BASF und Letterone vollziehen Zusammenschluss von Wintershall und DEA

Börsengang für die zweite Jahreshälfte 2020 angestrebt

Nach Zustimmung aller relevanten Behörden haben BASF und Letterone den Zusammenschluss von Wintershall und DEA erfolgreich vollzogen. Im September 2018 hatten beide Unternehmen eine Vereinbarung unterzeichnet, ihre jeweiligen Öl- und Gasgeschäfte in einem Joint Venture zusammenzuführen. „Mit Wintershall Dea schaffen wir das führende unabhängige europäische Explorations- und Produktionsunternehmen mit internationalen Aktivitäten in Kernregionen. Mit der Zusammenführung der beiden deutschen Unternehmen legen BASF und Letterone die Grundlage für starkes profitables Wachstum von Wintershall Dea“, so Hans-Ulrich Engel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BASF. Lord Browne of Madingley, Executive Chairman von L1 Energy, ergänzte: „Man hat sehr selten die Möglichkeit, ein Unternehmen dieser Größe und Qualität zu gründen. Wintershall Dea wird sofort durchstarten können mit einer Projektpipeline, die in den kommenden Jahren marktführendes Wachstum liefern wird.“

Der Zusammenschluss wurde vollzogen, indem Letterone sämtliche Anteile an DEA in die Wintershall Holding eingebracht und neue Anteile von dieser erhalten hat. Nach Beschluss der Anteilseigner wird die Gesellschaft in Wintershall Dea umbenannt. Das Joint Venture wird Hauptverwaltungsstandorte in Kassel und Hamburg haben. Nach formaler Eintragung der entsprechenden Kapitalerhöhung wird BASF 67% und Letterone 33% der Stammanteile von Wintershall Dea halten; dies spiegelt den Wert der jeweiligen Explorations- und Produktionsgeschäfte wider. Um den Wert des Gastransportgeschäfts der Wintershall abzubilden, erhält BASF zusätzliche Vorzugsanteile. Daraus ergibt sich eine anfängliche BASF-Gesamtbeteiligung an Wintershall Dea von 72,7%. Spätestens 36 Monate nach dem Zusammenschluss, in jedem Fall aber vor einem Börsengang, werden diese Vorzugsanteile in Stammanteile der Wintershall Dea umgewandelt.

Im Jahr 2018 erzielte das kombinierte Geschäft von Wintershall und DEA einen Pro-forma-Umsatz von 5,7 Mrd. EUR, ein Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) von 3,6 Mrd. EUR und ein Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter von 1,1 Mrd.

EUR. Die Rohöl- und Erdgasproduktion von Wintershall und DEA belief sich im Jahr 2018 pro-forma auf zusammen 215 Millionen Barrel Öläquivalent (BOE). Ende 2018 erreichten die nachgewiesenen Reserven auf Pro-forma-Basis 2,4 Milliarden BOE; dies entspricht einer Reservenreichweite von 11 Jahren.

Durch den Zusammenschluss verfügt man über ein regional ausgewogenes Portfolio und hervorragende Wachstumschancen. Basierend auf den zugrundeliegenden Explorations- und Produktionsprojekten ist das Unternehmen auf Kurs, zwischen 2021 und 2023 eine tägliche Produktion von 750.000 bis 800.000 BOE zu erreichen; derzeit sind es 590.000 BOE pro Tag. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate der Produktion von 6% bis 8%. Wintershall Dea erwartet, ab dem dritten Jahr nach Abschluss der Transaktion Synergien von mindestens 200 Mio. EUR pro Jahr zu realisieren.

Geleitet wird das neue Unternehmen von einem Vorstand, der aus fünf Mitgliedern besteht: Mario Mehren, Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer (CEO); Maria Moraeus Hanssen, stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Chief Operating Officer (COO), verantwortlich für Europa und MENA; Thilo Wieland, Vorstandsmitglied und verantwortlich für Russland, Lateinamerika und Transport; Hugo Dijkgraaf, Chief Technology Officer (CTO) und Paul Smith, Chief Financial Officer (CFO).

Im Aufsichtsrat werden Hans-Ulrich Engel und Lord Browne of Madingley abwechselnd den Vorsitz übernehmen. Während der ersten fünfzehn Monate wird Hans-Ulrich Engel die Position innehaben.

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