BASF will Anlagen für technische Kunststoffe in Zhanjiang/China bauen

Investitionsprojekt über 10 Mrd. USD schreitet zügig voran

BASF beabsichtigt den Bau einer Kompoundieranlage für technische Kunststoffe und einer Anlage für thermoplastische Polyurethane (TPU) am geplanten integrierten Verbundstandort in Zhanjiang/China. Die beiden Produktionsanlagen werden als erste an diesem Standort in Betrieb gehen.

Ab 2022 soll die neue Kompoundieranlage für technische Kunststoffe eine zusätzliche Kapazität von 60.000 t/a zu den technischen Kunststoff-Compounds von BASF in China bereitstellen. Damit wird die Gesamtkapazität der BASF für diese Produkte in Asien-Pazifik auf 290.000 t/a ansteigen. Als Teil eines umfassenden Smart-Manufacturing-Konzepts für den Verbundstandort basierend auf hochmodernen Technologien werden die neuen Anlagen automatisierte Verpackungstechnik, hochtechnisierte Steuerungssysteme und vollautomatische Förderfahrzeuge (automated guided vehicles) nutzen.

„Weniger als ein Jahr nach Unterzeichnung der ersten Absichtserklärung freuen wir uns, den geplanten Bau der ersten Anlagen an unserem smarten Verbundstandort in Zhanjiang anzukündigen“, sagte Stephan Kothrade, President Functions Asia Pacific, President und Chairman Greater China. „Das Projekt geht zügig voran und Kunden in Südchina werden bald von diesen innovativen Produkten profitieren, um ihren unmittelbaren Bedarf zu decken.“

Neben den beiden neuen Anlagen werden auch allgemeine Einrichtungen für den Verbundstandort in Zhanjiang gebaut. BASF Integrated Site (Guangdong) wurde als 100%ige Tochtergesellschaft der BASF neu gegründet. Diese Gesellschaft wird den Betrieb des neuen Verbundstandorts leiten.

„Wir wollen unsere Kunden im südchinesischen Markt und weltweit noch besser unterstützen, indem wir die neuen Anlagen nah an wachsenden Kundenindustrien errichten. Dazu nutzen wir auch Effizienzsteigerungen, die aus unserem Smart-Manufacturing-Ansatz resultieren. Dies wird unsere Innovationsgeschwindigkeit und die Effizienz unserer Serviceleistungen erhöhen“, sagte Raimar Jahn, President des Unternehmensbereich Performance Material. „Vor allem Firmen aus dem Bereich Elektrik und Elektronik sowie Autohersteller wenden sich an BASF auf der Suche nach Lösungen für Trends wie die Elektrifizierung von Autos und die Miniaturisierung von Elektrogeräten.“

Das Wachstum des TPU-Marktes, insbesondere für hochwertige Anwendungen, stützt sich auf mehrere Faktoren.

Dazu zählen steigende regulatorische Anforderungen sowie höhere Kundenerwartungen hinsichtlich Nachhaltigkeit in Bereichen wie Elektromobilität, Leichtbau und Automatisierung. Die Lösungen des Unternehmens fördern dieses Wachstum mit sicherheitsverstärkten Kabeln und Leitungen für den Automatisierungs- und Automobilbereich sowie leichtgewichtigen Materialien für Konsumgüter. Aufgrund schnell steigender Kundenbedürfnisse weltweit erhöht das Unternehmen einerseits seine Investitionen in aufstrebenden Märkten, um lokale Anforderungen zu bedienen, und investiert andererseits weiterhin in etablierte Märkte.

BASF und die Provinzregierung von Guangdong unterzeichneten im Juli 2018 in Berlin eine erste Absichtserklärung für den Verbundstandort. Im Januar 2019 wurde eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die weitere Details für das Vorhaben regelt. Der Verbundstandort in Guangdong wäre die größte Investition des Chemiekonzerns, mit einer geschätzten Investitionssumme von 10 Mrd. USD bis zur Fertigstellung, und würde unter der alleinigen Verantwortung von BASF betrieben werden. Die integrierte Wertschöpfungskette wird vor- und nachgelagerte Anlagen umfassen, von Basischemikalien bis hin zu verbraucherorientierten Produkten und Lösungen, um Wachstumsfelder wie Konsumgüter oder Transport zu bedienen. Der Standort wäre schließlich die drittgrößte BASF-Produktionsstätte weltweit, nach Ludwigshafen in Deutschland und Antwerpen in Belgien.

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