Heidelberg Pharma setzt positive Umsatzentwicklung im dritten Quartal fort

Vom 1. Dezember 2018 bis zum 31. August 2019 erwirtschaftete der Konzern Umsatzerlöse und Erträge von insgesamt 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR). Die darin enthaltenen Umsatzerlöse konnten mit 6,2 Mio. EUR verdoppelt werden (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR) und setzen sich aus den Kooperationsvereinbarungen inklusive der Lieferungen von Amanitin-Linkern für die ATAC-Technologie (5,0 Mio. EUR), dem Servicegeschäft (0,5 Mio. EUR) sowie aus Lizenzvereinbarungseinnahmen der Muttergesellschaft (0,7 Mio. EUR) zusammen. Die sonstigen Erträge lagen mit 0,5 Mio. EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres (0,4 Mio. EUR) und bestanden im Wesentlichen der Weiterberechnung von Patentkosten, aus Fördermitteln der öffentlichen Hand und aus der Auflösung nicht in Anspruch genommener abgegrenzter Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Die betrieblichen Aufwendungen, einschließlich der Abschreibungen, betrugen in der Berichtsperiode 12,4 Mio. EUR (Vorjahr: 10,9 Mio. EUR). Die Herstellungskosten stiegen aufgrund der ATAC-Kooperationen mitsamt Materiallieferungen auf 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR). Die Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 7,2 Mio. EUR gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode (7,4 Mio. EUR) aufgrund der Verzögerungen im Herstellungsprozess und der Verschiebung von Kostenblöcken für die noch notwendigen GLP-Toxizitätsstudien in der Berichtsperiode leicht zurück. Diese Kategorie stellte aber mit 59% der betrieblichen Aufwendungen weiterhin den größten Kostenblock dar. Die Verwaltungskosten notierten mit 2,2 Mio. EUR im Vergleich zur Vorjahresperiode (2,1 Mio. EUR) geringfügig höher. Darin enthalten sind u.a. die Kosten für die Holdingaktivitäten und die Börsennotierung.

Die sonstigen Aufwendungen für Geschäftsentwicklung und Vermarktung der Technologie betrugen in der Berichtsperiode aufgrund ausgeweiteter Aktivitäten 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR).

Der Periodenfehlbetrag für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres sank aufgrund der oben beschriebenen Sachverhalte auf 5,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,4 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich analog dazu von -0,26 EUR im Vorjahr auf -0,20 EUR.

Die liquiden Mittel beliefen sich zum Ende des dritten Geschäftsquartals auf 12,7 Mio.

EUR (30. November 2018: 19,4 Mio. EUR). Heidelberg Pharma hatte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres somit einen durchschnittlichen Finanzmittelabfluss von 0,75 Mio. EUR (Vorjahr: 0,85 Mio. EUR) pro Monat zu verzeichnen. Im Berichtszeitraum wurden keine Kapitalmaßnahmen durchgeführt.

Die Bilanzsumme zum 31. August 2019 betrug 25,9 Mio. EUR und lag infolge des geringeren Zahlungsmittelbestands unter dem Wert des Vergleichsstichtags 30. November 2018 (31,2 Mio. EUR). Das Eigenkapital lag mit 20,6 Mio. EUR ebenfalls unterhalb des Werts zum Geschäftsjahresende 2018 (25,9 Mio. EUR). Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 79,4% (30. November 2018: 83,0%). Durch die in den ersten neun Monaten erfolgten Ausübungen von Wandelschuldverschreibungen (Pflichtwandelanleihen) aus einer früheren Kapitalmaßnahme entstanden 24.707 neue Stückaktien, die das Grundkapital von 28.133.308 EUR auf 28.158.015 EUR, eingeteilt in 28.158.015 auf den Inhaber lautende Stückaktien, erhöhten.

Jan Schmidt-Brand, Sprecher des Vorstands und Finanzvorstand der Heidelberg Pharma, kommentierte: „Wir freuen uns über die gute Umsatzentwicklung, die sich im dritten Quartal fortgesetzt hat. Hintergrund dafür sind unsere erfolgreich verlaufenden Kooperationen und die am Jahresanfang getroffene Entscheidung, künftig die Amanitin-Materialversorgung der Lizenzpartner mit GMP-Material im Rahmen des jeweiligen Lizenzvertrages anzubieten und zu koordinieren. Die positive Entwicklung in diesem Bereich bestärkt unsere strategische Entscheidung, uns stärker in den Produktions- und Lieferprozess von Amanitin einzubinden. Bei unserem Entwicklungskandidaten HDP-101 sind wir dabei, die im zweiten Quartal aufgetretenen Hürden bei der Formulierung des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats weiter sukzessive abzuarbeiten. Der aktuelle Planungsstand sieht vor, dass die Beantragung der klinischen Studie im zweiten Halbjahr 2020 erfolgen kann.“

Finanzausblick 2019
Im Zusammenhang mit der positiven Umsatzentwicklung und Kostenverschiebungen ins Folgejahr hebt das Unternehmen die Mitte März abgegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2019 für den Konzern an. Es werden für das Geschäftsjahr 2019 Umsätze und sonstige Erträge zwischen insgesamt 7,5 und 8,5 Mio. EUR (bisher: 5,0 und 7,0 Mio. EUR) erwartet. Die betrieblichen Aufwendungen werden sich nach der derzeitigen Planung in einem Korridor von 15,5 bis 17,5 Mio. EUR bewegen (bisher: 14,0 bis 18,0 Mio. EUR). Für 2019 wird ein Betriebsergebnis (EBIT) zwischen -7,5 und -9,5 Mio. EUR prognostiziert (bisher: -8,0 und -12,0 Mio. EUR).

Für 2019 rechnet Heidelberg Pharma mit einem Finanzmittelbedarf von 8,0 bis 10,0 Mio. EUR (bisher: 10,0 bis 14,0 Mio. EUR). Der monatliche Barmittelverbrauch dürfte sich zwischen 0,7 und 0,9 Mio. EUR pro Monat (bisher: 0,9 und 1,2 Mio. EUR) bewegen. Die Finanzierung des Unternehmens ist auf Basis der aktualisierten Planung weiterhin bis Mitte 2020 gesichert.

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