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Biotech: Amgen will Micromet kaufen

29.01.2012 -

In der Biotechbranche bahnt sich eine Milliardenübernahme an. Der weltgrößte Biotechnologie-Konzern Amgen aus den USA will für 1,16 Mrd. US-$ den kleineren Rivalen Micromet übernehmen. Der Konzern werde den Micromet-Aktionären 11 US-$ je Aktie in bar bieten, teilte Amgen mit. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits in der Medikamenten-Entwicklung zusammen. Die in Rockville im US-Bundesstaat Maryland ansässige Micromet hat deutsche Wurzeln. Das Unternehmen ist vor 19 Jahren in Deutschland gegründet worden und betreibt ein Forschungszentrum in München. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben der Übernahme bereits zugestimmt.

 Nachdem die beiden Unternehmen im Juli eine umfangreiche Kooperation zur Entwicklung von therapeutischen Antikörpern gegen solide Tumore gestartet haben, gab Amgen die geplante Übernahme des Münchener Unternehmens Micromet bekannt. Für die freundliche Übernahme werden den Aktionären 11 US-$ pro Aktie geboten, womit der Wert des Unternehmens auf etwa  1,16 Mrd. US-$ beziffert wird. Die Übernahme beeinhaltet unter anderem Blinatumomab, einen BiTE-Antikörper zur Therapie von Akuter Lymphatischer Leukämie (ALL) in der Phase 2.

Das Biotechnologie-Unternehmen Micromet ist auf die Entwicklung von innovativen Krebsmedikamenten spezialisiert und wurde 1993 als Spin-off der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) gegründet. Heute befindet sich die Firmenzentrale in Rockville, USA und in München ein Forschungs- und Entwicklungszentrum. Dieser Standort soll nach der Übernahme erhalten bleiben und zum Center of Excellence von Amgen ausgebaut werden. Das weltweit größte Biotechnologie-Unternehmen würde damit in München seine größte Niederlassung außerhalb der USA unterhalten.