BASF startet High-Tech-Verbundprojekt in Zhanjiang/China

Die BASF hat ihr High-Tech-Verbundprojekt in Zhanjiang in der Provinz Guangdong/China offiziell gestartet und mit dem Bau erster Anlagen begonnen. Damit hat das Unternehmen eine wichtige Etappe in dem Investitionsprojekt über 10 Mrd. USD erreicht, das im Juli 2018 angekündigt wurde. Die ersten Anlagen werden technische Kunststoffe und thermoplastisches Polyurethan (TPU) produzieren, um den steigenden Bedarf verschiedener Wachstumsindustrien im südchinesischen Markt und in Asien zu bedienen.

„Wir freuen uns, dass unser Groß-Investitionsprojekt in China vorangeht“, sagte Vorstandsvorsitzender Martin Brudermüller. „Wir wollen das Wachstum unserer Kunden in Südchina mit innovativen Produkten und nachhaltigen Lösungen unterstützen.“

„Durch die Nutzung modernster digitaler Technologien und die Anwendung höchster Sicherheitsstandards wird der neue Verbundstandort eine Vorreiterrolle für eine nachhaltige Produktion einnehmen und zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft in China beitragen“, ergänzte Brudermüller.

„Zhanjiang ist für BASF ein idealer Standort, um unser lokales Produktionsnetzwerk in China zu stärken“, sagte Stephan Kothrade, President Asia Pacific Functions, President und Chairman Greater China. „Der Verbundstandort wird eine solide Grundlage für den Aufbau eines erstklassigen Industrieclusters in Zhanjiang bilden und die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Südchina und den anderen asiatischen Ländern stärken.“

Ab 2022 wird die neue Kompoundieranlage für technische Kunststoffe eine zusätzliche Kapazität von 60.000 t/a in China liefern. Damit steigt die Gesamtkapazität von BASF für diese Produkte in Asien-Pazifik auf 290.000 t/a an. Die neuen Kapazitäten werden es dem Konzern ermöglichen, die wachsende Nachfrage ihrer Kunden, insbesondere in der Automobil-, Elektronik- und NEV (New Energy Vehicles)-Industrie, zu bedienen.

BASF plant die Umsetzung eines umfassenden Smart-Manufacturing-Konzepts für den Verbundstandort basierend auf hochmodernen Technologien. Der neue Standort wird automatisierte Verpackungstechnik, hochtechnisierte Steuerungssysteme und vollautomatische Förderfahrzeuge (Automated Guided Vehicles) nutzen.

Mit dem Verbundstandort in Zhanjiang trägt man auch zur Förderung der Nachbargemeinden bei.

Das Unternehmen bildet vor Ort strategische Partnerschaften mit mehreren technischen Instituten, um junge Talente im Bereich Technik zu fördern.

BASF Integrated Site (Guangdong) wurde als hundertprozentige Tochtergesellschaft der BASF neu gegründet. Diese Gesellschaft wird den Betrieb des neuen Verbundstandorts leiten. Das Unternehmen und die Provinzregierung von Guangdong unterzeichneten im Juli 2018 in Berlin eine erste Absichtserklärung für den Verbundstandort. Im Januar 2019 wurde eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die weitere Details für das Vorhaben regelt. Mit einer geschätzten Investitionssumme von 10 Mrd. USD bis zur Fertigstellung wäre der Verbundstandort in Guangdong die größte Investition des Konzerns und würde unter der alleinigen Verantwortung von BASF betrieben werden. Die integrierte Wertschöpfungskette wird vor- und nachgelagerte Anlagen umfassen, von Basischemikalien bis hin zu verbrauchernahen Produkten und Lösungen, um Wachstumsfelder wie Konsumgüter oder Transport zu bedienen. Der Standort wäre schließlich nach Ludwigshafen in Deutschland und Antwerpen in Belgien der drittgrößte im Konzern. Die erste Anlage für die Produktion von technischen Kunststoff-Compounds soll 2022 in Betrieb gehen. Der gesamte Verbundstandort soll planmäßig bis zum Jahr 2030 fertiggestellt werden.

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