismen können immer in wasser-basierten Systemen „leben", unter für sie günstigen Bedingungen können sie wachsen und sich vermehren.

Viele Betreiber von Anlagen, in denen Mikroorganismen wachsen können, setzen Chemikalien/Mikrobiozide zur Desinfektion und Konservierung ein. Da die Bekämpfung der Mikroorganismen aber selten zu 100% gelingt,handelt es sich dabei um Anlagen, von der Gesundheitsgefährdungen ausgehen können, und für die nach der Biostoffverordnung Gefährdungsanalysen und geeignete Maßnahmenpläne zu erstellen sind.
Den rechtlichen Rahmen liefert § 319 Strafgesetzbuch, in dem zusammengefasst steht,dass ...wer bei Planung, Leitung oder Ausführung eines Baues oder in Ausübung eines Berufs oder Gewerbes bei der Planung, Leitung oder Ausführung eines Vorhabens, technische Einrichtungen in ein Bauwerk einzubauen oder eingebaute Einrichtungen dieser Art zu ändern, gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik verstößt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen gefährdet, wird ...

Im Rahmen der Veranstaltung erfahren Sie mehr über diese Mikroorganismen, mehr über Bioreaktoren, die keine sein sollen, und Sie bekommen diverse Gefährdungsanalysen, Gefährdungsbeurteilungen und Maßnahmenpläne vorgestellt.

Weitere Informationen zum Thema und zur Teilnahme.

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