Gründerszene in Deutschland

(CHEManager 21-22/2018)         Start-ups bevorzugen digitale Geschäftsmodelle          Wie bereits im Vorjahr wurden auch im Jahr 2018 die meisten Start-ups in Deutschland im Bereich der IT- und Kommunikationsbranche gegründet. Rund ein Drittel der Gründungen (31,6 %) entfallen auf diesen Bereich. Es folgt das Geschäftsfeld Ernährung und Nahrungsmittel bzw. Konsumgüter mit einem Anteil von 9,7 % und die Medizin und das Gesundheitswesen mit 8, 5 %. Das ergab der Deutsche Start-up Monitor 2018 (DSM), der vom Bundesverband Deutscher Startups initiiert und von KMPG unterstützt wird. Die Befragung ergab jedoch auch, dass viele der jungen Unternehmen branchenübergreifend agieren. Dabei ordnen zwei Drittel der befragten Start-ups sich primär einem digitalen Geschäftsmodell zu.

Nachaltigkeit als Unternehmensziel          Sowohl die langfristige Geschäftsausrichtung als auch eine soziale und umweltfreundliche Unternehmensstrategie sind wichtig, um einen positiven Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft zu leisten. Aus diesem Grund wurden die Teilnehmer des Deutschen Start-up Monitors 2018 zu ihrer ökologischen, sozialen und ökonomischen Unternehmensausrichtung befragt. Die Analyse der drei Nachhaltigkeitsdimensionen zeigte, dass 72 % der Befragten (vgl. Grafik, „Stimme zu“ und „Stimme voll und ganz zu“) ökonomische Ziele verfolgen, darüber hinaus ordnete sich ein Drittel ( 32,8 %) der Green Economy zu und 38,1 % der Gründer zählen sich zu den Social Entrepeneurs.

Vier von fünf Gründern haben studiert          Vier von fünf Gründern (80,6 %) haben einen Hochschulabschluss. Jeder vierte Gründer besitzt einen Diplom (25,4 %) oder hat ein Masterstudium (23,9 %) absolviert.

13,9 % der Gründer sind promoviert. Wie schon im Vorjahr belegt auch beim Deutschen Start-up Monitor 2018 die TU München die Top-Position unter den Gründerhochschulen. 3,7 % (2017: 3,2 % ) der Befragten haben an dieser Hochschule studiert. Auf Rang zwei folgt das KIT Karlsruhe (2,6 %), gefolgt von der RWTH Aachen mit 2,4 % und der Technischen Universität Berlin (2,3 %). Neu unter den Top-Ten der Gründerhochschulen: die FU Berlin, die Universität Mannheim, die Handelshochschule Leipzig und die Universität Bremen.

Bessere digitale Bildung an Schulen          Die Teilnehmer des Deutschen Start-up Monitors 2018 halten Maßnahmen im Bildungssystem für sehr wichtig, um Deutschland als Start-up-Standort zu stärken. Über ein Drittel der Befragten (36,1 %) sprechen sich für die Einführung digitaler Bildungsinhalte an weiterführenden Schulen aus, um Jugendliche frühzeitig für digitale Berufsfelder zu begeistern. Ein weiteres Viertel der Gründer (25,9 %) fordert die Schaffung obligatorischer Module, wie Entrepreneurship Education im MINT-Bereich an Universitäten, um Studierende für Gründungen zu befähigen. Jeder fünfte Befragte (20,2  %) hält ein Fachkräftezuwanderungsgesetz für sinnvoll, um Unternehmen bei der Gewinnung von Talenten aus aller Welt zu unterstützen.

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