BioMCN produziert erneuerbares Methanol aus grünem Wasserstoff

Nouryon und Gasunie haben eine Vereinbarung über die Lieferung von grünem Wasserstoff an BioMCN zur Herstellung von erneuerbarem Methanol aus CO2 abgeschlossen. Laut den Unternehmen ist dies der nächste Schritt zur Nachhaltigkeit von Prozessen in der Branche.

Nouryon und Gasunie untersuchen aktuell die mögliche Umwandlung von nachhaltigem Strom in grünen Wasserstoff in einer 20 MW Wasserelektrolyseeinheit in Delfzijl in den Niederlanden. Eine endgültige Entscheidung über das Projekt wird im Laufe dieses Jahres erwartet.

BioMCN wird Wasserstoff aus der geplanten Anlage und CO2 aus anderen Prozessen zur Herstellung von erneuerbarem Methanol, einem Rohstoff für Biobrennstoffe und eine Vielzahl chemischer Ausgangsstoffe, einsetzen. Gegenüber auf fossiler Basis hergestelltem Methanol werden durch diesen Prozess die CO2-Emissionen um bis zu 27.000 t/a reduziert.

Søren Jacobsen, Managing Director von BioMCN: „Diese Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt in Richtung Kreislaufproduktion. Durch die Versorgung mit grünem Wasserstoff können wir Erdgas als Ausgangsstoff ersetzen sowie den Kohlenstoffausstoß recyceln und zur Herstellung neuer Rohstoffe und Brennstoffe verwenden.“ Dadurch würden CO2-Emissionen in CO2-Einsparungen umgewandelt und die Niederlande beim Erreichen ihrer Ziele im Bereich Senkung der CO2-Emissionen unterstützt.

Knut Schwalenberg, Managing Director Industrial Chemicals von Nouryon, fügt hinzu: „Grüner Wasserstoff ist eine realistische Alternative zu fossilen Rohstoffen und eröffnet neue Möglichkeiten der grünen Chemie.“ Diese Vereinbarung werde langfristiges Wachstum in diesem Markt fördern.

Gerard van Pijkeren, Managing Director von Gasunie New Energy: „Die Gasinfrastruktur spielt eine verbindende und vereinfachende Rolle in der Energiewende. Wir werden zukünftig in unseren Leitungen unterschiedliche Energiequellen transportieren, darunter Wasserstoff und grünes Gas.“ Nach seinen Worten kann Gasunie als unabhängiger Netzwerkbetreiber Wasserstoff von unterschiedlichen Lieferanten zum Transport in die wichtigen Industriezentren in den Niederlanden bündeln.

Dieses Netzwerk könne bis 2030 eine Kapazität von 10 GW oder mehr erreichen.

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