Boehringer Ingelheim mit erfolgreichem Geschäftsjahr 2016

Boehringer Ingelheim blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Der Umsatz ist in allen Geschäftsbereichen gestiegen. Gleichzeitig hat man 2016 den Umbau des Unternehmens wie geplant abgeschlossen und konzentriert sich künftig auf Humanpharmazeutika, Tiergesundheit und biopharmazeutische Auftragsproduktion. „Sowohl unsere Humanpharmazeutika als auch die Präparate der Tiergesundheit haben mit guten Wachstumsraten zu unserer positiven Geschäftsentwicklung beigetragen“, erklärte Hubertus von Baumbach, Vorsitzender der Unternehmensleitung, heute anlässlich der Bilanzpressekonferenz. „Wir sehen zuversichtlich in die Zukunft, insbesondere nachdem wir den Umbau unseres Geschäfts erfolgreich abgeschlossen haben.“

Das Unternehmen erzielte 2016 einen Umsatz von rund 15,9 Mrd. EUR, was währungsbereinigt einem Anstieg von 7,3% (auf Euro-Basis: +7,1%) entspricht. Bei einem um 27% verbesserten Betriebsergebnis von rund 2,9 Mrd. EUR ergibt sich eine Umsatzrendite von 18,1%. Boehringer Ingelheim beschäftigte 2016 weltweit im Durchschnitt fast 45.700 Mitarbeiter. Durch die zum 1. Januar 2017 erfolgte Übernahme der Tiergesundheitssparte von Sanofi, Merial, im Zuge eines Geschäftstauschs erhöhte sich die Mitarbeiterzahl auf rund 50.000.

Umfangreiche Neuausrichtung abgeschlossen
Boehringer Ingelheim hatte seit mehr als zwei Jahren intensiv an einem umfassenden Wandel des Unternehmens gearbeitet. Die Integration von Merial war ein wichtiger Meilenstein. Das vereinte Tiergesundheitsgeschäft ist das einzige europäische Unternehmen dieser Größenordnung im internationalen Wettbewerbsumfeld. „Unser Ziel ist es, das Beste aus beiden Organisationen zu bewahren und gleichzeitig auf gemeinsamen Stärken, Erfahrungen und Fähigkeiten aufzubauen“, sagte von Baumbach. Die neue Tiergesundheit von Boehringer Ingelheim ist Marktführer bei Antiparasitika und Impfstoffen für Nutz- und Haustiere.

Humanpharmazeutika: Markteinführungen und hohe Investitionen in F&E
Das Unternehmen wird im Bereich Humanpharmazeutika an weiteren bedeutenden Innovationen in den Therapiegebieten Atemwegserkrankungen, kardiometabolische Erkrankungen, Onkologie, Erkrankungen des zentralen Nervensystems und Immunologie arbeiten.

Mittelfristig prüft Boehringer Ingelheim zum Beispiel, ob das gemeinsam mit Eli Lilly and Company vermarktete Diabetespräparat Jardiance auch bei chronischer Herzinsuffizienz mit und ohne Diabetes zum Einsatz kommen kann. Neue Studien haben dieses Jahr begonnen. Im Therapiegebiet Onkologie untersucht das Unternehmen die Wirksamkeit von Nintedanib beim Mesotheliom, einem durch Asbest ausgelösten aggressiven Krebs des Brustfells.

Auf längere Sicht setzt man verstärkt auf Partnerschaften mit Universitäten, wissenschaftlichen Einrichtungen und Biotechnologieunternehmen. „Unser Bekenntnis zu Forschung und Entwicklung ist eine wichtige Säule unserer Strategie“, bekräftigte von Baumbach. Im Jahr 2016 hatte das Unternehmen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen um 4% auf rund 3,1 Mrd. EUR erneut erhöht.

Umsatzwachstum in allen Geschäften
Der Konzern ist im vergangenen Jahr in allen Geschäften wachsen. „Die Umsatzsteigerung des Jahres 2016 hat unsere Erwartungen übertroffen“, betonte Simone Menne, Mitglied der Unternehmensleitung mit Verantwortung für Finanzen. „Dies resultiert aus der erfolgreichen Platzierung unserer innovativen Produkte sowie aus der guten Marktposition unserer etablierten Präparate.“ Darüber hinaus hat der Erhalt einer im Rahmen einer Kooperation mit AbbVie im Bereich Immunerkrankungen vereinbarten Zahlung diese gute Entwicklung gestützt.

Insgesamt legte der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, dem größten Geschäft von Boehringer Ingelheim, währungsbereinigt um 7,4% auf rund 12 Mrd. EUR zu (auf Euro-Basis: +7,5%). Mit einem Umsatz von knapp 3 Mrd. EUR war das Atemwegsmedikament Spiriva unverändert das umsatzstärkste Präparat.

Im Gesamtumsatz 2016 sind noch keine Umsätze des zum 1. Januar 2017 integrierten Tiergesundheitsgeschäfts von Sanofi enthalten. Mit seinem traditionellen Tiergesundheitsportfolio erzielte das Unternehmen 2016 rund 1,5 Mrd. EUR Umsatz, was mehr als 9% des Gesamtumsatzes entspricht. Mit biopharmazeutischer Auftragsproduktion erwirtschaftete man im vergangenen Jahr 613 Mio. EUR Umsatz. Das Wachstum betrug 6,4%.

Im Jahr 2016 hat das Selbstmedikationsgeschäft zum letzten Mal zum Umsatz des Unternehmens beigetragen, denn seit dem 1. Januar 2017 gehört es zu Sanofi. Boehringer Ingelheim erwirtschaftete im vergangenen Jahr in diesem Bereich mit rund 1,6 Mrd. EUR fast 10% des Gesamtumsatzes.

Ausblick 2017
Für das laufende Geschäftsjahr geht man von einer währungsbereinigt deutlichen Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr aus. Dazu trägt vor allem die Integration des neuen Tiergesundheitsgeschäfts bei.

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