Covestro: Prognose für 2019 nach erstem Halbjahr bestätigt

Basierend auf den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2019 bestätigt Covestro die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Erwartungsgemäß prägten der anhaltend hohe Wettbewerbsdruck sowie Unsicherheiten in wichtigen Absatzmärkten auch das zweite Quartal. Während die abgesetzten Mengen im Kerngeschäft um 1,1% anstiegen, sank der Konzernumsatz aufgrund niedrigerer Verkaufspreise auf 3,2 Mrd. EUR (-16,9%). Das EBITDA hat sich mit 459 Mio. EUR auf dem Niveau des ersten Quartals 2019 (442 Mio. EUR) stabilisiert, lag aber deutlich unter dem herausragenden Ergebnis des Vorjahresquartals (-53,4%). Der Ergebnisrückgang resultierte im Wesentlichen aus geringeren Margen in den Segmenten Polyurethanes und Polycarbonates. Das Konzernergebnis ging auf 189 Mio. EUR zurück. Der Free Operating Cash Flow betrug aufgrund gesunkener Cashflows aus operativer Tätigkeit und höheren Investitionen -55 Mio. EUR.

„Die Wirtschaftslage bleibt herausfordernd, zumal die globalen wirtschaftlichen wie politischen Unsicherheiten weiter bestehen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Markus Steilemann. „Dennoch haben wir unsere Ergebnisziele erreicht und konnten unsere abgesetzten Mengen im zweiten Quartal wieder steigern. Dies bestätigt den Trend hin zu nachhaltigeren Lösungen, die wir für viele Industrien anbieten.“

Die Ergebnisse der ersten sechs Monate lagen zwar deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, allerdings war 2018 in einigen Produktgruppen noch von außergewöhnlich hohen Margen geprägt.

„Die Halbjahresergebnisse haben unsere Erwartungen im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld erfüllt. Daher bestätigen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr. Gleichzeitig werden wir die weitere Entwicklung in unseren Hauptabsatzmärkten genau verfolgen“, erklärte Finanzvorstand Thomas Toepfer. „Die Automobilindustrie entwickelte sich bisher deutlich schwächer als angenommen, die Bauindustrie sowie die Holz- und Möbelindustrie dafür besser.“

Für das Gesamtjahr 2019 rechnet Covestro weiterhin mit einem Mengenwachstum im Kerngeschäft im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Beim FOCF erwartet der Konzern einen Wert zwischen 300 und 700 Mio. EUR sowie einen ROCE zwischen 8 und 13%. Das EBITDA für das Gesamtjahr soll zwischen 1,5 und 2,0 Mrd. EUR liegen, im dritten Quartal erwartet der Konzern ein EBITDA von ungefähr 410 Mio. EUR.

Insgesamt war das erste Halbjahr 2019 wie erwartet von zunehmender Wettbewerbsintensität geprägt. Die abgesetzten Mengen blieben weitgehend stabil (-0,4%), der Konzernumsatz sank aufgrund eines niedrigeren Verkaufspreisniveaus um 16,4% auf 6.386 Mio. EUR. Insbesondere in den Segmenten Polyurethanes und Polycarbonates lagen die Verkaufspreise deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. In der Folge reduzierte sich das EBITDA um 56,0% auf 901 Mio. EUR. Das Konzernergebnis lag bei 368 Mio. EUR (-70,5%). Der Free Operating Cash Flow ging auf -100 Mio. EUR zurück.

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