BASF steigert Ergebnis und bestätigt Prognose

Im 3. Quartal 2016 steigerte BASF das Ergebnis und die Mengen im Chemiegeschäft. „Vor allem die Nachfrage aus der Automobil- und Bauindustrie blieb weltweit robust. In Europa wuchsen alle Branchen moderat. Das Sommerloch im Juli und August war weniger ausgeprägt als in den vergangenen Jahren. In Asien setzte sich die positive Entwicklung im 3. Quartal fort. Das Wachstum in China war etwas stärker als Anfang des Jahres angenommen. In Nordamerika entwickelte sich die Nachfrage etwas schwächer; positive Impulse kamen aber weiterhin aus der Automobil- und Bauindustrie. In Südamerika blieben die wirtschaftliche Entwicklung schwach und das Geschäftsklima eingetrübt. Besonders in Brasilien, dem größten Markt von BASF in der Region, gingen die Mengen zurück“, sagte Finanzvorstand Dr. Hans-Ulrich Engel.

Der Umsatz der BASF-Gruppe im 3. Quartal 2016 nahm im Vergleich zum Vorjahresquartal um 20 % auf 14,0 Mrd. EUR ab. Maßgeblich hierfür war vor allem die Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts im Rahmen des Ende September 2015 erfolgten Tauschs von Vermögenswerten mit Gazprom. Dieses Geschäft hatte im 3. Quartal 2015 mit 2,9 Mrd. EUR zum Umsatz beigetragen. Insgesamt waren Portfolioeffekte für 18 Prozentpunkte des Umsatzrückgangs verantwortlich. Weiterhin führten niedrigere Rohstoffpreise zu rückläufigen Verkaufspreisen (minus 5%). Zu dem Mengenwachstum (plus 4%) trugen vor allem die Segmente Functional Materials & Solutions und Chemicals bei.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen ging um 87 Mio. EUR auf 1,5 Mrd. EUR zurück, vor allem infolge verringerter Beiträge im Segment Oil & Gas und bei Sonstige. Im Chemiegeschäft und im Segment Agricultural Solutions stieg das EBIT vor Sondereinflüssen hingegen.

Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter verringerte sich von 1,2 Mrd. EUR auf 888 Millionen EUR. Im 3. Quartal 2016 betrug das Ergebnis je Aktie 0,97 EUR, nach 1,31 EUR im Vorjahreszeitraum. Das um Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Werte bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,10 EUR (Vorjahresquartal: 1,07 EUR).

Ausblick für das Jahr 2016
Die Erwartungen der BASF bezüglich der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2016 wurden lediglich für den Ölpreis angepasst (bisherige Prognose in Klammern):

  •     Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 2,3 % (2,3 %)
  •     Wachstum der Industrieproduktion: 2,0 % (2,0 %)
  •     Wachstum der Chemieproduktion: 3,4 % (3,4 %)
  •     US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,10 USD/EUR (1,10 USD/EUR)
  •     Ölpreis von 45 US$/Barrel im Jahresdurchschnitt (40 USD/Barrel)

Man geht davon aus, dass die Einschränkungen in Logistik und Versorgung infolge des Brands im Landeshafen Nord in Ludwigshafen das Ergebnis des Geschäftsjahres belasten werden.

Sie führen jedoch nicht zu einer Änderung des Ausblicks 2016 für die Gruppe.

Das Unternehmen bestätigt seine Prognose für Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen der Gruppe: Der Umsatz wird im Jahr 2016 deutlich zurückgehen. Als Folge des Tauschs von Vermögenswerten mit Gazprom entfallen insbesondere die Beiträge des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts im Segment Oil & Gas. In den ersten drei Quartalen 2015 trugen diese Aktivitäten insgesamt rund 10,1 Mrd. EUR zum Umsatz bei. Darüber hinaus werden niedrigere Öl- und Gaspreise den Umsatz mindern. Den Absatz will das Unternehmen ohne Berücksichtigung von Akquisitionen und Devestitionen steigern.

„Wir erwarten weiterhin ein EBIT vor Sondereinflüssen, das leicht unter dem Wert von 2015 liegen wird. Im derzeitigen volatilen und herausfordernden Umfeld sowie angesichts des Brands vom 17. Oktober und seiner Folgen bleibt dies ein anspruchsvolles Ziel“, so Engel.

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