BASF richtet Forschung in der Pflanzenbiotechnologie neu aus

Die BASF richtet ihr Forschungsportfolio für Pflanzenbiotechnologie neu aus. Das Unternehmen wird seine Standortstruktur in Nordamerika und Europa anpassen. Dadurch sollen etwa 350 Arbeitsplätze abgebaut werden, davon 140 Stellen in Nordamerika und 180 in Europa. Derzeit arbeiten rund 700 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung für die Pflanzenbiotechnologie.

Die Forschungsstandorte und Feld-Versuchsstationen in Research Triangle Park/North Carolina; Ames/Iowa; Berlin und Limburgerhof/Deutschland; Gent/Belgien sowie Brasilien werden erhalten bleiben, sollen aber verkleinert werden. Die Feld-Versuchsstationen in Kekaha/Hawaii sowie in Indien und Puerto Rico werden geschlossen. Die Restrukturierung wird voraussichtlich bis Ende 2016 umgesetzt sein.

„Durch die Neuausrichtung unseres Portfolios in der Pflanzenbiotechnologie sind wir zuversichtlich, die zukunftsträchtigsten Forschungsprojekte erfolgreich umsetzen zu können. Wir werden Projekte stoppen, die mit extrem hohen technischen Hürden verbunden sind und signifikante zeitliche und finanzielle Investitionen erfordern“, sagte das für Bioscience Research zuständige Vorstandsmitglied Dr. Harald Schwager.

Das Forschungsportfolio in der Pflanzenbiotechnologie wird sich auf Projekte zur Herbizidtoleranz sowie Pilzresistenz von Sojabohnen mit hohem Erfolgspotential konzentrieren. Das Projekt zu mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren in Raps-Saatgut wird ebenfalls fortgeführt. Die Kooperationsvereinbarung mit Monsanto auf dem Gebiet der Ertragssteigerung und Widerstandsfähigkeit von Mais und Sojabohnen ist nicht betroffen. Projekte in der Entdeckungsphase und im frühen Entwicklungsstadium für Pflanzen, die ertragreicher und widerstandsfähiger sind gegen Umgebungsstress, einschließlich Mais und Sojabohnen, werden fokussiert; Projekte für ertragreichen Reis sowie pilzresistenten Mais sollen gestoppt werden.
 

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