Boehringer Ingelheim mit gutem Wachstum im ersten Halbjahr 2017

Boehringer Ingelheim zieht eine positive Bilanz nach dem ersten Halbjahr 2017. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungsbereinigt um 24% auf 9,2 Mrd. EUR (auf Euro-Basis: +27%). Das Unternehmen konnte im ersten Halbjahr erstmals die Umsätze der Anfang des Jahres übernommenen Tiergesundheitssparte von Sanofi, Merial, verbuchen. Dies hat wie erwartet maßgeblich zum starken Umsatzanstieg beigetragen. Doch auch die Geschäftsbereiche Humanpharmazeutika und biopharmazeutische Auftragsproduktion wuchsen. Vor diesem Hintergrund geht Boehringer Ingelheim für das laufende Geschäftsjahr unverändert von einer währungsbereinigt deutlichen Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr aus.

„Nach einer Phase des intensiven Wandels haben wir die umfangreiche Neuausrichtung unseres Unternehmens weitestgehend abgeschlossen“, erklärte Hubertus von Baumbach, Vorsitzender der Unternehmensleitung. „Unser Ziel ist es, uns mit innovativen Medikamenten höchsten medizinischen Herausforderungen zu stellen. Um dieses Ziel zu erreichen, investieren wir überdurchschnittlich in die Erforschung und die Entwicklung neuer Therapieoptionen. Damit leisten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit von Mensch und Tier.“

Mit Humanpharmazeutika, dem größten Geschäftsbereich von Boehringer Ingelheim, erzielte das Pharmaunternehmen im ersten Halbjahr einen Umsatz von rund 6,1 Mrd. EUR. Das entspricht einem währungsbereinigten Plus von 10% (auf Euro-Basis: +12%) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vor allem die neueren Medikamente erwiesen sich als Wachstumstreiber. So konnte das Diabetesportfolio mit einem währungsbereinigten Plus von 55% auf 1,2 Mrd. EUR zulegen (auf Euro-Basis: +59%). Boehringer Ingelheim vermarktet die Diabetesmedikamente gemeinsam mit Eli Lilly. Ebenfalls deutliches Wachstum zeigte OFEV zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose (IPF): Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 67% auf 429 Mio. EUR an (auf EUR-Basis: +72%).

Ein wichtiger Schwerpunkt des Unternehmens ist die Forschung und Entwicklung für Humanpharmazeutika, die Boehringer Ingelheim vor zwei Jahren strategisch neu aufgestellt hat. „Wir bauen unser Netzwerk von Partnerschaften in allen Therapiegebieten aus und haben darüber hinaus auch vielversprechende für uns neue Therapiegebiete im Blick“, sagte von Baumbach weiter.

Neben potenziellen neuen Wirkstoffen setzt Boehringer Ingelheim dabei auch auf Indikationserweiterungen für bewährte Produkte. Jüngste Ergebnisse einer Phase-II-Studie zeigen beispielsweise, dass man bei Patienten mit einem bösartigen Tumor des Brustfells (malignes Pleuramesotheliom), die sich einer Chemotherapie unterziehen (Erstlinientherapie), das Risiko einer Krankheitsprogression um fast die Hälfte reduzieren kann, wenn man Nintedanib zusätzlich verabreicht. Beim malignen Pleuramesotheliom handelt es sich um eine seltene, aggressive Krebserkrankung, die meist auf eine Asbestexposition zurückzuführen ist.

„Unser Umsatz in der Tiergesundheit hat sich durch die Integration des Tiergesundheitsgeschäfts Merial mehr als verdreifacht“, erläuterte Simone Menne, Mitglied der Unternehmensleitung mit Verantwortung für Finanzen. Boehringer Ingelheim hat hier im ersten Halbjahr rund 2,1 Mrd. EUR Umsatz erwirtschaftet (Vorjahr: 688 Mio. EUR), was mehr als einem Fünftel des Gesamtumsatzes entspricht. Zum Umsatz trug neben den starken Marken für Kleintiere zum Schutz vor Zecken und Flöhen vor allem der Schweineimpfstoff aus dem ursprünglichen Boehringer Ingelheim-Portfolio bei.

Der Umsatz im Geschäft mit biopharmazeutischer Auftragsproduktion legte um 18% zu und erreichte 256 Mio. EUR. Im April war der Spatenstich für den Ausbau der biopharmazeutischen Produktion im österreichischen Wien erfolgt. Das Unternehmen investiert hier fast 700 Mio. EUR inklusive infrastruktureller Maßnahmen. Dies stellt die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte dar. In Shanghai hat das Unternehmen im Mai eine neue biopharmazeutische Produktionsstätte eröffnet. In einer ersten Investitionsphase wurden bereits mehr als 70 Mio. EUR in das Projekt investiert.

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