Boehringer strebt weitere Zulassung für Schlaganfallmittel an

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will das Einsatzgebiet seines lukrativen Schlaganfall-Medikaments Pradaxa in Europa vergrößern. Boehringer beantragte bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA auch die Zulassung der Arznei zur Bekämpfung von tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien, wie Deutschlands zweitgrößter Arzneimittelhersteller am Montag mitteilte. Pradaxa gehört zu den Umsatzstützen des Konzerns. Im vergangenen Jahr waren die Pradaxa-Verkaufserlöse um 76,2% gestiegen und hatten damit erstmals die Schwelle von 1 Mrd. € überschritten. Zu den größten Wettbewerbern im Pradaxa-Geschäft gehören Bayer und Johnson & Johnson mit ihrem Präparat Xarelto sowie Pfizer und Bristol-Myers Squibb mit ihrer Arznei Eliquis.

Pradaxa ist seit Ende 2010 in den USA und seit dem zweiten Halbjahr 2011 auch in Europa auf dem Markt. Wichtigstes Einsatzgebiet ist die Verhinderung von Schlaganfällen bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Pradaxa gehört wie Xarelto und Eliquis zu einer Gruppe neuer Arzneien, die das Jahrzehnte bewährte und inzwischen patentfreie Warfarin als Standardmedikament bei der Schlaganfall-Prophylaxe ablösen wollen.

 

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