Biotest stellt Medikamente aus Plasma von geheilten Covid-19-Patienten her

Kooperation mit Bio Products Laboratory, CSL, LFB, Octapharma und Takeda

Durch die Bereitschaft vieler Menschen zur Plasmaspende ist Biotest in der Lage, den Schutz schwerkranker Patienten zu gewährleisten. Mit dem Fortschreiten der Covid-19-Pandemie haben immer mehr potentielle Plasmaspender bereits Antikörper entwickelt. Das ist insbesondere für Risikopatienten von großer Bedeutung, die auf Medikamente von Biotest angewiesen sind, z.B. Patienten mit Immundefekten oder mit Immunsuppression aufgrund einer Transplantation oder Chemotherapie. Daher arbeitet Biotest daran, so schnell wie möglich Plasma von Spendern zu sammeln, die Antikörper gegen das Coronavirus gebildet haben.

Darüber hinaus arbeitet Biotest mit Hochdruck an einem neuen Medikament gegen Covid-19 basierend auf Hyperimmunplasma. Mit einem sich in der Entwicklung befindlichen Test sollen sämtliche Plasmaspenden auf Antikörper gegen Covid-19 untersucht werden, um die Spenden mit den meisten Antikörpern in einem Produktionspool zu einem neuen Hyperimmunglobulin gegen Covid-19 verarbeiten zu können. Dieses Medikament könnte dann bei schweren Verläufen von Covid-19 therapeutisch eingesetzt werden.

In diesem Zusammenhang ist Biotest eine industrieweite Kooperation eingegangen. Zusammen mit Bio Products Laboratory, CSL, LFB, Octapharma und Takeda wird die Allianz sofort mit der Entwicklung eines polyklonalen Hyperimmunglobulin-Arzneimittels ohne Markenzeichen einer spezifischen Firma gegen SARS-CoV-2 beginnen. Das neue Medikament hat das Potenzial, Personen mit schwerwiegendem Covid-19-Verlauf wirksam zu helfen.

Die Zusammenarbeit wird das Fachwissen und die Arbeit der Unternehmen bündeln, die bereits voll angelaufen ist. Experten der Allianz werden über wichtige Aspekte wie Plasmasammlungen, Entwicklung klinischer Studien und Herstellung zusammenarbeiten. Die Allianz ist offen für weitere Unternehmen und Institutionen.

Die Entwicklung eines Hyperimmunglobulins erfordert Plasmaspenden von vielen Personen, die sich vollständig von Covid-19 erholt haben, und deren Blut hohe Mengen an Antikörpern enthält, die das neuartige Coronavirus neutralisieren können. Nach der Sammlung wird das "Rekonvaleszenten"-Plasma zu den Produktionsstätten transportiert, wo es mit modernsten Technologien einschließlich effektiver Prozesse zur Inaktivierung und Entfernung von Viren aufgereinigt und hoch konzentriert wird.

Ein noch kurzfristigerer zur Verfügung stehender Ansatz, der in vielen Ländern wie auch in Deutschland derzeit vorangetrieben wird, ist der direkte Einsatz von "Rekonvaleszenten"-Plasma als Therapeutikum.

Der kurzfristigen Verfügbarkeit steht bei diesem direkten therapeutischen Einsatz von Plasma eine wahrscheinlich geringere Effektivität sowie vermehrte Nebenwirkungen im Vergleich zu einem Hyperimmunglobulin gegenüber.

Vor einer Woche hat der ungarische Gesundheitsminister ein "Wissenschaftliches Konsortium" ins Leben gerufen, um die Sammlung und klinische Anwendung von Plasma von geheilten Coronavirus-Patienten einzuführen. Die Mitglieder des Konsortiums sind: Landesbluttransfusionsdienst, Nationales Pharmakologisches Institut, Nationales Zentrum für öffentliche Gesundheit und Nationales Institut für Infektiologie und Hämatologie.

Das Gesundheitsministerium hat die ungarische Plasmasammelgesellschaft der Biotest, Plazmaszolgálat, gebeten, exklusiv Covid-19 Hyperimmunplasma zu diesem Zwecke zu sammeln. In einem der Zentren in Budapest werden neben dem normalen Betrieb die geheilten Patienten empfangen. Das gespendete Plasma wird dann vom ungarischen Bluttransfusionsdienst weiterprozessiert.

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