Entwicklung des Agrochemiemarktes

(CHEManger 17/2015)     Weltmarkt für Pflanzenschutz wächst     Der Weltpflanzenschutzmarkt erreichte im Jahr 2014 mit 56,7 Mrd. USD ein deutliches Plus: 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Auf Eurobasis entspricht dies einem Zuwachs von ebenfalls 4,5 % auf
42,7 Mrd. EUR. Die Anteile am Weltpflanzenschutzmarkt nach Regionen betragen für NAFTA (USA, Kanada und Mexiko) 17,3 %, Lateinamerika 28,5 %, Europa (EU 28) 24,5 %, Asien 25,9 % und die übrigen Regionen 3,8 %. Umsatzstärkste Unternehmen im Jahr 2014 waren Syngenta (Marktanteil 18 %), gefolgt von Bayer CropScience (16 %), BASF Crop Protection (11 %) und Dow Agricultural Science (9 %), Monsanto (8 %) und DuPont Agriculture (5 %).

Zweistelliges Wachstum bei Fungiziden     Der Verkauf von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland stieg 2014 im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Der Nettoinlandsumsatz der im Industrieverband Agrar (IVA) organisierten Unternehmen der Pflanzenschutzindustrie betrug zum Jahresende 1,60 Mrd. EUR. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr (1,51 Mrd. EUR) einen Zuwachs von 6,2 % im Direktgeschäft zwischen Industrie und Pflanzenschutzgroßhandel. Der Herbizid­umsatz wuchs 2014 um 0,9 % ggü. Vj. auf 679 Mio. EUR. Am deutlichsten stieg der Fungizidumsatz mit 10,8 % auf 677 Mio. EUR. Mit Insektiziden wurden 150 Mio. EUR umgesetzt, ein Anstieg um 4,2 % ggü. Vj.

Absatz an Mineraldüngern steigt     Der Absatz von Mineraldüngern hat in der Saison 2013/14 (Juli - Juni) im Vergleich zur Vorsaison aufgrund der überdurchschnittlichen Erträge insgesamt zugenommen. Der Stickstoffabsatz legte um knapp 2 % auf 1,675 Mio. t N zu, während der Phosphatabsatz mit einem Verbrauch von 284.000 t P2O5 stabil blieb und der Kaliabsatz deutlich, um fast 9 % auf 457.000 t K2O zulegte.

Insgesamt stieg der Umsatz der im IVA zusammengeschlossenen Unternehmen der deutschen Düngemittelindustrie 2014 um 3 % auf 3,1 Mrd. EUR. Dieser Zuwachs wurde von einem um 22 % höheren Inlandsumsatz getragen, der den Rückgang der Exporte um 7 % überkompensierte.

Phosphatreserven in unsicheren Regionen     Phosphormangel kann in der Landwirtschaft zu schwerwiegenden Ausfällen führen. Die Rohstoffvorkommen mineralischen Phosphats liegen vor allem in unsicheren Weltregionen. Die EU ist größtenteils auf Importe angewiesen. Deshalb hat die EU-Kommission Phosphatgestein 2014 in die Liste der „20 kritischen Rohstoffe“ aufgenommen. Nach aktuellen Schätzungen betragen die weltweiten abbaubaren Phosphatreserven etwa 67 Mrd. t. Bei einer derzeitigen jährlichen Abbaurate von etwa 200 Megatonnen beträgt die statische Reichweite noch gut 330 Jahre. Innerhalb Europas sind lediglich in Finnland kleinere Vorkommen von etwa 330 Megatonnen vorhanden.

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