CHEMonitor Digitalisierung

Verhalten positive Bewertung des Standortfaktors Digitalisierung     Während 90 % der befragten Chemiemanager bei der CHEMonitor-Befragung vom Oktober 2016 den Standort Deutschland mit „sehr gut“ oder „gut“ bewerteten, lag dieser Anteil für den erstmals abgefragten Standortfaktor Digitalisierung nur bei 58 %. Damit reiht sie sich die Digitalisierung im unteren Mittelfeld der Standortfaktoren für die deutsche Chemieindustrie ein, vor den Schlusslichtern Arbeitskosten (25 %), Unternehmensbesteuerung (18 %) und Energiekosten (11 %). Besonders positiv schätzen die Chemiemanager den Standort Deutschland in Bezug auf die Qualität von Forschung und Entwicklung ein, die 93 % mit der Befragten mit „sehr gut“ oder „gut“ bewerten.

Steigender Anteil an Chemieunternehmen nutzt digitale Technologien     Bei der Befragung vom Oktober 2016 gaben drei Viertel der befragten Chemiemanager an, ihr Unternehmen setze vorhandene digitale Technologien ein bzw. verstehe sich sogar als Innovator bzw. Treiber in Bezug auf diese Technologien (59 % bzw. 16 %). Ein knappes Viertel „entwickelt konkrete Konzepte“ oder „beobachtet die Entwicklungen“ (7 % und 16 %). Im Vergleich zur gleichen Umfrage vom Oktober 2015 – bei der der Anteil von Nutzern und Innovatoren von digitaler Technologien noch bei 29 % lag – zeigt sich damit eine deutliche Verschiebung von einer eher passiven Position der Chemieindustrie zur aktiven Rolle (vgl. Grafik).

Chemiemittelstand holt bei der Digitalisierung auf     Eine Analyse der Entwicklung bei der Nutzung digitaler Technologie in Chemieunternehmen abhängig von der Unternehmensgröße ergab einen starken Anstieg der aktiven Nutzer bei Chemieunternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern: Hier stieg der Anteil von 26 % im Oktober 2015 auf aktuell 69 %.

Ebenso stark stieg auch der Anteil der Nutzer bei großen Chemieunternehmen: von 31 % auf 77 %, allerdings sehen mit 29 % wesentlich mehr Chemiemanager aus Großkonzernen ihr Unternehmen als Innovatoren in der Digitalisierung, als Manager aus dem Mittelstand: Hier liegt der Anteil der Treiber neuer Entwicklungen nur bei 10 %.

Digitalisierung wichtig für Supply Chain, Vertrieb und Produktion     Befragt nach der Bedeutung der Digitalisierung für die unterschiedlichen Unternehmensfunktionen in den kommenden drei Jahren schreiben etwa zwei Drittel der befragten Chemiemanager der Supply Chain und Logistik sowie dem Vertrieb und Marketing eine „erfolgskritische“ oder „wesentliche“ Bedeutung zu (vgl. Grafik). Als ähnlich „erfolgskritisch“ wurde die Produktion bewertet (15 %). Forschung und Entwicklung sowie Finanzen und Administration werden in der Summe von mehr als der Hälfte der Befragten genannt, aber von einem deutlich geringeren Anteil als „erfolgskritisch“ (4 % und 5 %) angesehen.


 

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