AmCham sieht neue Chancen für die Wirtschaftsbeziehungen zwischen EU und USA

Auf Einladung der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham Germany) und des FAZ-Instituts in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Trans-Atlantic Business Council (TABC) treffen sich heute Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik zur 8. Transatlantischen Jahreswirtschaftskonferenz in Frankfurt am Main.

Rund 350 Führungspersonen deutscher, amerikanischer und multinationaler Unternehmen sowie hochrangige Vertreter aus Politik und Gesellschaft diskutieren in Grundsatzreden, international besetzten Paneldiskussionen und vertiefenden Workshops über die Ziele und Herausforderungen der europäisch-amerikanischen Partnerschaft sowie den Ausbau wirtschaftlicher Beziehungen.

Im Mittelpunkt der Reden und Gespräche während der 8. Transatlantischen Jahreswirtschaftskonferenz stehen die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP), die Chancen der Digitalisierung und der größtmögliche Informationsschutz sowie die aktuelle außenpolitische Lage in der Ukraine und im Nahen Osten.

Bernhard Mattes, Präsident der AmCham Germany, begrüßte die anwesenden Gäste und appellierte, sich mehr für ein positives deutsch-amerikanisches Klima einzusetzen: „Die aktuellen Schlagzeilen zeigen: Wir befinden uns in herausfordernden Zeiten. Für den Vormarsch der IS-Milizen, die Ebola-Epidemie in Westafrika oder die Krise in der Ukraine gibt es keine Patentlösungen. Doch all diese Herausforderungen haben eines gemeinsam: Sie können nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA angegangen werden."

Vor allem für den Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa ist der Schulterschluss mit den USA wichtig. Das TTIP-Abkommen ist ein wichtiger Impulsgeber. Darüber hinaus bieten die wiedererstarkte US-Wirtschaft sowie das Thema Digitalisierung und Industrie 4.0 große Chancen für die beidseitigen Wirtschaftsbeziehungen.

Dazu Bernhard Mattes: „Zwar steht Deutschland dank einer Rekordbeschäftigung vergleichsweise gut da, doch die moderate weltwirtschaftliche Entwicklung trübt die Hoffnung auf ein Anziehen der Konjunktur. Wir dürfen nicht auf bessere Zeiten hoffen, sondern müssen die Wettbewerbsfähigkeit aktiv gestalten.

Das TTIP-Abkommen hat das Potential, den transatlantischen Wirtschaftsraum auf lange Sicht positiv zu verändern. Gerade im Bereich der digital vernetzen Produkte und der erfolgreichen Re-Industrialisierung der US-Wirtschaft profitieren wir von einem engen Austausch mit den USA."

Zu den Zukunftsaussichten der deutschen und amerikanischen Industrie wird am Nachmittag auch die Keynote-Speech von Dr.-Ing. Heinrich Hiesinger, Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp, erwartet. Er spricht zum Thema: Innovation, Energie, Infrastruktur - Perspektiven industrieller Wertschöpfung in Deutschland und den USA.

Darüber hinaus findet am Abend das President's Dinner statt, an dem Anthony L. Gardner, US-Botschafter für die Europäische Union, als Ehrengast und Sprecher teilnimmt. In seiner Rede wird er auf die Prioritäten der US-EU-Beziehungen eingehen.

Neben John Emerson, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland, nahmen auch wichtige Wirtschaftsvertreter wie Ulrich Grillo, Präsident, BDI, Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung, Boehringer Ingelheim, Ferdinando Beccalli-Falco, President und Chief Executive Officer, GE Europe & CEO, GE Germany, Dontai Smalls, Vice President, Corporate Public Affairs, UPS, David A. Ricks, Senior Vice President, Eli Lilly and Company US-Co-Chair, Trans-Atlantic Business Dialogue und Kasper Rorsted, Vorsitzender des Vorstands, Henkel, teil.

Bereits am Vorabend sprachen Michael Reuther, Mitglied des Vorstands der Commerzbank, Jim Clifton, Chairman und CEO, Gallup, Annette Heuser, Executive Director, Bertelsmann Foundation, Washington, DC, Dr. Werner Hoyer, Präsident, Europäische Investitionsbank und David McAllister, MdEP, Leiter der Delegation für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, über Sternstunden und Streitpunkte der transatlantischen Beziehungen zu den anwesenden Gästen des Vorabendempfangs im Commerzbank Tower in Frankfurt am Main.

 

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