HOS-Technik: Outsourcing in Frage und Antwort

Outsourcing in Frage und Antwort. Bei HOS-Technik stimmt die Chemie.

HOS-Technik ist ein Spezialist für Polybenzimidazole und Bismaleimide. Angeboten wird auch Custom Manufacturing - Lohnfertigung - für technische Chemikalien.

Dr. Hojat Karimi, Polymerchemiker und Direktor des Unternehmens, erläutert CHEManager die Vorteile und Fallen des Outsourcings und der externen Lohnfertigung.

 

Was ist beim Outsourcing zu beachten?

Dr. Hojat Karimi: Professionelles Partner-Management ist das Thema, mit dem sich Lohnfertigung auch in der chemischen Industrie heute profilieren muss. Es reicht nicht, nur spezifikationsgerecht zu produzieren.

Von einem kompetenten Lohnfertiger wird permanente Kommunikation mit dem Auftraggeber bezüglich Qualitätsverbesserung, Einsparungspotential, aber auch bezüglich logistischer Verbesserungen erwartet.

 


Was empfehlen Sie Ihren Lohnfertigungskunden?

Dr. Karimi: ...nicht komplexe Prozesse als Ganzes ungeprüft an externe Lohnfertiger zu übergeben. Entweder soll das Verfahren im Hause komplett beherrscht werden und damit auch der Knowhow- Transfer an den Lohnfertiger - oder es sollte zunächst ein Forschungsauftrag mit dem Lohnfertiger vereinbart werden.

Ideal ist, wenn mit der Kenntnis des Auftraggebers auf der einen Seite und mit der Erfahrung des Anbietermarktes für jede Aufgabenstellung der optimale Partner gefunden wird.

 


Welche Fehler werden beim Outsourcing gemacht?

Dr. Karimi: Manche Auftraggeber haben in der Vergangenheit den Fehler gemacht, Prozesse auszulagern, die schon intern nicht funktioniert haben. Vom Outsourcen allein wird ein Prozess/Verfahren nicht besser.

Es sollten nur die Prozesse/Verfahren ausgelagert werden, die man prinzipiell auch selber machen könnte. Andernfalls besteht die Gefahr, dass man Vorschläge bekommt, die vielleicht für den Lohnfertiger optimal sind, aber nicht unbedingt für das eigene Haus.

 


Was wird beim Outsourcing gespart?

Dr. Karimi: Die Hoffnung, bei der Lohnfertigung viel zu sparen, bleibt oft unerfüllt. Manche Lohnfertiger versprechen, alles schneller, besser und vor allem billiger zu können. Doch häufig ging der Schuss nach hinten los, da der Partner zu wenig Einblick auch in die Geschäftsprozesse hatte und der Kunde den Aufwand für das Management gnadenlos unterschätzte.

Heute sind die Unternehmen viel realistischer, sie machen sich schon im Vorfeld Gedanken über mögliche Transaktionskosten. Für eine erfolgreiche Lohnfertigung ist es notwendig, für jeden Vorgang (Logistik, Qualität, Kommunikation) klare Verantwortliche zu benennen und Abläufe zu definieren. Durch bessere Organisation wird das Hauptziel des Outsourcing, - die Kostensenkung - nachhaltiger erreicht.

 


Wo liegen die Vorteile des Auftragnehmers beim Outsourcing?

Dr. Karimi: Für uns als Chemiefabrik liegt es nicht im Trend, für alles und jedes große Personalreserven bereitzuhalten. Durch das Anbieten von Lohnfertigung ist eine gleichmäßige Beschäftigung unserer qualifizieren Mitarbeiter gegeben und eine bessere Auslastung unseres Maschinenparks.

 


Ist beim Outsourcing nur der Preis ausschlaggebend?

Dr. Karimi: Ich warne, beim Einkauf eines externen Services nur auf die Kosten zu schauen. Es kommt auch darauf an, dass der Partner über genau das Know-how verfügt, was ich brauche.

Der billigste Anbieter ist nicht unbedingt derjenige, der mir auch das beste Ergebnis liefert. Zum Glück ist in den Führungsetagen das Verständnis für diesen Zusammenhang gewachsen.

 


Wie finden Sie Ihre Lohnfertigungskunden? Wer sind die?

Dr. Karimi: Durch unsere Kernkompetenz, die Polymerchemie, und durch Mundpropaganda, aber auch durch ein Bonussystem, pro vermittelten Lohnfertigungsauftrag vergeben wir eine Prämie.

Unsere Hauptkunden sind vor allem in der europäischen Großchemie.

 


Kontakt:

Heinz Schwarzl
HOS-Technik GmbH, A-St. Stefan
Tel.: 0043/4352/52587
Fax: 0043/4352/52588
hos@hos-technik.at

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