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Auch Novartis von Bestechungen in China betroffen

15.08.2013 -

In China steigt der Druck auf Pharmakonzerne wegen Korruption im Gesundheitswesen. Zudem geraten immer mehr Unternehmen in die Schlagzeilen. Einem Bericht der Zeitung "21st Century Business Herald" zufolge soll auch das Schweizer Unternehmen Novartis im Juni und Juli diesen Jahres Ärzte bestochen haben, um die Umsätze mit Medikamenten in die Höhe zu treiben. Das Blatt berief sich dabei auf eine nicht näher genannte Angestellte. Das Unternehmen antwortete am Mittwoch nicht auf wiederholte Rückfragen.

Chinas Aufsichtsbehörden wollen am Donnerstag nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua eine dreimonatige Prüfung der Pharma- und Medizinbranche beginnen. Ziel ist es, die weit verbreitere Bestechung in dem Bereich in den Griff zu bekommen.

Vor einigen Wochen wurden vier Mitarbeiter des britischen Konzerns Glaxosmithkline verhaftet, weil sie über Reisebüros Bestechungsgelder an Ärzte geschleust haben sollen. Das Gesundheitsministerium hat auch das französische Unternehmen Sanofi wegen Bestechung ins Visier genommen, zudem besuchten die Behörden Einrichtungen von den Pharmafirmen Novo Nordisk und H. Lundbeck aus Dänemark, der britischen Astra Zeneca, dem US-Konzern Eli Lilly sowie der belgischen UCB.

Ausländische Unternehmen sind angesichts der Konjunkturschwäche in ihren Heimatländern zunehmend von wachsenden Märkten wie in China abhängig. Viele Chinesen greifen zudem lieber zu ausländischen Medikamenten als zu heimischen Mitteln, weil sie Angst vor Fälschungen haben.