Bayer sieht sich operativ auf Kurs

De Bayer-Konzern ist im 2. Quartal 2019 weiter gewachsen. „Bayer ist operativ auf Kurs“, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am Dienstag bei der Vorlage des Halbjahresfinanzberichts. „Während unser Crop-Science-Umsatz vor allem durch die extremen Wetterbedingungen in Nordamerika beeinträchtigt war, erzielten wir bei Pharmaceuticals erfreuliche Zuwächse.“ Positiv entwickelte sich auch die Division Consumer Health. Den Konzernausblick für 2019 bestätigte Baumann, dieser sei jedoch zunehmend ambitioniert.

Der Konzernumsatz erhöhte sich im 2. Quartal währungs- und portfoliobereinigt um 0,9% auf 11,485 Mrd. EUR. Nominal entspricht das einem deutlichen Plus von 21,1%. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 24,7% auf 2,927 Mrd. EUR. Im Jahresvergleich belasteten negative Währungseffekte, insbesondere aus Hedging, das Ergebnis mit 59 Mio. EUR. Das EBIT sank um 31,2% auf 926 Millionen EUR. Im EBIT sind per saldo Sonderaufwendungen von 859 (Vorjahr: 362) Mio. EUR enthalten. Diese stehen im Wesentlichen in Verbindung mit Wertminderungen im Zusammenhang mit der vereinbarten Desinvestition von Dr. Scholl’s sowie den Aufwendungen für die angekündigten Restrukturierungen.

Das Konzernergebnis ging um 49,1% auf 404 Mio. EUR zurück. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft verbesserte sich hingegen um 5,9% auf 1,62 EUR. Der Free Cash Flow belief sich auf 751 Mio. EUR (minus 60,8%). Der deutliche Rückgang ist auf die Saisonalität des neu erworbenen Crop-Science-Geschäfts zurückzuführen. Durch den Erwerbszeitpunkt im Juni 2018 waren die cashflow-belastenden Monate April und Mai im Vorjahr nicht enthalten. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich zum 30. Juni im Vergleich zum 31. März 2019 um 5,6% auf 38,808 Mrd. EUR, im Wesentlichen durch die Dividendenausschüttung.

Ausblick für 2019 bestätigt, aber zunehmend ambitioniert
Das Unternehmen bestätigt die Prognose für den Konzern und die Segmente für das Geschäftsjahr 2019 – allerdings ist der Ausblick in Anbetracht des schwierigen Umfelds für das Crop-Science-Geschäft zunehmend ambitioniert.

Für 2019 erwartet Bayer einen Umsatz von etwa 46 Mrd. EUR zu konstanten Wechselkursen aus dem Jahr 2018. Dies entspricht einer wpb. Steigerung um etwa 4%. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA will Bayer wb. auf rund 12,2 Mrd. EUR steigern. Für das bereinigte Ergebnis je Aktie plant das Unternehmen einen Anstieg auf etwa 6,80 EUR – ebenfalls zu konstanten Wechselkursen aus dem Jahr 2018. Bei den Zielen nicht berücksichtigt sind die Pläne zur Trennung von der Geschäftseinheit Animal Health, der vereinbarte Verkauf der Consumer-Health-Marken Coppertone und Dr. Scholl’s sowie die geplante Veräußerung des 60%igen Anteils am deutschen Standortdienstleister Currenta.

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