Chemiestudium und Promotion

(CHEManager 01/2019)     Über 7.000 Studienanfänger in der Chemie     Chemie als Studiengang mit Bachelor- oder Master­abschluss kann in Deutschland an 54 Universitäten und Technischen Hochschulen studiert werden. Sechs Hochschulen bieten den Studiengang Wirtschaftschemie an. Neu hinzugekommen im Jahr 2017 ist der Studiengang Wirtschaftschemie in Regensburg. 2017 begannen nach einer Erhebung der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) insgesamt 7.174 Anfänger ihr Chemiestudium. lm Vergleich zum Vorjahr (7.019) ist der Wert wieder gestiegen, hat jedoch den Höchststand von 2015 noch nicht wieder erreicht. 42 % der Studienanfänger in der Chemie waren Frauen und 12 % Ausländer.

Umstellung auf Bachelor-Studiengänge abgeschlossen     Für das Jahr 2017 meldeten die Universitäten 2.486 Absolventen, die den Bachelorstudiengang in der Chemie erfolgreich beendet haben. Damit ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Die Umstellung auf Bachelor-Studiengänge scheint nun im Wesentlichen abgeschlossen zu sein. Zu den auslaufenden Diplom-Studiengängen wurden 2017 noch 2 Vordiplom- und 73 Diplomabsolventen gemeldet. Diese Zahlen sind jedoch nach Angaben der GDCh nicht vollständig, da einige Universitäten keine Daten mehr zu Diplom-Studiengängen lieferten. Die Zahl der Chemie-Masterabschlüsse steigt weiterhin an, und zwar zuletzt von 2.297 auf 2.444 im Jahr 2017. Der Ausländeranteil bei den Masterabsolventen lag bei 10 %.

86 % der Chemiestudenten beginnen eine Promotion     Nach Angaben der GDCh begannen im Jahr 2017 86 % der Chemie-Masterabsolventen sofort mit der Promotion. Bei den früheren Chemie-Diplomabsolventen belief sich dieser Wert im langjährigen Mittel bei rund 90 %. Zwei Drittel (67 %) der Absolventen starteten die Promotion an der gleichen Hochschule, 16 % wechselten die Hochschule und 2 % begannen eine Promotion in einem anderen Studienfach.

Knapp 11 % starteten ohne Promotion ins Berufs­leben, von diesen gingen 44 % in die chemische Industrie, 36 % in die übrige Wirtschaft und knapp 8 % in den öffentlichen Dienst. Lediglich 6 % fanden eine Anstellung (ohne Promotionsstelle) an einer Hochschule oder einem Forschungsinstitut.

Ein Drittel der Promovierten geht in die Chemiebranche     Im Jahr 2017 wurden etwa 35 % (2016: 33 %) der frisch promovierten Chemiker in der chemischen und pharmazeutischen Industrie eingestellt. Weitere 11 % (2016: 10 %) traten eine Stelle in anderen Wirtschaftsbranchen an. 12 % gingen nach der Promotion zunächst ins Ausland, in den meisten Fällen zu einem Postdoc-Aufenthalt. Der Anteil derer, die nach der Promotion an einer Hochschule oder einem Forschungsinstitut blieben, lag bei rund 4 %. In den öffentlichen Dienst gingen 4,3 % der Absolventen und 20 % der promovierten Absolventen kamen zunächst in einer befristeten Stelle in der Industrie, einem Forschungsinstitut oder einer Hochschule im Inland unter.

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