Bayer operativ stark ins Jahr gestartet

Der Bayer-Konzern ist operativ stark ins Jahr gestartet. „Einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte unser Agrargeschäft. Auch Pharmaceuticals entwickelte sich sehr erfreulich“, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am Donnerstag bei der Vorlage der Mitteilung zum 1. Quartal 2019. Die Division Crop Science hat ihren nominalen Umsatz und ihr Ergebnis dank des neu akquirierten Agrargeschäfts mehr als verdoppelt. Pharmaceuticals steigerte Umsatz und Ergebnis deutlich. Dagegen blieb Consumer Health erwartungsgemäß unter dem Vorjahresniveau. Den Geschäftsausblick des Konzerns für 2019 bestätigte Baumann.

Auch bei der angekündigten Trennung vom Tiergesundheitsgeschäft (Animal Health) geht es planmäßig voran. Nach der strategischen Überprüfung der Möglichkeiten in den vergangenen Monaten liegt das Hauptaugenmerk jetzt auf einem Verkauf. Bayer zieht jedoch weiterhin alle wertmaximierenden Möglichkeiten in Betracht. Die Herauslösung des Geschäfts aus dem Konzern und weitere Vorbereitungen sind im Gange.

Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 4,1% (nominal 42,4) auf 13,015 Mrd. EUR. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 44,6% auf 4,188 Mrd. EUR, wenngleich negative Währungseffekte – ohne Berücksichtigung des akquirierten Geschäfts – mit 110 Mio. EUR belasteten. Das EBIT verringerte sich um 15,6% auf 1,950 Mrd. EUR. Es wurde gemindert durch Sonderaufwendungen von 1,050 Mrd. (Vorjahr: 78 Mio.) EUR. Diese standen vor allem in Verbindung mit der Akquisition und Integration von Monsanto (492 Mio. EUR) sowie mit den angekündigten Restrukturierungen (393 Mio. EUR).

Das Konzernergebnis ging aufgrund der hohen Sonderaufwendungen um 36,5% zurück auf 1,241 Mrd. EUR. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich hingegen trotz der gestiegenen Aktienanzahl um 13,8% auf 2,55 EUR. Den Free Cash Flow verdoppelte Bayer annähernd auf 508 Mio. EUR. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich zum 31. März 2019 im Vergleich zum Jahresende 2018 um 3,0% auf 36,740 Mrd. EUR – aufgrund negativer Währungseffekte sowie der Erstanwendung der neuen Leasingvorschriften des IFRS 16.

Bayer bestätigt die Prognosezahlen – zu konstanten Wechselkursverhältnissen aus dem Jahr 2018 – für das laufende Jahr.

Für 2019 erwartet der Konzern einen Umsatz von etwa 46 Mrd. EUR. Dies entspricht einer wpb. Steigerung um etwa 4%. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA will Bayer auf rund 12,2 Mrd. EUR steigern. Für das bereinigte Ergebnis je Aktie plant das Unternehmen einen Anstieg auf etwa 6,80 EUR. Auch die Prognosen für die Segmente sind unverändert gegenüber dem Geschäftsbericht 2018. Bei den Zielen nicht berücksichtigt sind die Pläne zur Trennung von der Geschäftseinheit Animal Health, zum Verkauf der Consumer-Health-Marken Coppertone und Dr. Scholl’s sowie zur Veräußerung des 60%igen Anteils am deutschen Standortdienstleister Currenta.

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