Evotec profitiert von Kooperationen

Geschäftsjahr 2016 mit guten Finanzergebnissen

Evotec hat die Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2016 bekannt gegeben. Demnach stieg der Konzernumsatz für 2016 um 29% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs auf 164,5 Mio. EUR an (2015: 127,7 Mio. EUR). Dem Anstieg zugrunde lagen in erster Linie ein Wachstum des EVT Execute-Kerngeschäfts, der Sanofi-Beitrag für das gesamte Jahr sowie erhebliche Meilensteinzahlungen. Vor Umsätzen aus Meilensteinen, Abschlagszahlungen und Lizenzen belief sich der Basisumsatz 2016 auf 145,6 Mio. EUR, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 26% entspricht (2015: 115,4 Mio. EUR). Die Umsätze aus Meilensteinen, Abschlagszahlungen und Lizenzen sind mit 18,9 Mio. EUR gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs (12,3 Mio. EUR) um 54% höher ausgefallen. Dies lag vor allem an höheren Meilensteinen, insbesondere in den Kooperationen des Unternehmens mit Bayer. Die Bruttomarge stieg 2016 auf 35,6% an (2015: 27,5%). Dieser Anstieg ist auf die oben genannten Gründe des Umsatzanstiegs, eine verbesserte Kapazitätsauslastung sowie positive Währungseffekte zurückzuführen.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Jahr 2016 18,1 Mio. EUR und blieben somit auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr (2015: 18,3 Mio. EUR). Die Vertriebs- und Verwaltungskosten des Konzerns haben sich im Jahr 2016 um 7% auf 27,0 Mio. EUR erhöht (2015: 25,2 Mio. EUR). Dieser Anstieg resultiert vor allem aus der Ganzjahresbetrachtung der Sanofi-Kooperation, der aufgrund des Unternehmenswachstums gestiegenen Mitarbeiterzahl sowie einmaligen M&A-Kosten, die sich insbesondere auf die Cyprotex-Akquisition beziehen. Das bereinigte Konzern-EBITDA stieg 2016 erheblich an und belief sich auf 36,2 Mio. EUR (2015: 8,7 Mio. EUR), insbesondere infolge des starken Umsatzwachstums sowie der Meilensteinzahlungen. Evotecs operatives Ergebnis belief sich 2016 auf 31,3 Mio. EUR (operatives Ergebnis 2015: 11,6 Mio. EUR).

Der Bestand an liquiden Mitteln, der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (84,0 Mio. EUR) sowie Wertpapiere (42,3 Mio. EUR) umfasst, betrug am 31. Dezember 2016 126,3 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 133,9 Mio. EUR). Der operative Cashflow war positiv. Der leichte Rückgang der Liquidität gegenüber 2015 geht insbesondere auf die Akquisition von Cyprotex, inklusive erworbenem Barvermögen und der anschließenden Rückzahlung an Inhaber von Anleihen (55,7 Mio.

GBP) (66,3 Mio. EUR bei einem angenommenen GBP/EUR-Kurs von 1,19) zurück.

Die Umsätze im EVT Execute-Segment beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 171,0 Mio. EUR (2015: 134,0 Mio. EUR) und beinhalteten Intersegment-Umsatzerlöse in Höhe von 33,2 Mio. EUR (2015: 27,7 Mio. EUR). Dieser Anstieg ging im Wesentlichen auf ein Wachstum des Basisgeschäfts, das Erreichen von Meilensteinen und den Sanofi-Beitrag für das gesamte Jahr zurück. Das Segment EVT Innovate erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von 26,7 Mio. EUR (2015: 21,5 Mio. EUR), die vollständig aus Umsätzen mit Dritten bestehen. Das Umsatzwachstum resultierte aus EVT Innovate-Projekten, die in der zweiten Jahreshälfte 2015 verpartnert und in 2016 fortgeführt wurden.

Die Bruttomarge des Segments EVT Execute belief sich auf 29,9% und die Bruttomarge des Segments EVT Innovate belief sich auf 45,3%. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Segment EVT Innovate blieben im Jahr 2016 mit 22,7 Mio. EUR nahezu unverändert (2015: 22,4 Mio. EUR). Das bereinigte EBITDA des EVT Execute-Segments war im Geschäftsjahr 2016 mit 50,2 Mio. EUR sehr positiv und hat sich somit gegenüber 2015 mehr als verdoppelt (2015: 23,8 Mio. EUR). Das Segment EVT Innovate verzeichnete ein bereinigtes EBITDA von -14,0 Mio. EUR (2015: -15,1 Mio. EUR).

Ab 2017 richtet sich die Umsatzprognose auf den Gesamtumsatz des Konzerns und nicht länger auf den Basisumsatz (vor Umsätzen aus Meilensteinen, Abschlagszahlungen und Lizenzen). Das Erreichen individueller Meilensteine bezieht sich auf einzelne Ereignisse, die bestimmte Unsicherheits- und Risikoprofile aufweisen, über die Evotec keine vollständige Kontrolle hat. Infolge einer zunehmenden Anzahl von Projekten mit Anspruch auf Meilensteinen werden, unter Berücksichtigung der Erfolgswahrscheinlichkeiten, meilensteinbasierte Umsätze in ihrem Gesamtumfang besser prognostizierbar. Insgesamt tragen Meilensteine zunehmend zum Umsatz und zur Profitabilität des Unternehmens bei. Für 2017 erwartet man eine Umsatzsteigerung um mehr als 15%. Die Aufwendungen für F&E sollen rund 20 Mio. EUR betragen.

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