Bayer investiert in Immunzelltherapie

Century Therapeutics, ein von Versant Ventures gegründetes Unternehmen, entwickelt allogene – also für größere Personenzahlen oder sogar universell einsetzbare – Immunzelltherapien gegen Krebs. Zum Start investieren Bayer, Versant und Fujifilm Cellular Dynamics (FCDI) 250 Mio. USD. Damit soll Century mehrere Programme für hämatologische und solide Tumore in die klinische Erprobung bringen.

Die Technologie von Century beruht auf induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSC), die sich unbegrenzt selbst erneuern. Damit lassen sich in mehreren Zyklen der Zelllinienentwicklung Masterzellbanken mit modifizierten Zellen herstellen. Diese können weiter vervielfältigt und in sogenannte Immuneffektorzellen – zum Beispiel „Killerzellen“ – differenziert werden, sodass viele verschiedene breit einsetzbare Therapeutika erhalten werden. Mit dieser Plattform hebt sich Century von anderen Wettbewerbern ab, die Zelltherapien aus nichterneuerbaren Spenderzellen entwickeln.

Century wurde bereits 2018 im Rahmen einer strategischen Partnerschaft von Versant Ventures und FCDI, einem Tochterunternehmen von Fujifilm, gegründet, um Immuneffektorzellen für die Krebstherapie zu entwickeln. Die iPSC-Zellplattform von FCDI umfasst den gesamten Produktionsprozess und wurde in den vergangenen 15 Jahren optimiert. Sie beruht auf der neuesten Technologie zur Umprogrammierung mit episomalen, integrationsfreien Verfahren zur Gewinnung von iPSC-Zelllinien nach GMP-Standard. Century kann darüber hinaus exklusiv auf die führende Differenzierungs- und Prozessentwicklungskompetenz von FCDI zugreifen, um Immuneffektorzellen wie etwa T-Zellen, NK-Zellen, Makrophagen und dendritische Zellen im kommerziellen Maßstab nach GMP-Standard herstellen zu können. Wie im Lizenzvertrag zur iPSC-Plattform vereinbart, ist FCDI Hauptlieferant der Zellprodukte von Century.

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