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BASF und NGK arbeiten an der nächsten Generation Natrium-Schwefel-Batterien

07.11.2019 -

BASF New Business, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des deutschen Chemieunternehmens, und der japanische Keramikhersteller NGK Insulators erweitern ihre Zusammenarbeit. Zusätzlich zu ihrer im Juni 2019 bekannt gegebenen Vertriebspartnerschaft für NAS-Batterien haben die beiden Unternehmen nun eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung der nächsten Generation von Natrium-Schwefel-Batterien geschlossen (Joint Development Agreement, JDA).

Das JDA wird Synergien schaffen, indem es Know-how von BASF und NGK zusammenbringt. Die beiden Unternehmen beabsichtigen, die nächste Generation von Natrium-Schwefel-Batterien zu entwickeln, und hierfür die starke Chemie-Kompetenz von BASF sowie die Expertise von NGK bei Batteriedesign und -herstellung einzusetzen. Das Projekt soll es ermöglichen, das Leistungsspektrum der NAS-Batterien zu erweitern, und dadurch neue Märkte zu erschließen.

 „Die Natrium-Schwefel-Technologie eignet sich auf Grund ihrer einzigartigen Eigenschaften sehr gut für den stetig wachsenden Markt der Langzeitenergiespeicher. Mit unseren geplanten technischen Weiterentwicklungen wollen wir das Anwendungsspektrum der Batterien spürbar erweitern“, sagt Frank Prechtl, Direktor Business Build-Up E-Power-Management der BASF New Business.

„Auf dem Weg zur nächsten Generation Natrium-Schwefel-Batterien wird das Zusammenspiel der auf Batteriezellen-Ebene ablaufenden chemischen Vorgänge und der Batteriemodule als ganzes System immer wichtiger. Die Chemie-Kompetenz von BASF und unser Know-how beim Design und der Herstellung von Batteriemodulen und -systemen ergänzen sich hierbei ideal“, fügt Tatsumi Ichioka, Leiter der Abteilung NAS-Batterie bei NGK, an.

NGKs NAS-Batterie war weltweit die erste kommerziell erhältliche Batterie mit einer über Stunden speicherbaren Energiemenge von mehr als einer Megawattstunde. Die NAS-Batterie zeichnet sich weiterhin durch eine Reihe außergewöhnlicher Eigenschaften aus. Im Vergleich zu anderen Batterietechnologien verfügt die NAS-Batterie über eine höhere Kapazität, eine höhere Energiedichte sowie eine längere Lebensdauer. Daher eignet sie sich besonders gut für stationäre Anwendungen – im Gegensatz zu beispielsweise Lithium-Ionen-Batterien, deren Stärke die Bereitstellung hoher Leistung auf kürzere Zeit ist.

Das NAS-Batteriesystem unterstützt dabei, Strom auf Basis erneuerbarer Energien, wie etwa aus Sonnen- und Windkraft, störungsfrei und zeitversetzt in bestehende Stromnetze einzuspeisen. Durch den Einsatz von Batterien mit großer Speicherkapazität können vorhandene Übertragungsnetze ohne teuren Ausbau weiter genutzt werden, weil der Strom nicht sofort nach der Erzeugung, sondern bedarfsgerecht abgegeben werden kann. Weitere Anwendungsgebiete sind die Stabilisierung der Stromverfügbarkeit für industrielle Kunden, sowie Microgrids und Insel- beziehungsweise inselfähige Netze. Durch den Einsatz in diesen Anwendungsgebieten helfen NAS-Batterien, Energiekosten zu reduzieren und Umweltbelastungen zu verringern.