BASF will Kunststoffgeschäft in Asien kräftig ausbauen

Der Chemiekonzern BASF will seine Geschäfte mit Kunststoffen in den asiatischen Wachstumsmärkten mit neuen Produktionsanlagen vorantreiben. Rund 860 Mio. € würden beispielsweise in eine Produktion des Hartschaumrohstoffs MDI im chinesischen Chongqing investiert, sagte der stellvertretende Vorstandschef, Martin Brudermüller, am Dienstag in Ludwigshafen. Die neue Anlage solle 2014 in Betrieb gehen und eine jährliche Kapazität von 400.000 t/a besitzen. Rund 10 Mrd. € will BASF nach früheren Angaben insgesamt bis 2020 in Asien investieren. Ein großer Teil davon fließe in das Kunststoffgeschäft, sagte Brudermüller. Das werden Anlagen für Grundprodukte aber auch solche für Kunststoff-Spezialitäten sein.

"Mit 6% pro Jahr erwarten wir das höchste Marktwachstum in Asien, wo der Kunststoffverbrauch größer ist als in Europa und Nordamerika zusammen", sagte Brudermüller, der im Konzern für das Asiengeschäft verantwortlich ist. Dabei trage China mehr als die Hälfte zur Kunststoffnachfrage in der Region bei. Der starke Fokus auf Asien gilt nicht nur für das Kunststoffgeschäft. BASF hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 rund 75% aller seiner Chemieprodukte, die in Asien verkauft werden, auch vor Ort herzustellen. Rund 25 Mrd. € Umsatz will der weltgrößte Chemiekonzern 2020 in der Region Asien-Pazifik erwirtschaften nach 12,5 Mrd. € im vergangenen Jahr.

BASF hatte sein Kunststoffgeschäft unlängst neu sortiert. Die alte Sparte Plastics wurde aufgelöst. Das Geschäft mit vielen Kunststoffgruppen wie etwa mit Polyurethanen, Schäumen oder Styropor wurde in der Sparte Performance Materials zusammengefasst. Geschäfte mit Basiskunststoffen wie dem Vorprodukt MDI oder dem Weichschaumrohstoff TDI wurden in den neuen Bereich Monomers gepackt, der zum Chemicals-Segment gehört. In diesem Segment hat der Konzern seine Geschäfte mit Grundchemikalien wie etwa Petrochemieprodukten gebündelt.

 

 

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