"Ein guter Anfang braucht Begeisterung, ein gutes Ende Disziplin."

Der Chemiker Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger kreierte das Motto des DFB für die WM 2014

  • Der Chemiker Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger kreierte das Motto des DFB für die WM 2014.Der Chemiker Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger kreierte das Motto des DFB für die WM 2014.

Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger, von 1990 bis 1997 Forschungsvorstand der BASF und 1994/1995 Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker, hat in seiner aktiven beruflichen Laufbahn und auch danach zahlreiche Ehrungen erhalten, u.a. das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Seiner Vita kann er nun neben den Bezeichnungen „Chemiker, Erfinder, Manager und Autor" eine weiter hinzufügen: „Geistiger Vater des Fußballweltmeistertitels 2014".

„Nanu?!", werden Sie denken, was hat ein Chemiker mit Fußball zu tun?" - einmal abgesehen von den Materialinnovationen der Chemie, die Athleten in fast allen Sportarten zu Höchstleistungen befähigen und den Zuschauern in den Arenen und vor den TV-Geräten spannende Wettkämpfe bescheren. Die Erklärung ist einfach: "Ein guter Anfang braucht Begeisterung, ein gutes Ende Disziplin", lautete das Motto des DFB für die WM 2014 in Brasilien. Kreiert hat diesen Aphorismus der Chemiker Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger.

„Während der Fußball-Weltmeisterschaft erhielt ich einen Anruf aus Brasilien. Ein Reporter fragte mich, ob ich wüsste, dass ein Aphorismus von mir zum Motto der deutschen Nationalelf ausgewählt worden sei. Ich wusste es natürlich nicht," so Quadbeck-Seeger. Kein Problem, der DFB reagierte schnell und korrekt und ließ dem Chemiker die gebührende Anerkennung zuteilwerden. Ihm wird sogar im Abspann des WM-Films "Die Mannschaft", der momentan in den Kinos läuft, für seinen Geistesblitz gedankt.

Gegenüber CHEManager erläuterte der ehemalige Forschungsvorstand der BASF, dass ihm dieser Spruch während eines zwischenzeitlich ins Stocken geratenen Innovationsprozesses bei der BASF eingefallen sei. Schon damals hat der Aphorismus für die BASF zu einem erfolgreichen Abschluss des Projekts geführt, so wie auch am 13. Juli dieses Jahres in Rio für die deutsche Nationalmannschaft.

„Ich konnte mich noch gut erinnern, wie dieser Aphorismus entstanden war," so Quadbeck-Seeger, „es war jedoch schwierig zu erkunden, wie sein Weg zum Co-Trainer Hansi Flick verlief, der ihn ausgewählt hatte.

Aphorismen können bei Nennung des Autors ohne Copyright überall veröffentlicht werden. Herr Flick hatte ihn irgendwo gelesen und sich später daran erinnert, allerdings nicht an den Autor gedacht. Die Angelegenheit ist inzwischen mit dem DFB einvernehmlich geregelt, denn ich habe mich über diese unverhoffte Wertschätzung ja gefreut. Joachim Löw hat sich freundlich bedankt, zumal der Aphorismus offensichtlich seine Wirkung gezeigt hat." Und abschließend freut sich der ehemalige GDCh-Präsident: „So kam ein Chemiker auf seine alten Jahre noch zu Fußball-Ehren."

Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger hat als Autor und Herausgeber Bücher zum Thema Innovationen sowie populärwissenschaftliche Bücher zur Chemie veröffentlicht. Er ist zudem ein begnadeter Schöpfer von Aphorismen und Herausgeber von Aphorismensammlungen, die bei Wiley-VCH erschienen sind.

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