Umwelt- und Gesundheitsschutz in der Chemie

(CHEManager 06/2016)     Weniger Emissionen in die Luft     Trotz zeitweiliger Schwankungen ist der generelle Trend deutlich: Seit 1995 gehen die Emissionen von Stickoxiden, Schwefeloxiden und sog. flüchtigen organischen Verbindungen in die Luft erheblich zurück und sind heute sehr gering. Ihr Anteil an der Luftbelastung im Vergleich zu Verkehr, Energie und Haushalten ist nach Angaben des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) nahezu unerheblich. So ging bspw. die Emission von Schwefeloxiden von 1995 bis 2013 um 83,5 % zurück.

Geringere Schwermetallbelastung des Wassers     Seit 1995 wurde die Gewässerbelastung mit Zink, Nickel und Blei durch die chemische Industrie deutlich gesenkt. Bis 2005 sanken bei immer mehr Unternehmen die Schwermetallkonzentrationen der Abwässer so stark, dass sie meist in der Nähe der analytischen Nachweisgrenze lagen. In solchen Fällen ist die Ermittlung der Jahresfracht mit deutlichen Unsicherheiten verbunden. Der VCI hat sich daher 2005 dazu entschieden, eine gesonderte Berichterstattung zur Schwermetallbelastung der Abwässer der deutschen chemischen Industrie einzustellen.

Sinkende Unfallzahlen am Arbeitsplatz     Im Rahmen der Responsible-Care-Initiative kommt dem Schutz der Mitarbeiter stets besondere Bedeutung zu. Dies belegt auch die Statistik zur Unfallhäufigkeit in der Branche: Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle je 1 Mio. Arbeitsstunden in VCI-Mitgliedsunternehmen sank zwischen 1980 und 2014 stetig und ging insgesamt um 77,5 % zurück. Mittlerweile gilt das Augenmerk der Chemieunternehmen verstärkt dem Rückgang der Unfallzahlen bei Auftragsunternehmen.

Weniger Transportunfälle auf Schiene und Straße     In den Jahren 1996 bis 2014 wurden in Deutschland im Schnitt 45 Mio./t Chemikalien pro Jahr auf der Straße und 17 Mio./t Chemikalien auf der Schiene transportiert.

Auf der Straße lag die durchschnittliche Anzahl der Unfälle pro 1 Mio./t beförderter Menge an Chemikalien bei 1,13. Auf der Schiene ist der Durchschnittswert mit 0,23 Unfällen noch niedriger. Für die höhere Anzahl an Unfällen in den Jahren 2008, 2010 und 2012 kann keine eindeutige Ursache zugeordnet werden.

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